Test
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01.09.2020

Mapex Black Panther 2020 Shadow, Venom, Nucleus & Razor Snare Test

Holzsnares im Vergleich

Die Vier mit SONIClear

Die Black Panther Snares sind seit Jahren fester Bestandteil im Sortiment von Mapex. Durch ihre gute Verarbeitung und faire Preisgestaltung hat sich die Snarereihe schon längst einen Namen gemacht. Anfang 2020 stellte Mapex zahlreiche neue Black Panther Modelle vor. Im heutigenTest widmen wir uns vier der insgesamt acht neuen Holzsnares: „Shadow“, „Venom“, „Nucleus“ und „Razor“.

Details

Individuelle Zutaten

Die vier Testmodelle unterscheiden sich nicht nur durch verschiedene Finishes, sondern vor allem durch ihre individuellen Konstruktionen voneinander. Das „Shadow“-Modell ist mit den Maßen 14“ x 6,5“ die tiefste Trommel unter den vier Testkandidaten. Zudem ist sie die einzige mit einem lackierten Holzfinish, das schon auf den ersten Blick zumindest auf eine Zutat ihres Walnuss- / Birkenkessels hindeutet. Das „Razor“-Modell ist mit seinem wesentlich flacheren 14“ x 5“ Ahornkessel mit einer Wandstärke von sechs Millimetern in diesem Test der schmalste Vertreter. Auf ein halbes Inch und zwei Kessellagen mehr kommt der 14“ x 5,5“ Ahornkessel der schneeweiß folierten „Venom“ Snare. Auch das vierte Modell im Bunde, die pechschwarze „Nucleus“ Snare, besitzt einen 14“ x 5,5“ Kessel, der es mit acht Lagen Ahorn- und Walnussholz auf 8,1 Millimeter Wandstärke bringt und damit das kräftigste Modell unter den vier Testsnares ist.

Jede Trommel kommt mit vier Luftausgleichslöchern ins Haus, die im gleichen Abstand zueinander am Kessel angebracht sind. Im Vergleich zu nur einem Luftausgleichsloch, wie man es von vielen Snares her kennt, sorgen vier an der Zahl logischerweise für ein schnelleres Entweichen der Luft aus dem Kessel, was zu einem kürzeren Nachklang der Trommel führt. Abgesehen von der 14“ x 5,5“ „Venom“ Snare, die mit Doppelspannböckchen ausgestattet ist, tragen alle Modelle jeweils zehn Einzelspannböckchen auf Schlag- und Resonanzfellseite, die im Falle der Modelle „Nucleus“ und „Razor“ im Offset-Verfahren angebracht sind. Dadurch soll das Abwürgen des Kesseltons bei besonders hoher Fellspannung vermieden werden. Alle Harwareteile sind gummiunterlegt, wie man es bereits von älteren Black Panther Snares gewohnt ist.

Dank solider Grundausstattung kann es sofort losgehen

Die gesamte Flotte kommt jeweils mit einem Remo Ambassador Schlagfell und einem Remo Ambassador Snare Side Resonanzfell ins Haus. Das sorgt in Kombination mit den hochwertigen und wohlgemerkt kerzengrade montierten Edelstahlteppichen mit 20 Spiralen von vornherein für eine professionelle Grundausstattung - man kann also sofort anfangen zu stimmen!

Wie schon im Testbericht zu den Metallsnares der 2020er Black Panther Reihe beschrieben, weisen alle neuen Black Panther Snares ein neuartiges Befestigungsprinzip der Spannböckchen auf, das ein maximales Schwingverhalten des Kessels gewährleisten soll. Für jedes Einzelböckchen wurde der Kessel zweimal gebohrt, wobei nur ein Loch bis ins Kesselinnere durchgeht, durch welches das Böckchen am Kessel verschraubt ist. In der zweiten Bohrung, die nicht vollständig durch die Kesselwand geht, sitzt wiederum ein kleiner Stift, der das Böckchen lediglich in Position hält. Dasselbe Prinzip gilt auch für die Doppelspannböckchen des „Venom“ Modells, mit dem Unterschied, dass diese jeweils mit einem Stift unter und über der Bohrung gehalten werden.

Die SONIClear Gratung sorgt für mehr Fellkontakt

Alle neuen Black Panther Snare Modelle sind mit der verrundeten SONIClear Gratung ausgestattet, durch die eine größere Fellauflagefläche ensteht. Laut Mapex soll dadurch das Stimmen der Trommeln zusätzlich erleichtert werden. Zwei der vier Testkandidaten, die Modelle „Shadow“ und „Nucleus“, sind zudem mit den hauseigenen Sonic Saver Hoops ausgestattet. Anders als die handelsüblichen Triple Flanged Hoops der Modelle „Razor“ und „Venom“, haben wir es bei den Sonic Saver Hoops mit 2,3 Millimeter starken Spannreifen zu tun, die auf der Oberseite leicht nach innen abgerundet sind und somit an die Stick Saver Hoops von alten Slingerland-Trommeln erinnern. 

Beim Testmodell „Razor“ fällt auf, dass der obere Spannreifen nicht perfekt rund ist, was bei gespanntem Fell in Form einer Lücke zwischen Fell und Spannreifen zu sehen ist. Wie bereits im Test der Black Panther Metallsnares beschrieben, kann dies speziell bei Fellen der Marke Aquarian bauartbedingt zu Problemen führen.

Der Snareteppich kann beidseitig fein justiert werden

Alle vier Snaremodelle kommen mit der Cylinder Drive Teppichabhebung ins Haus, die sehr weich läuft und einen langlebigen Eindruck macht. Einmal angezogen, hält sie den Snareteppich sicher in Position. Die Teppichspannung lässt sich sowohl am Strainer selbst, als auch am Butt End einstellen. Dank der feinen Rasterung der Rädchen kann dies besonders genau erfolgen.

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