Test
5
02.02.2012

Ortofon Concorde Pro-S Test

Komplett-Tonabnehmer mit sphärischer Diamantnadel

Ein Klassiker auf dem Prüfstand

Der Pro S war der erste Tonabnehmer der Concorde-Serie und wurde vom dänischen Unternehmen Ortofon bereits vor vielen Jahren auf den Markt gebracht. DJs weltweit schätzen seinen guten Klang, die Springfestigkeit bei Scratch-Manövern und nicht zuletzt den moderaten empfohlenen Preis von derzeit 87 Euro. Doch mittlerweile hat unser Testkandidat viele Konkurrenten bekommen, die ihm seinen Platz streitig machen möchten. Teilweise kommen diese sogar aus gleichem Hause.

Ebenfalls mit der bewährten, stromlinienförmigen Concorde-Bauform und einer sphärischen Diamantnadel ausgestattet, präsentiert sich der Ortofon Q:Bert für unverbindliche 123 Euro der potentiellen Kundschaft. Für vergleichbares Geld sind außerdem die beiden Prüflinge Numark CS-1 für 96 Euro und Shures Whitelabel für 141 Euro im Einzelhandel erhältlich. Bei allen handelt es sich um Komplett-Systeme mit SME-Bajonettanschluss.  

Wir haben den von Ortofon als „zuverlässigen Perfomer und feinen Allrounder“ beworbenen Tonabnehmer in den DJ-Ring geschickt, um zu schauen, ob er den Titel in seiner Klasse nach wie vor verteidigen kann.

DETAILS

Zum Käufer kommt der Concorde Pro-S in einer kompakten, rechteckigen Pappschachtel. Darin befinden sich der Tonabnehmer, eingebettet in eine speziell geformte Wanne aus Kunststoff sowie zwei Faltblätter. Diese enthalten Informationen zur Montage sowie die technischen Daten des Systems. Eine Nadelschutzkappe aus transparentem Plastik ist ebenfalls vorhanden. Die Montageanleitung ist zwar in deutscher Sprache verfasst, doch leider fehlen ihr wichtige Details zur korrekten Justage des Tonarms. Sicher nicht für die Ewigkeit, aber zumindest für eine Weile lässt sich die Verpackung für den „safen“ Transport verwenden.   

Die Verarbeitung ist, wie man es von Ortofon erwartet, grundsolide und einwandfrei. Allerdings hat auch der Pro-S die bereits bekannten Schwächen der Concorde-Serie. So passiert es bei unachtsamem Handling häufiger, dass der relativ dünne Griff einfach abbricht. Außerdem ist dieser glatt und wenig griffig und kann beim Auf- und Absetzen der Nadel leicht aus den Fingern gleiten. Sehr erfreulich bei der Concorde-Serie hingegen ist die Tatsache, dass diese mit einem Überhang von exakt 52 mm perfekt auf die Laufwerke der Marke Technics (1200/ 1210 MKII/5) abgestimmt sind.   

Während die SME-Kontakte vor Jahren noch eine störungsanfällige, glatte Oberfläche hatten, ist diese nun abgerundet und verfügt über einen großen Radius. Außerdem sind sie vergoldet und versprechen damit einen möglichst störungsfreien Einsatz. Weniger Stress = mehr Spaß! 

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare