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Guns N’ Roses verklagen Waffenladen in Texas wegen Namensklau

Ein texanischer Waffenladen wurde von der amerikanischen Band wegen einer Markenrechtsverletzung verklagt. ‘Texas Guns and Roses’ führt laut der Anklage wahrscheinlich zu einer Verwechslung mit der Marke Guns N’ Roses.

© Kreepin Deth

Die Rocker-Legenden sind schon seit Jahrzehnten im Showbusiness und müssen sich aktuell mit Sachen herumschlagen, an die wohl niemand gedacht hätte. Erst letzte Woche hat Axl Rose bei einem Konzert in Adelaide eine Frau beim traditionellen Mikrofon-Wurf schwer im Gesicht verletzt. In Folge dessen will er keine Mikrofone mehr werfen. Jetzt wurde der texanische Waffenladen ‘Texas Guns and Roses’ – der auch Rosen verkauft – wegen einer Markenrechtsverletzung angezeigt.

Die Klage von Guns N’ Roses wurde eingereicht, weil es die Marke der Band durch die Verwendung ihres Namens ohne ihre “Genehmigung, Lizenz oder Zustimmung” beschädigt hat. In der Klageschrift, die gegen den Inhaber ‘Jersey Village Florist’ gerichtet ist, wird argumentiert, dass der Name des Ladens “wahrscheinlich eine Verwechslung mit der Marke GUNS N’ ROSES hervorruft, fälschlicherweise eine Verbindung mit GNR suggeriert und wahrscheinlich die Marke GUNS N’ ROSES verwässert”.

“Dies ist angesichts der Art des Geschäfts der Beklagten besonders schädlich für GNR”, heißt es in der Klageschrift weiter. “GNR möchte vernünftigerweise nicht mit der Beklagten, einem Einzelhändler für Schusswaffen und Waffen, in Verbindung gebracht werden. Darüber hinaus vertritt die Beklagte auf der Website politische Ansichten in Bezug auf die Regulierung und Kontrolle von Feuerwaffen und Waffen, die für viele US-Verbraucher polarisierend sein können.”

© Texas Guns and Roses

Anwalt des Blumenladens möchte zurückschlagen

Ist der Name dennoch gerechtfertigt, da der Inhaber Florist ist und Texas Guns and Roses auch wirklich Rosen verkauft? Der Anwalt des Blumenladens, David L. Clark, argumentiert, dass es nie zu einer Verwechslung gekommen wäre. “Und selbst wenn, es liegen keine Beweise dafür vor”, erklärte er. „Dies ist bloß ein Versuch, Kosten in die Höhe zu treiben und uns auszubrennen. Unser Kunde verkauft Metalltresore für Waffen und Blumen. Niemand denkt, dass wir die Band sind oder dass es irgendeine Verbindung zu ihr gibt. Wir werden zurückschlagen.”

Die Anwälte von GNR behaupten hingegen, dass der Name bewusst gewählt wurde, um die große Fangemeinde der Band anzulocken. Der Verkauf von Rosen sei außerdem nur ein billiger Trick, um eine “großflächige Aneignung” der Marke zu rechtfertigen. Neben dem Verzicht auf die Verwendung des Namens fordert Guns N’ Roses eine Vervielfachung des Schadensersatzes, der Prozesskosten und der Anwaltsgebühren.

Vorgeschichte beginnt schon 2019

Der Fall reicht allerdings schon in das Jahr 2019 zurück. Laut der Klage erfuhr die Band erstmal im Oktober 2019 von der Verwendung ihres Namens. Im Februar 2020 schickte sie eine Unterlassungserklärung, auf die das Unternehmen nicht reagierte. Auch auf ein Folgeschrieben gab es keine Antwort.

Das Geschäft, das sich selbst als “Amerikas größtes Online-Einkaufszentrum für Schusswaffen und Zubehör” bezeichnet, verkauft eine Vielzahl von Handfeuerwaffen, Gewehren, halbautomatischen Waffen und Magazinen sowie vier verschiedene Rosensträuße. Die Webseite des Waffenladens ist aktuell nicht erreichbar.

Der Name Guns N’ Roses ist durch eine Kombination der ehemaligen Bandnamen von Mitbegründern Tracii Guns und Axl Rose zurückzuführen. Guns (Leadgitarre) spielte in der Band ‘LA Guns’, Rose (Gesang) in der Band ‘Hollywood Rose’.

Hamburger Bars ‘Yoko Mono’ und ‘John Lemon’ mit ähnlicher Geschichte

Wir springen noch einmal zwei Jahre ins Jahr 2017 zurück. Damals hat sich die Künstlerin und Witwe von John Lennon, Joko Ono, gegen zwei Hamburger Kneipen durchgesetzt. Zuerst hat das Hamburger Zivilgericht die Verwendung des Namens ‘Yoko Mono’ einer Bar im beliebten Karolinenviertel untersagt. Als Grund wurde “Verwechslungsgefahr” genannt, da Menschen eine Assoziation zu der mittlerweile 89-jährigen Japanerin sehen könnten. Die Bar wurde schließlich in ‘Mono’ umbenannt und der Besitzer musste 6.000 Euro Strafe zahlen. Kurze Zeit später wurde sie allerdings aufgrund von Problemen mit dem Vermieter geschlossen.

Im selben Jahr ging es dann gegen eine zweite Szene-Bar: ‘John Lemon’ in Eimsbüttel. Die beliebte Bar mit Kegelbahn wurde abgemahnt. Um sich mögliche Kosten durch einen Rechtsstreit zu ersparen, wurde die Bar letztlich in ‘Das Lemon’ umbenannt. Auch wenn der Name geändert werden musste, die PR gabs umsonst.

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von Mathias Walter

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