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Gibson Memory Cable Test

Gibson macht jetzt also auch Instrumentenkabel, mag sich sicherlich der ein oder andere denken. Spätestens beim Preis dürfte dann aber schnell nach Luft gerungen werden, denn ein Straßenpreis von circa 100€ Euro spricht doch eine sehr deutliche Sprache.

Gibson_MemoryCable_00_Aufmacher


Beim genaueren Hinsehen aber zeigt sich, dass hier nicht nur ein Signal übertragen, sondern auch aufgenommen werden kann! Daher also auch der „Memory“-Name, zu Deutsch: Erinnerung. Was das nun bringen soll und ob es auch funktioniert, werde ich in diesem Test herausfinden.

Details

Optik/ Verarbeitung/ Bedienung

Geliefert wird das 4,8m lange schwarze Kabel in einer Pappschachtel und macht einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Zum Lieferumfang gehört eine 4GB Micro SD-Karte, ein Adapter auf eine Standard SD-Karte, eine AA-Batterie und auch eine LR44 Knopfzelle.
Das Gebinde ist ultrasolide verarbeitet, was aber leider zur Folge hat, dass es sich doch recht schwer verbiegen lässt. Das ist für mich leider der erste Minuspunkt, denn wir haben es hier ja nicht mit einem Stromkabel aus der Gartenabteilung zu tun.

Fotostrecke: 5 Bilder So steht der Karton im Handel, …
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Zwei vergoldete Klinkenstecker, die mit dem Kabel verschweißt wurden, sorgen für die Verbindung von Instrument und Amp oder Effektpedal, etc. Da sich Gibson bekanntlich Tascam einverleibt hat, kam offensichtlich jemand auf die Idee auf, einen Recorder in das Kabel zu integrieren. Zu diesem Zweck besitzt das Memory Cable ein Bedienfeld an dem Ende, welches mit dem Instrument verbunden wird. Damit das auch funktioniert, werden eine AA-Batterie und eine LR44 Zelle benötigt, letztere versorgt die innere Uhr für circa ein Jahr mit Strom.
Ein Schieberegler mit der Aufschrift Auto und Cont (Continous) aktiviert den jeweiligen Aufnahmemodus. Im Continous-Mode wird die ganze Zeit aufgenommen, dazu muss lediglich das Aufnahmegerät aktiviert werden. Das geschieht mit Hilfe eine Tasters, der folgende Funktionen hat: On/ Off, REC, Stop und TAG.
Zum Anschalten wird dieser einige Sekunden gehalten, und eine blaue Lampe beginnt zu leuchten. Sobald die Aufnahme losgehen soll, muss wieder gedrückt werden, diesmal jedoch nur kurz. Jetzt läuft die Aufnahme bis zu 13 Stunden lang, es sei denn, es wird wieder gedrückt und die Aufnahme somit gestoppt. Um auch optisch eine Kontrolle darüber zu haben, leuchtet neben der blauen jetzt auch eine rote Lampe. Damit bei längeren Aufnahmen die Übersicht nicht verloren geht, hat Gibson dem Kabel eine TAG-Funktion verpasst. Hier kann jetzt jederzeit eine digitale Markierung hinzugefügt werden, wofür auch die interne Uhr gedacht ist, denn das Audiofile bekommt jetzt eine Art Zeit-Signatur. 

Ein kleiner Zettel hilft, die Blink-Codes zu entschlüsseln.
Ein kleiner Zettel hilft, die Blink-Codes zu entschlüsseln.

Der Auto-Mode hingegen reagiert auf das Eingangssignal. Einmal aktiviert, blinkt das rote Lämpchen und sobald ein Signal anliegt, beginnt der Recorder von selbst aufzunehmen. Kommt kein Signal mehr, wird die Aufnahme automatisch gestoppt. Gespeichert wird dabei auf einer 4GB Micro SD-Karte, auf der insgesamt Aufnahmen von bis zu 13 Stunden Platz haben.
Aufgenommen wird übrigens mit 44,1 kHz bei leider nur 16 Bit im WAV-Format, was sich  von PCs und MACs problemlos abspielen lässt. Dazu muss man allerdings die recht kleine Mini-SD auch herausnehmen und in den beiliegenden Standard SD-Kartenadapter einfügen, um diese dann mit dem Rechner oder Player verbinden zu können. Eine weitere USB-Buchse, um das Kabel direkt mit einem Rechner verbinden zu können, wäre allerdings durchaus wünschenswert gewesen, zumal diese auch einen Akku hätte laden können, anstatt auf Batterien angewiesen zu sein. 

Fotostrecke: 2 Bilder Hier wird zwischen den beiden Modi umgeschaltet …
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Profilbild von Robert G

Robert G sagt:

#1 - 08.10.2014 um 16:39 Uhr

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Also ich weiß nicht wen Gibson da als Käufer im Auge hat. Die Idee ist ungefähr 3 Sekunden gut und dann einfach nutzlos.Um eine Idee festzuhalten kann man auch einfach das Handy mit Diktiergeräteapp in den Raum legen. Und da hört man dann auch den Rest der Band inklusive Gitarrenampsound.Re-Amping betreibt man ja nur in Recording-Situationen. Was nützt mir dann mein Gitarrensignal ohne zeitlichen Bezug zum Rest der Band? Dann doch lieber ein Apogee Jam o.ä.Und wie Herr el Hallak auch schon feststellte nützt das Ding auch nicht mal viel um seinen Sound einzustellen da es keine Loopfunktion gibt. (Wer so viele Tretminen hat das er zum einstellen die Gitarre weglegen muss, der hat bestimmt auch ein Delaypedal mit Loopfunktion ;)Vor allem zu dem Preis kann ich mir nicht vorstellen wer sich sowas kauft.

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ralfi sagt:

#2 - 10.10.2014 um 00:37 Uhr

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Wie oft hat man schon gedacht, das was ich vorhin gespielt habe, war doch ganz interessant. Damit kann man im Prinzip die ganze Zeit aufnehmen. Keine schlechte Idee. Nur als Kabel finde ich es nicht so gut, warum kein Fusstreter?

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