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05.10.2021

Zoom B6: Der einzig amtliche Multi-Effects Bass Processor?

Zehn Monate nach der Einführung des G6 für Gitarre ist nun die entsprechende Version für Tieftöner erhältlich. Das Zoom B6 präsentiert sich im gleichen Stealth-Look. Besondere Merkmale sind dabei das DI-Box-Modeling, eine Sampling-Frequenz von 88,2 kHz sowie zwei Eingänge mit variabler Impedanz.

Zoom B6

Ob das ein Zeichen ist? Erst gestern habe ich mein gutes altes B3 von Zoom an einen befreundeten Keyboarder verschenkt, der neuerdings große Freude am Bassspiel entdeckt hat. (Richtig so! Schließlich kann das Erlernen eines weiteren Instruments einen enormen Kreativitäts-Boost bringen oder Blockaden überwinden.)

Nun steht also ein weiterer Multi-Effects Bass-Processor der B-Serie in den Startlöchern. Das B6 ist ein integriertes Pedalboard mit 9 Fußschaltern und besitzt einen 4,3- Zoll-Farb-Touchscreen mit einfach zu bedienender, App-basierter Technologie, mit der ihr euch per Drag & Drop und Swipe zu neuen Sounds vorarbeiten könnt. Effektketten mit bis zu 6 Effekten + Verstärker-Emulation sind möglich. Natürlich auch mit eigenen Impulsantworten, falls euch die 12 klassischen Basslautsprecherboxen nicht reichen.

Amp vs. DI

Natürlich verfügt das B6 über allerhand gängige Effekte, Amps, Looper, verschiedene Play-Modi, etc. Konzentrieren wir uns also auf die spannenderen Neuerungen. Denn der Hersteller hat einige interessante neue Amp-Modelle in Nullen und Einsen verwandelt, darunter einen Sunn (Sun CB) und den bei Kontrabassisten beliebten Polytone Combo (Monotone, Ray Brown lässt grüßen).

Richtig spannend finde ich aber den Fokus auf DI-Boxen. Ganze vier legendäre DI-Boxen wurden emuliert, um euch ein breites Spektrum an klanglichen Optionen zur Verfügung zu stellen. Die Blöcke tragen die Bezeichnungen Tube 1 Charakter („Vakuumröhren-DI mit kräftigen Obertönen und mächtigem Bass“), Tube 2 Charakter (das Gleiche „mit sauberem Attack und straffem Bass“), Solid State 1 (sorgt bei E-Bässen für eine moderate Kompression sowie ein höhenreiches Klangbild) und Solid State 2 Charakter (Transistor-DI mit sauberem Klang und dezenter Verzerrung). Sehr gut!

Preamps

Damit nicht genug. Auch legendäre Vorverstärker, die sich hervorragend für Bass-Sounds eigenen, wurden nachgebildet. Dazu gehören Clear Drive, Super Low Preamp mit Bass-Enhancer, Djent Preamp (kombiniert ein unverzerrtes Low-End mit einem stark verzerrten High-End) und der gute alte 1073 Preamp.

Variable Impedanz

Die 2 Eingänge mit variabler Impedanz lassen den gleichzeitigen Anschluss von elektrischen und akustischen Bässen zu, da diese über den integrierten A/B-Umschalter für den schnellen Instrumentenwechsel nahtlos umschaltbar sind. In Zusammenarbeit mit namenhaften Bassisten wurde der neue DI-Ausgang entwickelt, der eine Auswahl zwischen je zwei der beliebtesten Röhren- und Transistor-DI-Boxen bietet.

Neue Octaver- und Synth-Sound-Algorithmen runden die spannende Präsentation ab. Mein Interesse ist auf jeden Fall geweckt. Vielleicht ein guter Kandidat für unsere Angecheckt-Reihe? Die internen 68 Rhythmus-Patterns, der neue Looper mit bis zu 2 Stunden Aufnahmezeit und das integrierte USB-Audiointerface machen das B6 zum idealen Partner beim Üben oder Aufnehmen. Das B6 wird noch im 4. Quartal 2021 ausgeliefert.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 534,31 Euro. Ich bin sehr auf den Straßenpreis gespannt.

Weitere Informationen

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