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Lostin 70s Audio Devil Spring Reverb Test

Der Name Lostin 70s ist unter Freeware-Liebhabern längst ein Begriff: Von dem französischen Programmierer gibt es bereits verschiedene Instrumente, Amp-Simulationen und Effekte, und zwar alle zum Nulltarif. Heute nehmen wir das Effekt-Plugin Devil Spring Reverb unter die Lupe.

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Details & Praxis

Allgemeines

Da es bei Lostin 70s nur Freeware gibt, gestaltet sich der Zugang zu den Plugins entsprechend einfach – so auch beim Devil Spring Reverb. Auf der Website des Herstellers gibt es die verschiedenen Versionen für beide Betriebssysteme über einfache One-Click-Downloads. Außerdem findet man dort einen Link zum Apple-App-Store. 
Das Plugin läuft in 32- (nur Windows) und 64-Bit (Windows und macOS) in den Formaten VST2, VST3 und AU und als Stand-alone, außerdem ist es auch auf iOS-Geräten nutzbar. 

Konzept und GUI

Devil Spring Reverb emuliert einen Federhall, bei dem die Nachhallzeit vereinfacht ausgedrückt über eine zwischen zwei Wandlern eingebaute Feder erreicht wird, die in alle Richtungen schwingt und sich auch verdrehen kann. Indem das Signal durch die Feder wandert, entsteht eine Verzögerung – der sogenannte Hall-Effekt. 

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Diese Feder gibt es auf der Oberfläche des Plugins als grafisches Element zu sehen – allerdings ist sie funktionslos und dient lediglich der Optik. Außerdem gibt es dort weitere elektronische Bauteile sowie einen On/Off-Switch. An derselben Stelle befinden sich auch drei Controls: Tone steuert die Brightness des Effekts, Length die Nachhallzeit (von 0 bis 4 Sekunden) und Mix das Verhältnis von bearbeitetem und unbearbeitetem Signal. 
Am oberen Rand des GUIs wählt man eine der 38 IRs aus, die aus verschiedenen Hardware-Effekten und Verstärkern stammen, ebendort findet man auch die Einstellungen zur Audioqualität (low, mid und high).      

Sound

Natürlich lässt sich ein Federhall auf jede Art des Signals anwenden, besonders typisch ist dieser Effekt aber bei E-Gitarren. Wir schicken deshalb ein Gitarren-Loop durch verschiedene Instanzen von Devil Spring Reverb und probieren dabei einige IRs und Einstellungen aus.
Die Ergebnisse klingen natürlich, verfügen über eine analoge Wärme und bieten die verschiedensten Effekte – vom typischen Federhall-Sound über Delay-Effekte bis hin zu angenehmen Raumhallfahnen, die sicherlich auch auf Vocals, Synths oder ähnlichen Signalen gut klingen. 

Audio Samples
0:00
01 Gitarren-Loop clean und mit Devil Spring Reverb

Fazit

Devil Spring Reverb von Lostin 70s Audioist eine Freeware par excellence: unkomplizierter Download, klingt gut und die Benutzung macht Spaß. Der Effekt kann nicht besonders viel, das dafür aber richtig gut. Durch die 38 implementierten Impulse Responses und die Tone-Controls ist das Plugin, dafür dass es relativ wenig Parameter bietet, trotzdem erstaunlich flexibel. Vorbildlich sind auch die Stand-alone-Version und die iOS-Funktionalität.   

Pro

  • toller Vintage-Sound
  • sehr leicht zu bedienen
  • große Auswahl bei den Impulse Responses
  • läuft auch als Standalone und unter iOS
  • skalierbares GUI

Contra

  • kein Contra

Features

  • Federhall-Emulation
  • 38 Impulse Responses
  • drei verschiedene Audio-Auflösungen
  • Nachhallzeit bis zu vier Sekunden
  • Tone-Controls
  • Dry/Wet-Regler

Preis

  • Lostin 70s Devil Spring Reverb: kostenlos
Unser Fazit:
Sternbewertung 5,0 / 5
Pro
  • toller Vintage-Sound
  • sehr leicht zu bedienen
  • große Auswahl bei den Impulse Responses
  • läuft auch als Standalone und unter iOS
  • skalierbares GUI
Contra
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Lostin 70s Audio Devil Spring Reverb Test
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von Tobias Homburger

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