Workshop_Folge
Workshop
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30.03.2009

Play-Alike Steve Vai - Gitarren Workshop

Steve Vais beste Riffs und Licks in Noten und Tabs

Tutorial - Spielen wie die Stars

Steve Vai gehört seit über zwei Jahrzehnten zur ersten Liga der Saitenvirtuosen.  Ich hatte im Rahmen der Promotour zu Steves Album »The Ultrazone« die Gelegenheit zu einem ausführlichem Gespräch. Einige der angesprochenen Themen haben wir euch in diesem Play-Alike Workshop zusammengefasst.

Viele der Grooves des Ultazone-Albums hat Steve unter Zuhilfenahme von Drum Loops erstellt. Auf die Frage wie er sein Songwriting auf diese neue Arbeitweise abgestimmt hat, gab er die folgende Antwort:

!SV: Viele Songs auf The Ultrazone basieren auf dem Just Do It Prinzip. Ich habe zuerst die Drums fertiggestellt, um danach stundenlang mit dem Beat zu jammen. Der erste Schritt hin zum Song ist dann getan, wenn man ein Basis-Riff gefunden hat, das sich total in die Rhythmik der Drums fügt. Jetzt kann man sich einen Schritt weiter vorwagen und versuchen Linien zu bilden, die den Basis-Rhythmus logisch weiterführen.

Na, dann. Hören wir auf das Wort des Maestros und testen das eben Beschriebene doch einfach einmal an. Für unsere Experiment eignet sich die A Blues Scale am Besten. Sie macht auch in Verbindung mit Open-Strings eine tadellose Figur, wie das nächste Beispiel eindrucksvoll beweisen kann. Hör doch mal rein!

Steve ist nicht nur ein überaus begabter Song-Writer sondern auch ein Saitenakrobat par exellence. Grund genug ihn während unseres Gesprächs um einige Technik-Übungen aus seiner berufenen Feder zu bitten.

!SV: Wie wäre es mit ein paar netten Warm-Up/Koordinations-Trainingseinheiten?! Die erste Figur ist ebenso effektiv wie berühmt. Hier spiele ich linear und auf jeder Saite identisch vier Töne chromatisch nach oben, wechsle dann in die nächsthöhere Lage und spiele dasselbe Pattern wieder herab.

Figur 2 greift genau dieses Thema auf und variiert es in der Form, dass jeder der vier Finger/Notes einmal der Startton der Linie wird (1–2–3–4/2–3–4–1/3–4–1–2/4–1–2–3–etc.).

In Figur 3 breche ich schließlich mit dem linearen Spiel und wir trainieren das Saitenwechseln so, wie es uns im Arpeggiospiel immer wieder begegnet. Pickingtechnisch habe ich euch zwei Variationen dazunotiert. Eine für Wechselschlagpuristen und eine zweite mit typischem Economic-Picking. Lass dir auch hierbei sehr viel Zeit und steigere das Tempo sehr langsam. Wenn man einmal richtig schnell und trotzdem sauber spielen möchte, ist das der Tipp überhaupt. Sobald man während des Spiels auch nur den kleinsten Fehler macht, sollte man die Übung von neuem beginnen, nur eben noch LAAANGSAAAAMER! Dann kann wirklich nichts mehr schiefgehen.

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