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LANDR Chromatic Free Test

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ein weiterer Hersteller ein Plugin präsentiert, das wie Arcade von Output funktioniert, und jetzt ist es soweit: Chromatic von LANDR ist da.  

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Details

Allgemeines

Die Chromatic-Software an sich ist kostenlos und kann ganz unkompliziert auf der Website des Herstellers heruntergeladen werden. Das Plugin läuft unter macOS (ab 10.13) und Windows (ab 10) und ist in den Formaten VST3, AU und AAX erhältlich.
Jedes vorhandene Set bietet auch ein paar kostenlose Inhalte, die frei genutzt werden können. Wer mehr Auswahl möchte, kann den Subscription-Service abschließen. 

Konzept und GUI

Ohne eine Wertung vorzunehmen: Chromatic ist eine direkte Kopie von Arcade, das sieht man bereits auf den ersten Blick. Das Plugin basiert auf der Nutzung von Audio-Samples und -Loops, die über die 16 weißen Tasten der virtuellen Klaviatur gesteuert und abgespielt werden. 

An sich keine neue Idee und trotzdem gut: Chromatic von LANDR.
An sich keine neue Idee und trotzdem gut: Chromatic von LANDR.

Über die schwarzen Tasten lässt sich das Audiomaterial beeinflussen, zum Beispiel mit Halftime-, Reverse- oder Pitch-Effekten. Die FX-Sektion des Plugins bietet vier Effekte (Filter, LoFi, Reverb und Delay). Über den Mix-Regler eröffnet sich die Möglichkeit, das Verhältnis von bearbeitetem und unbearbeitetem Signal zu verändern. Die Steuerung der FX-Module verläuft über das Prinzip eines Y/X-Pads, bei dem ein Punkt auf einer Ebene bewegt werden kann, um verschiedene Parameter eines Effektes gleichzeitig zu beeinflussen. 
Die Tonart und somit auch die Tonhöhe der Sets werden über das Menü am rechten oberen Rand des GUIs eingestellt. Man sollte davon allerdings nicht zu viel erwarten: Die Tonhöhe der Samples ist durchaus beeinflussbar, aus einem Sample der Tonart Moll wird aber keines in Dur, nur weil man etwas daran herumschraubt. Die Libraries von Chromatic stammen alle von verschiedenen Künstlern. Darunter befindet sich dann auch je ein Set, das man mit Chromatic Free herunterladen und nutzen kann.    

Sound

Die Sounds der Libraries und der Sets fallen ganz unterschiedlich aus, teilweise handelt es sich dabei um Drum- oder Gitarren-Loops, Vocal-Samples, EDM-Sounds oder Instrumental-Loops von Soul-Künstlern. Folgende Beispiele zeigen die Soundqualität von Chromatic und die Vielfalt der Libraries, die auch schon bei Chromatic Free zu beobachten sind.

Audio Samples
0:00
01 Midnight Synths 02 Juice Strings 03 808 Dreams

Fazit

Chromatic von LANDR orientiert sich, was das Konzept und die Ausführung anbelangt, deutlich sichtbar an der Konkurrenz – was an sich ja nicht schlecht sein muss. Die bisher vorhandenen Libraries wurden von verschiedenen Künstlern angefertigt, bieten viel Abwechslung und tendieren im Vergleich zu Arcade etwas mehr in Richtung live eingespielter Musik. Chromatic Free bietet immerhin acht Sets aus verschiedenen Libraries. Falls sich in Zukunft auch noch eigene Samples importieren ließen, käme man zusätzlich in den Genuss der Sample-Engine und ihrer Effekte. Chromatic Free klingt gut, ist aber doch stark limitiert.

Pro

  • gute und abwechslungsreiche Sounds
  • flexible und gut klingende Effekte
  • acht kostenlose Sets bieten Samples verschiedenster Stilistiken
  • skalierbares GUI

Contra

  • eigene Samples können noch nicht importiert werden

Features

  • sample-basiertes Online-Instrument à la Arcade
  • 16 Sounds pro Set
  • 11 Modifier-Keys
  • Tonart lässt sich einstellen
  • 4 Effekte und Wet/Dry-Regler
  • Steuerung über Computertastatur möglich

Preis

  • kostenlos

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,0 / 5

Pro

  • gute und abwechslungsreiche Sounds
  • flexible und gut klingende Effekte
  • acht kostenlose Sets bieten Samples verschiedenster Stilistiken
  • skalierbares GUI

Contra

  • eigene Samples können noch nicht importiert werden
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LANDR Chromatic Free Test
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von Tobias Homburger

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