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Tama TTB30W Holz Bass Drum Beater Test

Drummer, die in lauten Bands spielen, kennen das Problem, wenn der Drumsound sich gegen Verstärkertürme von Gitarristen und Bassisten einfach nicht mehr durchsetzt. Klare Felle und dickere Becken verschaffen Abhilfe, doch die tiefen Frequenzen und die Artikulation der Bassdrum saufen im Wirrwarr der Frequenzen einfach ab. Auch eine Ikone wie John Bonham musste sich dagegen zur Wehr setzen und wechselte nach einiger Zeit auf einen Schlägel aus Hartholz. Tamas TTB30W ist so ein schlichter Beater, der ohne viel Schnickschnack das gewünschte Ergebnis liefern soll.

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Ohne Zweifel ist das Material Holz im Vergleich zum allseits beliebten Filz-Beater zuerst einmal härter und schwerer. Was dies für den Sound ausmacht, haben wir im folgenden Test für euch erörtert.

Details & Praxis

Der robuste Kopf des Beaters ist an einem 20 Zentimeter langen Schaft aus gehärtetem Stahl angebracht. Dazu wurde er auf der Unterseite auf eine gestanzte Arretierung mit einer runden Unterlegscheibe aufgelegt und von der Oberseite durch eine schwarze Mutter fixiert. Der Schlägelkopf ist aus sehr festem Hartholz gefertigt, an den Seiten sanft abgerundet und von einer seidenmatten Lackschicht umgeben, durch die man die Maserung des Holzes gut erkennen kann. Gewichte zur Veränderung des Schwerpunkts und des Spielgefühls oder Memory Locks zur optimalen und schnellen Positionierung beim Aufbau sind nicht im Lieferumfang enthalten. Der schlichte Beater ist weder mit einem Firmenlogo, noch mit einer Typenbezeichnung versehen. Optisch macht er einen sehr wertigen Eindruck, und die tadellose Verarbeitung des robusten Materials verspricht eine lange Lebensdauer.

Fotostrecke: 2 Bilder Der Kopf des Beaters ist aus dünn lackiertem Hartholz gefertigt.
Fotostrecke

Für möglichst realistische Hörbeispiele habe ich den Beater sowohl mit einer 20“x14“ Bassdrum mit geschlossenen Fellen als auch mit einer 22“x14“ Bassdrum mit Dämpfung und Loch im Frontfell getestet. Beide Bassdrums stammen von Slingerland und sind in den Sechziger- bzw. Siebzigerjahren gefertigt worden. Als Referenz habe ich die Bassdrums zusätzlich mit einem gewöhnlichen Filz-Beater von Millenium angespielt.

Audio Samples
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20″ Bassdrum, geschlossen – solo 20″ Bassdrum, geschlossen – im Set 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – solo 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – im Set 20″ Bassdrum mit Millenium Filzbeater 22″ Bassdrum mit Millenium Filzbeater

Das harte Holz verleiht beiden Bassdrums, im Vergleich zum gewöhnlichen Filz-Beater gleicher Form, eine deutliche Steigerung der Lautstärke. Dazu mischt sich ein klarer Attack, der auch bei sanfterem Spiel nicht verloren geht. Dadurch entwickelt selbst die 20 Zoll Bassdrum ohne Dämpfung einen erstaunlich rockigen Charakter. Die zwei Zoll größere Trommel, die mit Dämpfung und Loch im Resonanzfell einen gängigen Rock-Pop-Sound liefern soll, bekommt einen brettharten Punch. Viel Low End wird mit einem knalligen Attack durch den Raum bewegt und dürfte sich damit gegen jede noch so dicke Gitarrenwand durchsetzen. Im Vergleich zum Filzschlägel erzeugt dieser Beater einen wesentlich direkteren Sound, der für härtere Genres ein echter Gewinn ist. Leise, akustische Musik dürfte unter diesem Klang eher leiden. Der Rebound ist durch das unnachgiebige Hartholz sehr impulsiv und erzeugt ein direktes Spielgefühl.

Das Hartholz verleiht der Bassdrum auf Anhieb viel Attack und eine hohe Lautstärke.
Das Hartholz verleiht der Bassdrum auf Anhieb viel Attack und eine hohe Lautstärke.
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