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Sonor SCH 28 Bass Drum Beater Test

Sonor ist mit Sicherheit das deutsche Traditionsunternehmen im Bereich des Schlagwerks schlechthin. 1875 in Weißenfels an der Saale gegründet, siedelte das Unternehmen nach dem zweiten Weltkrieg in das beschauliche nordrhein-westfälische Städtchen Bad Berleburg-Aue um. Bemerkenswert ist, dass Sonor als Pionier einiger heute essentieller Bestandteile des Drumsets gilt. So wurde um 1900 die weltweit erste Fußmaschine von Sonor gebaut, auf die 35 Jahre später die erste Doppelfußmaschine folgte. Aber auch an der Entwicklung verschiedener Hi-Hat Maschinen und des ersten Drumsets mit Concert Toms hatte Sonor einen großen Anteil. In diesem bonedo Test widmen wir uns dem Sonor SCH 28 Beater, der, neben seinen beiden Spielflächen, insbesondere durch sein leichtes Gewicht interessant ist.

Sonor_SCH_28_Header


Dabei ist vor allem spannend, was diese Eigenschaft am Drumset bewirkt. Entstehen dadurch Vorteile für leiseres oder schnelleres Spiel? Im Folgenden haben wir die Konstruktion und Spieleigenschaften genau unter die Lupe genommen.

Details & Praxis

Das Design des SCH-28 Beaters ist, wie für viele Produkte von Sonor zutreffend, schlank, funktional und elegant gestaltet worden. An einem 20 Zentimeter langen, verchromten Stahlschaft ist ein fünf Zentimeter langer Plastikkopf angebracht, der über zwei Schlagflächen mit je 3,1 Zentimetern Breite verfügt. Neben dem mittelharten, gewöhnlichen Filz ist auf der gegenüber liegenden Seite ein unnachgiebig hartes Stück Plastik verklebt worden. Um das Gewicht des Schlägelkopfes zu verringern, wurde in der Mitte das Plastik ausgespart. Mit nur 77 Gramm ist der Beater damit ein echtes Leichtgewicht auf dem Schlägelmarkt. Auf ein Logo und jegliches Zubehör wurde verzichtet. Vor allem für die Montage an einer Doppelfußmaschine wären jedoch Memory Locks sehr nützlich gewesen, damit die optimale und gleich hohe Spielposition der Schlägel beim Aufbau stets schnell montiert werden kann. Die Verarbeitung aller Bauteile ist tadellos.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Schlagfläche aus Filz sorgt für den allseits bekannten Bassdrumsound.
Fotostrecke

Für möglichst realistische Hörbeispiele habe ich den Beater sowohl mit einer 20“x14“ Bassdrum mit geschlossenen Fellen als auch mit einer 22“x14“ Bassdrum mit Dämpfung und Loch im Frontfell getestet. Beide Bassdrums stammen von Slingerland und sind in den Sechziger- bzw. Siebzigerjahren gefertigt worden. Als Referenz habe ich die Bassdrums zusätzlich mit einem gewöhnlichen Filz-Beater von Millenium angespielt.

Audio Samples
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20″ Bassdrum, geschlossen – solo, Filz 20″ Bassdrum, geschlossen – im Set, Filz 20″ Bassdrum, geschlossen – solo, Plastik 20″ Bassdrum, geschlossen – im Set, Plastik 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – solo, Filz 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – im Set, Filz 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – solo, Plastik 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – im Set, Plastik 20″ Bassdrum mit Millenium Filzbeater 22″ Bassdrum mit Millenium Filzbeater

Die Schlagseite aus Filz liefert den allseits beliebten, ausgewogenen Mix aus Attack und Ton, der für fast alle Musikrichtungen bestens geeignet ist. Nicht umsonst ist Filz das Standardmaterial der Schlägelindustrie. Für die gewisse Extraportion an Punch, Lautstärke und Artikulation ist die Plastikfläche gemacht. Mit einer simplen Drehung um 180 Grad verleiht der Beater dadurch der Bassdrum einen anderen Klangcharakter, der für lautere Musikrichtungen wie Rock und Metal optimal ist. Soweit entsprechen diese klanglichen Eigenschaften denen eines gewöhnlichen Duo-Beaters mit besagten Materialien. Doch wie wirkt sich das geringe Gewicht dieses ergonomischen Schlägels auf das Spielgefühl aus? Zunächst einmal fühlt sich der Beater einfach schnell an. Ein ausgewogener Rebound trifft auf ein leichtes Spielgefühl, das natürlich bei schnellen Bassdrum-Patterns von Vorteil ist. Ein wahrnehmbarer Lautstärkeverlust entsteht dadurch nicht. Metal-Drummern, die mit ihrer Doppelfußmaschine beinharte Licks abfeuern wollen, dürfte die Mixtur aus flinkem Spielgefühl und hartem Attack der Plastik-Schlagseite sehr zusagen. Aber auch Schlagzeuger in akustischen, filigraneren Genres finden mit der Filzseite und dem ausgewogenen Rebound des SCH 28 Beaters auch für leisere Töne ein optimales Werkzeug.

Mit den beiden Schlägelseiten lassen sich verschiedenste Musikrichtungen leichtfüßig bedienen.
Mit den beiden Schlägelseiten lassen sich verschiedenste Musikrichtungen leichtfüßig bedienen.
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