Test
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01.03.2019

Praxis

Akku

Knapp 10 Stunden muss der interne Akku am Strom hängen, bis er vollständig aufgeladen ist. Dann hat er bei bereits überdurchschnittlich lauter Musik genug Saft  für etwas über 10 Stunden Betrieb, inklusive Licht. Die Batterie kann sogar ausgewechselt werden, Numark möchte hier eine Anleitung nachreichen.

Registrierung, Software-Download, Installation

Bevor die passende Software (Serato DJ Lite oder Virtual DJ LE) heruntergeladen werden darf, ist eine Registrierung der Hardware auf der Numark-Website notwendig. Das fand ich insgesamt ein bisschen nervtötend, besonders weil die beiliegende Seriennummer partout nicht mit dem ausgewählten Produkt zusammenpassen wollte. Erst als ich alternativ „Party Mix (Serato)“ selektiert hatte, klappte es.

Danach war dann eine weitere Anmeldung auf der Serato-Website erforderlich – insofern man da noch kein Kunde ist. Der Download selbst ist bei Serato DJ Lite 1.1 knapp 79 MB groß, die Installation geht problemlos. Windows muss mindestens die Version 7 mit Servicepack 1 sein, auf Macs muss Sierra (macOS 10.12) oder höher laufen. Betriebssysteme mit 32 Bit werden nicht mehr unterstützt.

Virtual DJ hat einen Umfang von 48 MB, braucht mindestens Windows 7 oder macOS 10.7, der Hersteller empfiehlt Windows 10 und macOS 10.13. Alternativ kann auf dem iPhone, iPad oder iPod Touch die DJ Player Pro App benutzt werden. Die ist nicht im Lieferumfang enthalten und muss optional erworben werden. Der Download selbst ist kostenlos, alle Funktionen sind nach Abschluss eines Abos zugänglich. Das geht bei 9,99 US-Dollar für fünf Monate los.

Interaktion

Wenn die Software installiert und der Party Mix Pro über USB mit dem Computer verbunden ist, kann die Mix-Session direkt losgehen. Die Apps reagieren direkt auf die Bedienung am Controller, das ist Plug & Play im wahrsten Sinne des Wortes. Schon nach kurzer Zeit stellt sich ein gewisser Spaßfaktor ein.

Die einzelnen Buttons, Potis und Regler sind immer noch ausreichend groß und weit genug auseinander, um sich nicht störend auf das Handspiel auszuwirken. Lediglich das Jogwheel habe ich als zu klein empfunden. Mit diesem Kompromiss muss man aber leben, ansonsten müsste hier alles ganz anders dimensioniert sein. Vielleicht ist meine leichte Unzufriedenheit aber auch darin begründet, dass sich das Verhalten des „Plattentellers“ nicht verstellen lässt und insgesamt sehr leichtgängig ist. Wer auf wirbelnde Backspins steht, dürfte jedenfalls seine Freude haben, so leicht lässt sich das „Rad“ hier drehen. Scratching funktioniert damit ganz ordentlich, vielleicht werden ja sogar ein paar ganz verrückte Turntablists die Kiste für sich entdecken – wer weiß!

Mixing ist mit ein bisschen Übung definitiv machbar, wenn alle Stricke reißen, muss eben der Sync zu Hilfe genommen werden. Fader- und Drehknopf-Bewegungen setzt die Hardware in Verbund mit der DJ-Software zügig um, von störenden Latenzen kann ich nicht berichten. Genauso schnell reagieren im Übrigen auch die Buttons. 

Bluetooth und Aux-Eingang

Nicht immer hat man die Muße, einen Laptop mitzunehmen. Manchmal tun es eben auch ein paar Songs auf dem Smartphone oder MP3-Player. Die können auf zwei Wegen in den Speaker kommen. Eine Möglichkeit ist über den Aux-Eingang. Dafür wird ein zusätzliches Stereo-Klinkenkabel mit Miniklinkensteckern benötigt. Kabellos über Bluetooth geht aber auch, das dafür notwendige Koppeln der Geräte funktioniert reibungslos.

