Anzeige
ANZEIGE

NAMM 2021: Arp 2600 M – Der Arp 2600 Mini von Korg kommt

Bereits während der NAMM 2020 kurz geleakt, wurde neben dem bereits erschienenen SQ-64 Sequenzer ein miniaturisierter Arp 2600 gezeigt, der mit der Veröffentlichung des Arp 2600 FS kurz auf der Bildfläche erschien. Ein Jahr später zur diesjährigen NAMM-Show veröffentlicht Korg den Arp 2600 M, der in einer “geschrumpften” Version (ca. 60% der Originalgröße) in Konkurrenz mit dem Behringer 2600 treten möchten.

Während der bereits veröffentlichte große Arp 2600 FS bereits bei seiner Veröffentlichung vergriffen war, soll der Arp 2600 M, so wie der MS-20 Mini oder der Arp Odyssey von Korg, das Portfolio der Korg -Synthesizer stetig erweitern. Ausgestattet mit dem umschaltbaren Filter
NAMM 2021: Arp 2600 M - mit Korg MicroKey Tastatur. (Foto: Korg)
NAMM 2021: Arp 2600 M – mit Korg MicroKey Tastatur. (Foto: Korg)
der ursprünglichen Arp-Originale bietet der kleine 2600er eine Reihe modernisierter Anschlüsse, darunter USB und MIDI.
Größenunterschiede: Links der Originalgroße ARP 2600 FS, rechts der 'geschrumpfte' Arp 2600 M. (Foto: Korg)
Größenunterschiede: Links der Originalgroße ARP 2600 FS, rechts der ‘geschrumpfte’ Arp 2600 M. (Foto: Korg)
Per Filterschalter lassen sich das 4012 oder das 4072 24 dB / Oktave-Filter nutzen, welche die wichtigsten Filter-Varianten in den begehrten Arp-Originalen darstellen. Duophon spielbar erlaubt der Arp 2600 M damit interessante Ringmodulator– oder FM-Sounds, die so getrennt spielbar sind.
Ausgerüstet mit einem “Re-Engineered” Hall-Effekt will auch der kleine 2600 M an die Tradition der großen Vorbilder anknüpfen. In seiner Größe mit nur 520 × 129 × 311 mm ist der neue Arp 2600 M deutlich kompakter und bietet mit 6 kg Lebendgewicht ein handliches Format für einen breit gefächerten Einsatz.
Arp 2600 M in der Frontansicht. (Foto: Korg)
Arp 2600 M in der Frontansicht. (Foto: Korg)
Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:
  • Semimodularer Analogsynthesizer
  • Detailgetreue Reproduktion des legendären ARP 2600 aus den 1970er Jahren im platzsparenden Desktop-Format
  • Enthält die gleichen analogen Schaltkreise und Komponenten wie der ARP 2600 FS
  • Verkleinert auf etwa 60% der Originalgröße
  • 3 spannungsgesteuerte Oszillatoren (VCOs)
  • Beide Filtertypen aus den unterschiedlichen Versionen des Originals (LPF, selbstoszillierend)
  • 2 Hüllkurven
  • Integrierter Federhall
  • Rauschgenerator
  • Ring Modulation
  • Sample & Hold Modul
  • Vorverstärker für externe Signalquellen
  • Envelope Follower
  • Synchronisierbarer Switch
  • Vielseitige Lag- und Spannungsprozessoren
  • Multi-Buchsen zum Aufsplitten des Signals
  • Integrierte Stereo-Lautsprecher
  • Made in Japan
  • Inklusive Transportcase

Zur Produkteinführung wird eine begrenzte Stückzahl als Limited Edition mit einem Case in Sonderfarbe sowie einem KORG microKEY2-37 MIDI-Keyboard ausgeliefert
Preis: 1.799 € (UVP)

Verfügbarkeit: Juni 2021
(Produktseite auf thomann.de)
Weitere Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Herstellers.
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Hintergrundinformationen zu ARP 2600

Der ARP 2600 ist ohne Zweifel einer der besten analogen Synthesizer, die jemals gebaut wurden. Seit Jahrzehnten wird er in etlichen Formen der Musik und in den Händen vieler berühmter Künstler verwendet. Der 2600, eigentlich aber ARP als Ganzes, konkurrierte in den 1970er Jahren direkt mit den Synthesizer-Systemen von Moog. Der 2600 war ARP’s Antwort auf Moogs modulares System, bot aber einen kompakteren, stabileren und intuitiveren Synthesizer. 

