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Iron Butterfly Drummer Ron Bushy ist gestorben

Während manche Musiker von Charterfolg zu Charterfolg eilen, bleibt den meisten anderen dieser Erfolg verwehrt. Es gibt aber auch das seltene Phänomen, dass eine Band sich mit nur einem einzigen Song in das kollektive Gedächtnis einbrennt. Iron Butterfly, gegründet 1966 in San Diego, war so eine Band. Und Ron Bushy war ihr Drummer. Im Jahre 1968 spielte er mit seinen Mitmusikern den Song „In A Gadda Da Vida“ ein, der sich über ein Jahr in den amerikanischen Charts hielt, das gleichnamige Album wurde zu einer der erfolgreichsten Rockplatten aller Zeiten. 

Ron Bushy bei einem Konzert in 2005. (Credit | Autor: Onemore, CC BY 3.0 | Wikimedia)
Ron Bushy bei einem Konzert in 2005. (Credit | Autor: Onemore, CC BY 3.0 | Wikimedia)

Ron Bushy war nicht für das melodische Drumming verantwortlich, er war auch der  – unfreiwillige – Namensgeber des Songs. In einem Interview erklärte er, dass er den stark alkoholisierten Sänger Doug Ingle mißverstanden habe, als der ihm den Text und Titel diktieren wollte. „In the Garden of Eden“ sollte das Stück wohl eigentlich heißen. Höchst ungewöhnlich ist auch dessen epische Länge von 17 Minuten und vor allem der Umstand, dass Radiostationen ihn damals tatsächlich ausspielten. Ron’s treibendes, Toms-lastiges Schlagzeugsolo inspirierte sogar Ringo Starr, welcher ihm nach einem Konzert erzählte, dass er sich Teile davon für einen Beatles-Songs „geklaut“ habe. 
In A Gadda Da Vida (1968):

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Später wurde In A Gadda Da Vida unzählige Male gecovert, darunter von Slayer, Nas und in einer berühmten Folge der Serie „The Simpsons“. Unterricht hatte Ron Bushy nie, er spielte komplett autodidaktisch. Am 29. August starb er in einem kalifornischen Krankenhaus an einem Krebsleiden. 
Ron’s Drumsolo, 2012:

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Ron Bushy bei einem Konzert in 2005. (Credit | Autor: Onemore, CC BY 3.0 | Wikimedia)

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von Max Gebhardt

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