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Test
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24.10.2019

Korg B2 Test

Digitalpiano

Nachwuchs in der Einsteigerklasse

Mit dem Modell B2 stellt Korg einen würdigen Nachfolger des bewährten B1 Digitalpianos vor. Dabei hat das recht schlanke und leichte Piano einige Neuerungen erfahren, die vor allem das klangliche Angebot betreffen: Neben neuen Multisamples und einem leistungsstärkeren Lautsprechersystem, gehört auch ein umfangreiches Software Bundle zum Korg B2. Durch das niedrige Gewicht bleibt das Piano angenehm transportabel und kann mit dem optional erhältlichen Unterbau inkl. Dreifachpedal in ein schickes Heimpiano verwandelt werden. Daneben gibt es mit dem Korg B2N auch noch eine Variante mit leichtgewichteter Tastatur und einem etwas abgespecktem Soundsystem.

Egal, ob für Anfänger, die sich dem Klavierspielen nähern möchten, oder für den Einsatz in der Musikschule ist das Korg B2 bestens ausgestattet. Auch auf der Bühne kann man das handliche Piano-Oberteil verwenden, wenn man es auf einem Keyboardständer positioniert. Wir haben uns das Korg B2 einmal genauer angesehen.

Details

Erster Eindruck

Auf den ersten Blick wirkt das Korg B2 fast wie das Vorgängermodell Korg B1, was keinesfalls abwertend gemeint ist. Denn mit seinem schlanken aber schicken Kunststoffgehäuse macht es nach dem Auspacken sofort eine gute Figur: „never change a winning team“ könnte man meinen. Dabei ist das Auspacken schnell erledigt: Das Korg B2 wiegt gerade einmal 11 kg und lässt sich mühelos transportieren. Im Lieferumfang ist neben dem Piano auch ein externes Netzteil, ein einfaches Haltepedal sowie eine aufsteckbare Notenablage und die obligatorische Bedienungsanleitung enthalten. Für das Haltepedal verwendet Korg übrigens eine eigene Schnittstelle zum Aufstecken, die ebenso für das optional erhältliche Dreifachpedal verwendet wird und sich auf der Unterseite des Gehäuses befindet.

Tastatur und Lautsprechersystem

Herzstück des Digitalpianos ist - genau wie beim Vorgänger - die NH-Tastatur, welche dem Spielgefühl einer echten Tastatur sehr nahekommen soll. Die Tastatur verzichtet zwar auf einen Druckpunkt, ist aber sehr angenehm zu spielen und hat eine mittlere Gewichtung, was Einsteigern den Zugang in die Welt der gewichteten Tasten zudem erleichtert. Direkt oberhalb der Tastatur befinden sich vier Drucktaster und ein kleiner Volume-Regler, mit denen das Piano bedient wird. Insgesamt ist die Bedienoberfläche des Korg B2 also sehr überschaubar! Darüber sitzt eine große, mit Stoff bespannte Abdeckung, unter der das neue Soundsystem des Korg B2 sitzt. Mit satten 2 x 15 Watt ist das Piano leistungsstärker als das Vorgängermodell und hat ordentlich Power für ein Piano aus dem Einsteigerbereich. Was man nicht sehen kann, aber dafür deutlich hört, ist die Tatsache, dass die Lautsprecher nach oben abstrahlen und dem Spieler einen sehr runden, vollen Klang bieten.  

Anschlüsse

Auf der Unterseite des Piano-Gehäuses ist die Buchse für das Haltepedal zu finden. Alle weiteren Anschlüsse findet man dann auf der Rückseite, und hier wurden direkt neben der Buchse für das Netzteil auch eine USB-Buchse sowie ein Kopfhörer-Ausgang (Phones)und ein Audio-Eingang (Audio-In) im Miniklinkenformat verbaut. Die Phones-Buchse dient natürlich auch als Audio-Ausgang (Audio-Out), und schaltet bei Gebrauch die Lautsprecher stumm. Der Audio-Eingang ist eine echte Neuerung und ermöglicht das Einspeisen eines externen Audiosignals - etwa über ein Smartphone. Ganz besonders interessant ist die USB-Schnittstelle, denn mit dem Korg B2 wird über USB nun sowohl Audio als auch MIDI übertragen: Für den Betrieb mit einer DAW ist das wirklich praktisch! 

Neuerungen

Weiter geht es mit den Neuerungen, die sich vor allem unter der Haube des Korg B2 verstecken. Was genau hat sich hier geändert, und was ist neu im Korg B2? Diese Frage lässt sich einfach beantworten. Zunächst, und so habe ich es persönlich im Gespräch mit Korg erfahren, besitzt das Digitalpiano mit zwölf Klängen eine größere Anzahl an Sounds (beim Korg B1 waren es acht) Im Korg B2 kommen neue Multisamples zum Einsatz, zu denen u. a. auch ein monaural gesampelter Flügel gehört, der sich besonders gut für langes Üben empfiehlt und auch für das Spielen mit einem Kopfhörer optimiert wurde. Monaural bedeutet übrigens nicht, dass der Klaviersound immer aus der Mitte kommt, denn die einzelnen Samples wurden so gesehen phasenoptimiert aufgenommen, und anschließend wieder über das Stereo-Panorama verteilt. Zu den neuen Klängen gehören jetzt auch vier weitere Pianosounds sowie E-Pianos und ein neuer Streichersound, den es z. B. im B1 nicht gab.

Kostenlose Software

Das mit dem Korg B2 gelieferte Software-Bundle, erweitert das Digitalpiano um drei Apps, die kostenlos zur Verfügung stehen: Korg Gadget 2 Le, Korg Module sowie die Lern-Software Skoove, die wir bereits in unserem Testbericht untersucht haben: Skoove ist eine Lernsoftware, die man 3 Monate lang kostenlos benutzen kann um komfortabel virtuellen Klavierunterricht zu erhalten. Wer ein iPad besitzt, der kann die zahlreichen Übungen und Klavierstücke sofort über das Display erlernen. Besonders interessant sind die beiden Korg Apps, welche das Korg B2 dann um eine Arrangerfunktion sowie ein externes Soundmodul erweitern. Um in den Genuss der Apps zu kommen sollte man allerdings über ein iOS-Gerät und auch einen entsprechenden Adapter zum Verbinden eines iPads oder iPhones mit der USB-Schnittstelle besitzen.

Korg B2N

Im Übrigen ist das Korg B2 in der leicht abgespeckten Variante ‚B2N‘ erhältlich. In dieser Ausführung verfügt das Piano über 88 leichtgewichtete Tasten und ein etwas leistungsschwächeres Lautsprechersystem mit 2 x 9 Watt. Das Korg B2N ist damit deutlich leichter und auch günstiger als das Korg B2.  

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