Der Aufbau des ARP 2600

In seinem Aufbau ist der ARP 2600 ein semimodulares System – und gemessen an seiner Entstehungszeit ein Synthesizer, den man portabel nennen kann – mit einer festen Auswahl an Synthesizer-Modulen, die bereits intern vorverdrahtet (intern gepatcht) sind, sodass der Synth in seiner Grundform direkt spielbereit ist. Die meisten der Verbindungen können mit Patchkabeln an deutlich gekennzeichneten Patchpoints “neu gepacht” werden, wodurch der ARP ein wirklich flexibles Klangmonster wird. Sein Konzept machte den ARP 2600 benutzerfreundlich und obendrein transportierbar. Der ‘2600’ gilt unter Kennern als analoges Biest, das erstaunliche Klänge erzeugen kann. In seiner Grundstruktur bietet er einen vollständig analogen Signalpfad mit drei Oszillatoren, einem 24 dB / Oktave-Filter, einer ADSR-Hüllkurve, einem VCA und einer Mischersektion. Weitere Ausstattungsmerkmale sind ein Hüllkurvenfolger, ein Ringmodulator, ein Rauschgenerator, ein LFO mit Sample &Hold, ein integrierter Federhall und ein Vorverstärker mit Stereolautsprechern. 

Die unterschiedlichen Versionen des Synthesizers

Der von 1971 bis 1980 produzierte ARP 2600 wurde mehrfach überarbeitet und umfasst vier Modellgenerationen, die in ihrem Wechsel zuverlässiger und wartungsfreundlicher wurden, aber später nicht mehr so klangen wie die ersten Exemplare. So sind die am besten klingenden Modelle die ältesten und die sind auch die seltensten. 

Modell 2600

Der ‘2600’ kam in hellblauem Aluminiumgehäuse mit fragilen Holzelementen und wurde auch ‘Blue Meanie‘ genannt Von diesem Synthesizer wurden nur wenige Exemplare hergestellt, die meisten davon wurden in einer Garage gebaut.

ARP2600_Blue20Meanie-1084827 Bild

Modell 2600C

Der ARP 2600C wurde 1971 unter normalen Werksbedingungen hergestellt. Die blaue Frontplatte wurde durch eine graue ersetzt, was ihm den Spitznamen “Grey Meanie” einbrachte. Das Metallgehäuse mit Holzteilen des Vorgängermodells ist beibehalten worden, aber es wurde eine leicht überarbeitete Tastatur (Modell 3604C) hinzugefügt. Insgesamt wurden etwa 35 Einheiten dieses Synthesizers hergestellt.

ARP 2600 C: 'Gray Meanie' (Foto: Vintage Synth Explorer)
ARP 2600 C: ‘Gray Meanie’ (Foto: Vintage Synth Explorer)

Model 2600P

Später im Jahr 1971 kam der 2600P v1.0, der das gleiche Metallgehäuse und die gleiche Elektronik wie alle bisherigen Modelle bot, aber jetzt in einem wesentlich transportfreundlicheren Case untergebracht war.

Fotostrecke: 2 Bilder ARP 2600P: Jetzt im transportfreundlichen Case (Foto: Vintage Synth Explorer)
Fotostrecke

Modell 2601

Die ersten 2601-Modelle waren optisch fast identisch mit den letzten 2600P-Modellen. Die Hauptunterschiede waren verbesserte Buchsen und Schieberegler sowie kleinere Trimmlöcher. Sie verwendeten die umstrittenen 4012-Filter auch noch während ihres Produktionslaufs von 1975 bis 1976.

ARP 2601: Mit einigen Verbesserungen, aber mit dem umstrittenen 4012-Filter ausgestattet. (Foto: Vintage Synth Explorer)
ARP 2601: Mit einigen Verbesserungen, aber mit dem umstrittenen 4012-Filter ausgestattet. (Foto: Vintage Synth Explorer)

Produktionshistorie der ARP 2600 Modelle

Übersicht der unterschiedlichen Modelle und deren Fertigungsjahre:

Historischer Überblick: ARP-Modelle und Fertigungsjahre (Foto: Vintage Synth Explorer)
Historischer Überblick: ARP-Modelle und Fertigungsjahre (Foto: Vintage Synth Explorer)

Im Zeitraum von zehn Jahren wurden ca. 3.000 Einheiten produziert, was den ARP 2600 heute zu seinem seltenen Synthesizer macht. Seine Auswirkungen auf die Entwicklung der Musik ist aber das komplette Gegenteil. Wie schon andere Klassiker, z. B. die Roland TB-303, gestaltete auch der ARP 2600 ganze Musik-Genres, was ihn bis heute zu einem sehr gefragten Synthesizer werden ließ. Eingesetzt wurde der ARP 2600 u. a. von Orbital, Underworld, 808 State, Meat Beat Manifest, Hardfloor, BT, Joy Division, Depeche Mode, Weather Report, Rebirth, Xpando, Add N To (X), Chemical Brothers, Front Line Assembly, David Holmes, Tony Banks, Rick Wakeman, Peter Townshend, Roger Joseph Manning Jr., Patrick Moraz, Matthew Sweet, Stevie Wonder, Vince Clarke, Freddy Fresh, Nine Inch Nails, Edgar Winter, Kraftwerk und Jean-Michel Jarre.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Hot or Not
?
NAMM 2021: Arp 2600 M - mit Korg MicroKey Tastatur. (Foto: Korg)

