Kaufberatung und Vergleichstest Multieffekte für Synthesizer

Multieffekte veredeln Synthesizer- und Keyboard-Sounds auf besondere Weise. Wir beraten vor dem Kauf und stellen ausgesuchte Multieffekte des Marktangebots vor.

Kaufberatung und Vergleichstest Multieffekte für Synthesizer
Kaufberatung und Vergleichstest Multieffekte für Synthesizer

Klänge unterschiedlicherer Musikinstrumente werden erst richtig eindrucksvoll, wenn auch das Ambiente stimmt. Gerade statisch klingende Instrumente erhalten durch den Mix aus Modulation und Raum erst den richtigen Schliff. Sind die Effekte dann noch spielerisch zusammenstellbar, werden schnell ganz unterschiedliche klangliche Atmosphären realisiert. Gerade Synthesizer leben neben ihrem Basissound durch den Einsatz unterschiedlicher, gut ausgewählter Effekte, was der Bereich der Popmusik seit Jahrzehnten beweist.

Klassische Synthesizer waren in ihren Entstehungsjahren lediglich als Tonerzeuger, sodass dem Klang Stimmung erzeugende Effekte erst durch eine zusätzliche, oft teure Peripherie hinzugefügt werden konnten. Das hat sich in der heutigen Zeit glücklicherweise geändert. Viele Synths und Workstations werden ab Werk bereits mit sehr gut klingenden Effekt-Sektionen ausgestattet, andere Synthesizer kommen immer noch in klassischer Manier ohne diese. Das lässt sich jedoch durch den Kauf eines Multieffekt-Pedals ändern.

Welche Multieffekte es gibt und welche sich besonders für den Einsatz mit Synthesizern eignen, zeigen wir in unserem Artikel.

Inhalte

  1. Quick Facts: Multieffekte
  2. Welche Effekte verwendet man mit einem Synthesizer?
  3. Welche Effektpedale für Synthesizer gibt es generell?
  4. Welchen Vorteil bieten Multieffekt-Pedale?
  5. Welches Multieffekt-Pedal ist das Richtige?
  6. Was sollte man vor dem Kauf unbedingt erledigen
  7. Unsere Empfehlungen
  8. Kurztests Multieffekt-Pedale
  9. Boss ME-80
  10. Crazy Tube Circuits Sidekick
  11. Dreadbox Hypnosis
  12. Earthquaker Devices Disaster Transport SR
  13. Electro Harmonix Epitome
  14. Empress Effects ZOIA
  15. Enjoy Electronics Reminder MultiFX
  16. Erica Synths Fusionbox
  17. Eventide H9 Harmonizer
  18. Headrush MX5
  19. Harley Benton DNAfx GiT
  20. HoTone Ampero
  21. Line 6 HX Stomp
  22. Mod Devices Mod Duo X
  23. Mooer GE-300
  24. Mooer Ocean Machine
  25. Nux Cerberus
  26. Vermona Retroverb Lancet
  27. Zoom Multi Stomp MS-70 CDR

Quick Facts: Multieffekte

Was versteht man unter einem Multieffekt-Pedal?

Wie der Name schon beschreibt der Begriff Multieffekte eine Ansammlung unterschiedlicher Effekte aus verschiedenen Bereichen, untergebracht in einem einzigen Gehäuse. Bei den Effekten selbst handelt es sich i. d. R. um Modulationseffekte (Chorus, Flanger, Phaser …) Raumsimulationen (Hall), Verzögerungseffekte (Delay), Verzerrer (Distortion, Overdrive) und Speaker-Simulationen (Amp-Modeling), die kombiniert und in ihren Einstellungen verändert werden können. Eigene Effekt-Settings lassen sich bei manchen Pedalen abspeichern, was ihren Einsatz besonders flexibel macht.

Einige Multieffekt-Pedale arbeiten MIDI-kompatibel, verfügen über integrierte Phrase-Looper, andere kommen mit einem eingebauten Expression-Pedal, mit dem sich neben der Lautstärke auch unterschiedliche Parameter regeln lassen. Dank stereophonem Aufbaus lassen sich mit einem Multieffekt-Pedal auch Mono ausgelegte Synthesizer mit Stereo-Effekten versehen. Das Multieffekt-Pedal ist die flexibelste Lösung, ein angeschlossenes Instrument mit einer Vielzahl hochwertiger Effekte zu versehen.
Fotostrecke: 2 Bilder Beispiele für gut ausgestattete Multieffekt-Pedale sind das Nux Cerberus … (Foto: Thomann)
Fotostrecke

Welche Effekte verwendet man mit einem Synthesizer?

Zu den wichtigsten Effekten, die mit einem Synthesizer verwendet werden, zählen ohne Zweifel Chorus, Flanger, Phaser, Wha-Wha, Verzögerungseffekte (Delays) sowie unterschiedliche Hall-Varianten (Reverb). Auch die Klangregelung (EQ) spielt eine wichtige Rolle, um Unstimmigkeiten im Basissound auszugleichen. Möglichkeiten für weitere Feinabstimmungen bieten ein Compressor/Limiter um den Dynamikbereich in gewisse Grenzen zu zwingen sowie ein dezent hinzugefügter Overdrive, der dem Sound auf der Bühne und im Studio noch den nötigen Biss verleiht, um sich gut durchsetzen zu können.

