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ESI XJAM Test

Der kompakte ESI XJAM USB/MIDI-Controller bietet 16 Drumpads mit polyphonen Aftertouch, sechs Encoder, üppig Software und einen Editor. Wir haben uns den Pad-Controller einmal genauer angesehen.

ESI XJAM Pad-Controller mit polyphonem Aftertouch.
ESI XJAM Pad-Controller mit polyphonem Aftertouch. (Quelle: Felix Klostermann)

Mit XJAM bietet ESI einen sehr kompakten Drumpad-Controller, der in Kooperation mit dem US-Hersteller Artesia Pro entstand. Den kennt man für dessen E-Drums sowie das äußerst schlanke MIDI-Keyboard XKEY. Letzteres wurde auch mal mit dem Logo von CME vertrieben.

Wie dem auch sei. Der XJAM-Controller ist mit 16 anschlagdynamischen Pads ausgestattet, die selbst polyphonen Aftertouch übertragen. Damit eröffnen sich im Bereich der Pad-Controller neue Möglichkeiten.

Details

Klein mit allem

Der ESI XJAM ist ein solider USB/MIDI Pad-Controller mit einer Stärke von gerade mal 13 mm bzw. 26 mm, wenn man die Höhe der sechs Encoder mit einbezieht. Zentrales Element sind die 16 beleuchteten Drum-Pads im MPC-Style, die neben einer Note-Repeat-Funktion reichlich Extra-Konfigurationen bieten.

Draufsicht XJAM
Klare Sache: Der XJAM von ESI ist ein funktionaler Pad-Controller ohne Firlefanz! (Quelle: Felix Klostermann)

Der 20 x 13,5 cm große Pad-Controller hinterlässt einen stabilen Eindruck. Das Alu-Chassis macht ihn verwindungssteif und liegt mit einem Gewicht von 380 g gut in der Hand.

Anschlüsse: USB-C, MIDI-OUT, FS

Verbunden wird der USB/MIDI-Controller Class-Compliant mit USB-C auf der Rückseite. Ein weißes Kabel mit USB-Typ-A Stecker auf der anderen Seite liegt bei. iOS-Geräte kommen via optionalen Camera Connection Kit in den Genuss des ESI XJAM.

USB-C, MIDI-Out und FS – ziemlich viel Anschlüsse für so einen kleinen Controller. (Quelle: Felix Klostermann)

An der schmalen Rückseite findet sich außerdem der Anschluss für einen Foot-Switch sowie zusätzlich ein MIDI-Out. Beide werden mit Miniklinke verbunden, passende Adapter werden allerdings nicht mitgeliefert.

An der Gehäuseunterseite hat der Hersteller ein 3/8-Zoll-Gewinde eingelassen, damit der Pad-Controller auf ein Stativ o. ä. geschraubt werden kann.

16 hochwertige Drumpads

Die Pads des ESI XJAM sind anschlagdynamisch spielbar und liefern polyphonen Aftertouch. In Abhängigkeit von der Anschlagstärke leuchten sie grün, gelb und rot.

Im Betrieb spielen sie sich angenehm, sind sie nur minimal kleiner als bei einer echten MPC. Vier Oktaven Tonumfang können transponiert und Noten, MIDI CC-, Program Change- oder MMC-Befehle werden gesendet.

6 Encoder

Die Encoder runden die Ausstattung des Controllers ab. Hier überrascht positiv, dass beim kleinen Preis von 150 Euro tatsächlich Encoder und nicht Potis zum Einsatz kommen.

Für meinen Geschmack stehen sie allerdings etwas zu dicht beieinander und schleifen vereinzelt mit ihren Kappen leicht am Gehäuse. Neben den Pads senden auch die Encoder Daten, nämlich MIDI-, CC-, Pitch-, Programm- und Aftertouch-Signale.

Kein Fehler in der Matrix, sondern meine Photoshop-Skills, damit man die Einstellungen für Pad und Encoder sieht. (Quelle: Felix Klostermann)

Ferner bietet das Gerät 48 Szenen, die sämtliche Einstellungen komfortabel sammeln und abrufbar machen. Diese sind in drei Bänke á 16 Szenen organisiert. Für Szenen sowie Einstellungen zu MIDI-Message-Type und Pad/Encoder-Einstellungen liefert XJAM dedizierte Taster.

Üppige Details

Weiterhin gehören umfangreich anpassbare Velocity-Curven zur Ausstattung des Controllers, die sich mit dem mitgelieferten Software-Editor (macOS, iPad-OS und Windows) sogar frei einzeichnen lassen. Der Editor ist eine praktische Sache und kann die reichlichen Anpassungsmöglichkeiten des ESI XJAM gut verdauen.

Fotostrecke: 5 Bilder Velocity Curves
Fotostrecke

So finden sich hier auch sehr detaillierte Einstellungen zu Aftertouch-Dynamik, sogar ein MIDI-Message-Monitor ist am Start. Für Debugging-Zwecke zur Vorbereitung einer größeren Live-Show durchaus hilfreich.

Note-Repeat mit Einschränkungen

Am Gerät können die meisten Einstellungen ebenfalls vorgenommen werden, allerdings gelingt das nur müßig. Beispielsweise bietet der Note-Repeat des ESI XJAM auch eine tolle Divsion-Funktion, nur eben nicht „on the fly“. Umständlich über das Setup-Menü erreichbar stehen dafür Auflösungen von 1/4, 1/4T, 1/8, 1/8T, 1/16, 1/16T, 1/32 und 1/32T zur Verfügung.

Zusätzlich bietet der Controller DAW-Sync sowie ein eigenes BPM-Tempo mit Swing-Parameter – ebenfalls am Controller selbst und über Setup+Pads einstellbar. 

Nettes Software-Paket

Bitwig Studio in der 8-Track Variante daher – für den Einstieg in die Musikproduktion am Rechner jedenfalls vollkommen ausreichend. Für iPad und Co. ist Cubasis LE am Start, was jede Menge Spaß bringt und aus dem XJAM einen intuitiven Sampler macht, da er direkt unterstützt wird.

Ein gedrucktes Handbuch sieht man nicht mehr oft im Lieferumfang. In Kombi mit dem kleinen Karton finde ich das sehr gut. (Quelle: Felix Klostermann)

Lässiger finde ich die Zugabe von Wavelab LE. Die meisten Interessenten für einen Controller dieser Art werden bereits eine DAW oder die ein oder andere iOS-App ihr Eigen nennen. Eine Ergänzung um DEN klassischen Wave-Editor, wenn auch in einer Basis-Variante, empfinde ich als tolle Ergänzung.

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