Der Numark Party Mix Pro wird korrekt mit Namen in der Liste auf dem Smart Device angezeigt, genau so stelle ich mir das vor. Die Verbindung bleibt über mehrere Meter sicher bestehen – super! Eine Klangregelung über die Mixer-Sektion ist nicht möglich – diese ist wirklich nur der Software vorbehalten. Der einzige Regler, der hier zum Zuge kommt, ist der graue Drehknopf für die Gesamtlautstärke. Schade, dass der auf der Oberseite positionierte USB-Eingang nicht zum Abspielen eines USB-Sticks funktioniert. Der einzige Zweck ist tatsächlich das Aufladen von Smartphone, Tablet und Konsorten.

Klangliche Qualität

Damit Musik im Verbund mit dem Rechner oder iPad erklingt, muss hier ein Audiointerface drinstecken. Wenn ich am Laptop das Audio-MIDI-Setup starte, wird das auch prompt angezeigt: vier Ausgänge mit 44 kHz und 16 Bit Auflösung – soweit die Daten. Der 3-Zoll-Tweeter macht in Kooperation mit dem 8-Zoll-Woofer gehörig Lärm und auch ganz schön viel Bass. Der kommt mir sogar schon fast ein Spur zu dick rüber. Wer gerne urbane, clubbige Musik hört, kommt mit Sicherheit auf seine Kosten.

Auch voll aufgedreht habe ich keine unangenehmen Verzerrungen wahrgenommen. Im Vergleich mit anderen portablen Lautsprechern, die ich schon mal gehört habe, ist der Sound hier nicht ganz so definiert. Wer beim geselligen Abend im Garten mal ein bisschen laute Musik hören will, hat mit dem Party Mix Pro insgesamt keinen Grund, sich zu beschweren.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, ein Mikrofon einzustöpseln. Dafür ist leider keine zusätzliche Klangregelung wie ein EQ vorhanden, genau wie das Bluetooth- und Aux-Signal wird das Mikro nicht von dem integrierten Mixer beeinflusst. Der einzige Regler, der zum Zuge kommt, ist der graue Drehregler für die Lautstärke. Die lässt sich immerhin weit genug aufdrehen. Der Eingang liefert ein gutes Signal, die Sprachverständlichkeit war beim Test absolut in Ordnung. Ich habe eine kleine Hörprobe für euch aufgenommen.

Licht-Show

Die im Gerät installierte „Lichtorgel“ besitzt verschiedene Programme, die mit Hilfe des „Party Lights“-Buttons gewechselt werden. Einige Lichtspiele sind da vorgesehen, die meisten davon reagieren auf die Musik.

Diese Licht-Effekte reagieren auf Musik:

  • EQ-Anzeige
  • sich bewegende Blockleiste
  • pulsierender Block
  • horizontale, pulsierende Leiste
  • diagonal mit Farbwechsel
  • Kreuz mit Farbwechsel
  • durchgehende Farbe 
  • pulsierender und drehender Block
  • vertikale, pulsierende Leiste

Diese Licht-Effekte reagieren nicht auf Musik:

  • vertikales Wischen
  • diagonales Wischen
  • vertikales Scrolling
  • Schneeflocke/Quadrat
  • Schneeflocke/Quadrat, ausgefüllt
  • drehende Kreuze und sich ausdehnendes Quadrat
  • diagonale Bewegung

Wer es komplett ohne Bling-Bling mag, darf das Licht komplett abschalten. Numark hat wirklich an jeden Geschmack gedacht. Wie ist die Lichtshow? Ich muss gestehen, dass ich das durchaus ganz witzig finde. Mir gefällt die Block-Matrix besser als die drei “Kristallkugeln“, gerade im Verbund mit der Musik wirkt das Ganze recht unterhaltsam.

In einem kurzen Video möchte ich mal einen Eindruck vermitteln.

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