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DW SM101 Air Bass Drum Beater Test

Im sonnigen Kalifornien entwickelte die amerikanische Edelmarke Drum Workshop seinerzeit den Duo Beater, der sich seitdem ungebrochener Beliebtheit erfreut und deshalb auch in unzähligen Variationen von verschiedenen anderen Firmen erhältlich ist. Nun hat DW den Schlägel in einer leichtgewichtigen Version neu aufgelegt. Das Resultat ist der SM101 Air Bass Drum Beater, den wir für euch getestet haben. Was den Beater so besonders macht, ob es klangliche Unterschiede zum großen Bruder gibt, und wie sich das leichte Gewicht auf das Spielgefühl auswirkt, erfahrt ihr hier.

DW_SM101_Air_Beater_Header

Details & Praxis

Selbstverständlich orientiert sich der SM101 Air Beater an der Grundkonstruktion des altbewährten DW 101SP Beaters. Der Kopf des Beaters ist an einem 20 Zentimeter langen Schaft aus gehärtetem Stahl angebracht. Im Gegensatz zum klassischen Modell besteht der Kopf jedoch nicht aus einem massiven Würfel, sondern hat an beiden Seiten jeweils Aussparungen in der Plastikkonstruktion, die zur Gewichtsreduktion beitragen. Am Schlägelkopf ist in einer Aussparung eine 2,4 Zentimeter breite Schlagfläche aus weißem, mittelharten Filz verklebt. Dreht man den Beater an der Fußmaschine um 180 Grad, bildet das schwarze Plastik eine zweite, unnachgiebige Schlagfläche. Mit seinem Gewicht von nur 80 Gramm ist der Air Beater gut 20 Gramm leichter als sein großer Bruder. Durch das mitgelieferte Ausgleichsgewicht lässt sich nicht nur die Masse erhöhen, sondern auch der Schwerpunkt und damit das Spielgefühl individuell variieren. Die verwendeten Materialien machen einen grundsätzlich hochwertigen Eindruck und sind zudem tadellos verarbeitet.

Fotostrecke: 3 Bilder Durch die Aussparungen am Kopf des Beaters wurde das Gesamtgewicht erheblich reduziert.
Fotostrecke

Für möglichst realistische Hörbeispiele habe ich den Beater sowohl mit einer 20“x14“ Bassdrum mit geschlossenen Fellen als auch mit einer 22“x14“ Bassdrum mit Dämpfung und Loch im Frontfell getestet. Beide Bassdrums stammen von Slingerland und sind in den Sechziger- bzw. Siebzigerjahren gefertigt worden. Als Referenz habe ich die Bassdrums zusätzlich mit einem gewöhnlichen Filz-Beater von Millenium angespielt.

Audio Samples
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20″ Bassdrum, geschlossen – solo, Filz 20″ Bassdrum, geschlossen – im Set, Filz 20″ Bassdrum, geschlossen – solo, Plastik 20″ Bassdrum, geschlossen – im Set, Plastik 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – solo, Filz 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – im Set, Filz 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – solo, Plastik 22″ Bassdrum, mit Loch im Reso – im Set, Plastik 20″ Bassdrum mit Millenium Filzbeater 22″ Bassdrum mit Millenium Filzbeater

Die Schlagfläche aus Filz liefert einen im besten Sinne gewöhnlichen Sound. Ein solider Mix aus Attack und Ton macht dieses Material schon seit vielen Jahrzehnten zu einem Standard in der Schlägelindustrie. Nicht umsonst finden sich an so vielen Fußmaschinen Beater mit Filzschlagflächen wieder. An der Bassdrum mit geschlossenen Fellen entsteht ein voller, runder Ton, während die gedämpfte Trommel mit Loch im Resonanzfell, wie zu erwarten, einen trockeneren Sound produziert, der mit dem Filzschlägel einen klaren, aber nicht übermäßigen Attack bekommt. Für einen deutlich härteren Punch sorgt die Schlagfläche aus Plastik, die selbst der 20 Zoll Bassdrum einen auffällig rockigen Charakter verleiht. An der zwei Zoll größeren Trommel wird der Sound besonders knallig, und die Bassdrum offenbart einen brettharten Punch mit einer ordentlichen Portion Low End. Doch was passiert durch die veränderte Konstruktion mit dem Spielgefühl? Zunächst lässt sich der Schlägel als leichtfüßig beschreiben. Das zeigt sich insbesondere bei der Bassdrum mit geschlossenen Fellen, die naturgemäß schon mehr Rebound hat, in diesem Falle aber ein besonders lebhaftes Spielgefühl zulässt. Auch an der größeren Bassdrum ist ein präsenter Rebound vorhanden, der sich aber stets kontrollieren lässt. Das mitgelieferte Ausgleichsgewicht erhöht zwar das Gesamtgewicht des Schlägels, verändert aber durch die im Vergleich zu vielen Schlägeln weniger kopfastige Konstruktion nicht das grundsätzlich flinke Spielgefühl.

Der klassische Sound wird von der Filzseite bedient, während die Plastikseite wesentlich mehr Attack erzeugt.
Der klassische Sound wird von der Filzseite bedient, während die Plastikseite wesentlich mehr Attack erzeugt.
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