Viele Hersteller bieten in ihrem Sortiment Einzeleffekte in Pedalform, die man miteinander kombinieren kann. (Foto: Thomann)
Viele Hersteller bieten in ihrem Sortiment Einzeleffekte in Pedalform, die man miteinander kombinieren kann. (Foto: Thomann)

Welche Effektpedale für Synthesizer gibt es generell?

Der Markt bietet eine mittlerweile riesige Auswahl an Pedalen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Egal, ob als reine Modulationseffekte, aufwendig konzipierte Reverb-Effekte, oder in Form unterschiedlicher Verzerrer-Pedale ausgelegt, es ist grundsätzlich alles zu erhalten, was die Wahl des passenden Pedals zur Qual macht. Oft für Gitarristen konzipiert, gibt es sie in Form von Einzel-Effekten, die mittels Kabeln miteinander verbunden, die gewünschte Effektkette bilden, mit dem Nachteil, dass gewünschte Einstellungen der Gesamtkonfiguration nicht gespeichert werden können. Mittlerweile sind fast alle Effektpedale digital aufgebaut und so vielseitig in ihren Einsatzgebieten geworden, dass sie mit jeder Audiosignal produzierenden Quelle ohne Einschränkung verwendet werden können.

Multieffekt-Pedale sind schon ab wenig über 100 € erhältlich und kombinieren bereits intern viele unterschiedliche Einzeleffekte. Links das günstige ZOOM Multi Stomp MS70CDR, rechts das aufwendige Mod Decvices Mod Duo X. (Foto: Thomann)
Multieffekt-Pedale sind schon ab wenig über 100 € erhältlich und kombinieren bereits intern viele unterschiedliche Einzeleffekte. Links das günstige ZOOM Multi Stomp MS70CDR, rechts das aufwendige Mod Decvices Mod Duo X. (Foto: Thomann)

Welchen Vorteil bieten Multieffekt-Pedale?

Multieffekte in Pedalform sind die Alleskönner im Reigen der im Markt befindlichen Effektpedale. Je nach Hersteller bieten sie unterschiedliche Schwerpunkte für diverse Anwendungszwecke und lassen sich mit den verschiedensten Instrumenten verbinden, die über einen Audioausgang verfügen. Durch ihren Aufbau bieten die meisten von ihnen die für den Betrieb mit Synthesizern wichtigen Modulations-, Verzögerungs- und Hall-Effekte, teils auch mit besonderen Effektvarianten. Selbst Amp-Modeling wird geboten, um den Sound wie über einen speziellen Lautsprechertyp zu hören. Das wichtigste jedoch ist, dass viele von ihnen Möglichkeiten zum Bilden von Effektketten bieten, deren einzelne Effekte mittels Parametern individuell angepasst und deren Gesamtkonstellation als Preset abgespeichert werden kann. Somit ist sichergestellt, dass das Setup immer replizierbar ist. Einige Multieffekte lassen sich für den mobilen Einsatz mittels Batterien betreiben, während der Großteil über ein Netzteil mit Strom versorgt wird. Andere Hersteller bieten auch zusätzlich eine Stromversorgung mittels USB Bus Power.

Multieffekt-Pedale gelten als kompakte Alleskönner und ersetzen eine ganze Reihe an Einzeleffekten in nur einem Gehäuse. (Foto: Thomann)
Multieffekt-Pedale gelten als kompakte Alleskönner und ersetzen eine ganze Reihe an Einzeleffekten in nur einem Gehäuse. (Foto: Thomann)

Welches Multieffekt-Pedal ist das Richtige?

Durch das riesige Marktangebot ist es schwer zu sagen, mit welchem Pedal man am besten bedient ist. Bei der Wahl des passenden Pedals spielen Faktoren wie der eigene Geschmack, das Anwendungsgebiet und das zur Verfügung stehende Budget meist die wichtigste Rolle. Multieffekt-Pedale sind in einem Preisbereich ab ca. 100 € bis knapp bis weit über 1.000 € erhältlich, wobei wir unsere magische Obergrenze bei ca. 800 € gesetzt haben. Selbst wenn 800 € viel klingen, käme man beim Kauf mehrerer Einzeleffekten auf einen ähnlichen, wenn nicht noch höheren Preis, abhängig von der Qualität der ins Visier genommenen Effekte.

Was sollte man vor dem Kauf unbedingt erledigen

  • Prüfen, ob das Pedal den eigenen Anforderungen entspricht. Dabei helfen zunächst Übersichten mit technischen Daten, welche über den Aufbau des Pedals informieren.
  • Das Pedal selbst ausprobieren, um sich mit der Bedienung vertraut zu machen und vor allen Dingen hören, ob der Sound stimmt.

Sind diese beiden Punkte gecheckt, lässt sich das Feld der in Augenschein genommenen Pedale eingrenzen, um den eigenen Wunschkandidaten schneller zu finden.

Damit diese Aufgabenstellung insgesamt einfacher wird, haben wir für euch eine Reihe an interessanten Multieffekt-Pedalen unter die Lupe genommen, von denen wir überzeugt sind, dass sie für die Verwendung mit Synthesizern besonders geeignet sind.

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