Anzeige

DW SM110 XL Bass Drum Beater Test

In Zusammenarbeit mit der Studioikone J.R. Robinson, dessen Grooves auf vielen der größten Alben der Popmusik-Geschichte von Interpreten wie Michael Jackson, Madonna und Eric Clapton zu hören sind, entwickelte die amerikanische Edelmarke DW einen Beater, der für einen besonders fetten Bassdrumsound sorgen soll. Der SM110 XL Beater ist jedoch nicht nur dem Top-Endorser vorbehalten, sondern soll mit seinen zahlreichen Features jedem Drummer zu besserem Klang und variablem Spielgefühl verhelfen. Ob das funktioniert, erfahrt ihr im Folgenden.

DW_SM110_XL_Beater_Schlagseiten_Header

 

Details & Praxis

Der DW SM110 XL Beater ist mit zwei unterschiedlichen Schlagflächen ausgestattet, die materialbedingt eine klangliche Veränderung hervorrufen. Die beiden flachen Schlagflächen haben mit 4,5 Zentimetern eine ungewöhnlich breite Aufschlagfläche und lassen sich am Kopf des 21 Zentimeter langen Schafts aus gehärtetem Stahl durch ein Gewinde verschrauben. Doch die Schlagflächen aus Holz und Filz sind längst nicht die einzig erwähnenswerten Features. Im Kopf des Beaters lassen sich insgesamt vier jeweils zehn Gramm schwere Gewichte aus Messing versenken. Diese verleihen dem mit 80 Gramm sonst eher leichten Beater ein hohes Gewicht, ermöglichen aber gleichzeitig viele Variationsmöglichkeiten der Positionierung und Gewichtung des Schlägels. Der aus Hartplastik bestehende Kopf des Beaters lässt sich durch den in einem kleinen schwarzen Beutel mitgeliefertem Inbusschlüssel stufenlos im Winkel verändern, so dass die Schlagfläche optimal auf das Fell auftreffen kann. Alle Bauteile sind hochwertig verarbeitet und versprechen eine lange Lebensdauer.

Fotostrecke: 5 Bilder Der SM110 XL Beater macht seinem Namen alle Ehre. Auch der Lieferumfang ist groß bemessen.
Fotostrecke

Für möglichst realistische Hörbeispiele habe ich den Beater sowohl mit einer 20“x14“ Bassdrum mit geschlossenen Fellen als auch mit einer 22“x14“ Bassdrum mit Dämpfung und Loch im Frontfell getestet. Beide Bassdrums stammen von Slingerland und sind in den Sechziger- bzw. Siebzigerjahren gefertigt worden. Als Referenz habe ich die Bassdrums zusätzlich mit einem gewöhnlichen Filz-Beater von Millenium angespielt.

Audio Samples
0:00
20″ Bassdrum, geschlossen – solo, Filz 20″ Bassdrum, geschlossen – im Set, Filz 20″ Bassdrum, geschlossen – solo, Holz 20″ Bassdrum, geschlossen – im Set, Holz 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – solo, Filz 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – im Set, Filz 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – solo, Holz 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – im Set, Holz 20″ Bassdrum mit Millenium Filzbeater 22″ Bassdrum mit Millenium Filzbeater

Die beiden Schlagflächen des Beaters lassen sich leicht montieren. Bestückt man den Beater mit dem Filzaufsatz, entsteht ein ausgewogener Mix aus Ton und Attack, der im Vergleich zum gewöhnlichen Filz-Beater ein Stück mehr Power und Durchsetzungsvermögen hat. Die Schlagfläche aus Holz erzeugt bei beiden Bassdrums eine höhere Grundlautstärke und einen wesentlich präsenteren Attack. Dadurch bekommt bereits die 20 Zoll Bassdrum einen recht rockigen Charakter, der an der zwei Zoll größeren Trommel noch deutlicher wird. Ein brettharter Punch mit einer ordentlichen Portion Low End sind die charakteristischen Merkmale. Die breite Aufschlagfläche kann ihre Wucht bei beiden Materialien durch die vier Messinggewichte optimal ausnutzen. Mit allen vier Gewichten bestückt, entwickelt der Beater ein recht kopflastiges Spielgefühl, was anfangs gewöhnungsbedürftig ist. Völlig ohne Gewichte entsteht hingegen durch das geringe Grundgewicht ein sehr leichtfüßiges Spielgefühl. Aus diesen beiden Extremen kann man sich, durch die verschiedenen Möglichkeiten der Positionierung und der Anzahl der verwendbaren Gewichte, ein individuell passendes Spielgefühl einrichten.

Fotostrecke: 2 Bilder Die Filzschlagfläche bewirkt den klassischen Sound…
Fotostrecke
Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.