Bass Hersteller_Sire
Test
7
07.04.2021

Praxis

Ein Leichtgewicht ist der Sire V3 Fünfsaiter zwar nicht gerade, aber mit 4,3 Kilogramm fällt er auch noch nicht immens aus dem Rahmen. Mahagoni ist nun mal ein recht dichtes Hartholz, und dieses hat nun einmal ein stattliches Gewicht. Wie nahezu jeder J-Bass neigt auch der V3 zu leichter Kopflastigkeit, was in der Konstruktion selbst begründet liegt und nicht speziell an unserem Testkandidaten. Am Bassgurt hängend fällt dies kaum mehr auf!

Das Halsprofil des 5-Saiters würde ich als C einordnen, und zusammen mit dem matten Finish der Halsrückseite und den abgerundeten Bundenden ergibt sich ein komfortables Spielgefühl aufgrund der angenehmen Saitenlage, die zudem auch noch frei von Saitenscheppern etc. ist.

Ein extra großes Lob verdient Sire meiner Meinung nach für die in dieser Preisklasse unüblich hochwertigen werksseitig aufgezogenen Besaitung - der erste Eindruck ist bekanntlich bei Instrumenten zumeist entscheidend, und die Saiten sind nun mal die direkte Verbindung des Spielers zum E-Bass.

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"Ganz schön laut!" ist mein erster Gedanke, als ich den V3 zum ersten Mal akustisch anspiele. Der Mahagonikorpus sorgt für präsente Mitten, und wie bei vielen Fünfsaitern klingt er über das gesamte Griffbrett recht ausgewogen. Dafür ist er vielleicht nicht ganz so agil und spritzig wie ein Viersaiter, aber das sind eher geschmackliche denn qualitative Aspekte.

Wie zu erwarten erreicht der V3 keine absoluten Spitzenwerte in Sachen Transparenz, Auflösung und Sustain im Vergleich zu höherwertigen Jazz-Bässen - aber dafür ganz bestimmt Spitzenwerte in seiner Preisklasse!

Die folgenden Soundbeispiele zeigen verschiedene Sounds des Sire Marcus Miller V3 5-Saiters:

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