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Michael Geisel

Kommentieren
Profilbild von Michael Stutz

Michael Stutz sagt:

#1 - 19.01.2021 um 12:00 Uhr

Empfehlungen Icon 0

1000 mehr als das „gleiche“ von Behringer? Bin sehr gespannt auf Vergleichtests!

Kommentare vorhanden
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
Behringer 2600-VCO: Der VCO des legendären ARP 2600 für das Eurorack
Keyboard / News

Behringer bringt mit dem 2600-VCO den VCO des legendären ARP 2600 in das Eurorack.

Behringer 2600-VCO: Der VCO des legendären ARP 2600 für das Eurorack Artikelbild

Behringer bringt mit dem 2600-VCO den VCO des legendären ARP 2600 in das Eurorack. Der 2600-VCO ist ein analoges VCO-Modul mit einer authentischen Reproduktion der originalen ARP 2600-Schaltung, ready für das Standard-Eurorack-Gehäuse. Der ursprüngliche ARP 2600 Synthesizerkam in den 1970er Jahren auf den Markt und wurde von Musikern wie Jean Michel Jarre, Depeche Mode, Stevie Wonder und vielen anderen gerne wegen seines markanten Klangs verwendet. Mit dem kompakten Behringer 2600-VCO wird der VCO des legendären Synthesizers mit vier simultanen Wellenformen nun auch für das Eurorack nutzbar gemacht. Preis und Verfügbarkeit Das Behringer 2600-VCO Modul kann ab sofort ab Werk für 99 USD

Jean-Michel Jarre im Gespräch mit Dina Pearlman (ARP) im Rahmen des ARP 2600 Symposiums
Keyboard / Feature

Dina Pearlman, Tochter des ARP-Synthesizer-Erfinders Alan R. Pearlman und Jean Michel-Jarre trafen sich um die Eröffnungsrede für das ARP 2600 Synthposium aufzunehmen, gefolgt von einem Interview.

Jean-Michel Jarre im Gespräch mit Dina Pearlman (ARP) im Rahmen des ARP 2600 Symposiums Artikelbild

Dina Pearlman, Tochter des ARP-Synthesizer-Erfinders Alan R. Pearlman und der Pionier der elektronischen Musik Jean Michel-Jarretrafen sich, um die Eröffnungsrede für dasARP 2600 Synthposium aufzunehmen, gefolgt von einem Interview. Die Alan R. Pearlman Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Erhaltung des Erbes des Ingenieurs und ARP-Gründers Alan R. Pearlman verschrieben hat. Das Interview mit Jean Michel-Jarre wurde im Rahmen des jüngsten ARP 2600 Synthposiums der Stiftung aufgezeichnet. Für diejenigen, die daran interessiert sind, das Synthposium in seiner Gesamtheit zu sehen, kann es auf Anfrage gestreamt werden. Dazu bitte die Webseite von Eventbrite

NAMM 2021: Behringer 2600 Blue Marvin und Gray Meanie Limited Edition - Klones zweier seltener ARP 2000
Keyboard / News

NAMM 2021: Behringer stellt zwei neue ARP 2600-Clones vor, den Blue Marvin und den Grey Meanie, zwei limitierte Editionen mit zusätzlichen Funktionen.

NAMM 2021: Behringer 2600 Blue Marvin und Gray Meanie Limited Edition - Klones zweier seltener ARP 2000 Artikelbild

Einen Tag nach der Enthüllung des großen Korg ARP 2600 M kündigt Behringer heute noch schnell gleich zwei neue 2600 Synthesizer vor. Die legendären Blue Marvin und den Grey Meanie aus den ARP 2600 Anfangszeiten, die heute im Original sehr rar sind. Beide Nachbauten basieren auf den Repliken der jeweiligen Schaltkreise bieten jedoch ein paar neue Funktionen: So sind beide Nachbauten mit sorgfältig ausgewählten hochwertigen Komponenten für eine verbesserte Leistung aufgebaut, mit einem mechanischen Federhall und einfarbigen Fader-LEDs

Bonedo YouTube
  • GFI System Skylar Reverb Sound Demo (no talking) with Novation Circuit Tracks
  • GFI System Orca Delay Sound Demo (no talking) with Novation Circuit Tracks
  • BOSS RE-2 Space Echo Sound Demo (no talking) with ASM Hydrasynth