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15.11.2018

Die besten DJ-Controller bis 500 Euro

USB MIDI Controller für Traktor, Serato, Virtual DJ, Mixvibes, Djay und Co.

Erst checken, dann kaufen ...

In diesem Artikel stellen wir euch einige Top DJ-Controller in der Preisklasse bis 500 Euro vor, auf die sich ein Blick zu werfen lohnt: DJ-Controller sind kompakt, leicht zu verstauen und einfach zu transportieren. Sie sind einfach aufzubauen und in Betrieb zu nehmen und dazu in der Regel optimal auf ihre Betriebsumgebung respektive DJ-Software ausgelegt. Es gibt sie in verschiedenen Preis- und Güteklassen mit mehr oder weniger komplexen Ausstattungsmerkmalen: vom einfachen Zweikanal-Mixer bis hin zur Remix-Zentrale oder All-in-One-Mixstation

Numark Mixtrack Platinum

Numark Mixtrack Platinum kostet 299 € und erlaubt die Steuerung von bis zu vier Decks. Er wartet mit einem ordentlich klingenden USB-Audiointerface und zeitgemäßen Bedienelementen wie Touchstrips, multifunktionalen Button-Sektionen und Jogdials mit integrierten Displays auf, die unter anderem die BPM und Nadelposition anzeigen. „Eine angenehme Hilfe“, findet Tester Marius Pritzl, „denn dies schafft Übersicht und unterstützt auch Anfänger, sich beim Auflegen zurechtzufinden“.

Roland DJ-202

Rolands DJ-202 ermöglicht das Mixen von digitalen Tracks auf bis zu vier Serato Decks und kostet 299 Euro. Der kompakte DJ-Doppeldecker bringt einen Zweikanal-Mixer mit Dreiband-EQ nebst Kombifilter und Navigationselementen mit. Zur kreativen Remix-Performance laden Hotcues, Loops, Slicer und Sampler ein, obendrein lassen sich es diverse TR-808 und TR-909 Samples im Pattern- und Sequencer-Modus aus Rolands beliebten Drum Maschines und arrangieren und spielen. Sounds der TR-606 und TR-707 sollen nachgereicht werden.

Roland DJ-202 (hier im Test) ist mit einem Kopfhörer- und Cinch-Master-Ausgang bestückt. Außerdem hat der Hersteller für den Mikrofonweg Gate, Hi-Pass, Reverb und Echo-FX spendiert. Ein DIN-MIDI-Output für Externa ist ebenso verbaut. Nebenbei bemerkt wiegt das Gerät gerade mal 2 kg und misst transportfreundliche 48 x 30 x 6 cm – ein guter Reisebegleiter für den mobilen DJ, der mehr zum Besten geben möchte, als das bloße Mixen von Musikstücken.

Pioneer DDJ-SB3 und RB

Pioneers DDJ-SB3 für Serato DJ kostet 259 €. Der kompakte DJ-Controller mit dem Pioneer-Look´n´Feel ist mit einem integrierten Audiointerface, einem Zweikanal-Mixer nebst Dreibänder und Filter, zwei Decks sowie Pad- und Effekt-Sektionen für Hotcues, Loops und Sampler ausgestattet. Er funktioniert plug´n´play mit Serato DJ, gibt in Anbetracht des Preises keinen wirklichen Anlass zur Kritik und hat Einsteigern allerhand zu bieten, sogar einen Vierdeck-Modus und ampelfarbcodierte Pegelmeter. Ein einsteigerfreundliches Gesamtkonzept bei guter Audio- und Verarbeitungsqualität.

Der DDJ-RB für 259 € ist ebenfalls als Einsteigermodell zu deklarieren, allerdings für rekordbox dj, das dem Lieferumfang beiliegt. Er verfügt über einen Cinch-Master-Ausgang sowie einen Kopfhöreranschluss und tritt mit zwei Kanälen in den Ring, ausgestattet mit Dreiband-EQs, Filtern und Pegelmetern. Effektsektionen und Performance-Pads für Hotcues, Pad-FX, Slicer und Sampler laden zum Live-Remixing ein.

Numark Mixtrack Platinum (Produktseite auf thomann.de)

Roland DJ-202 (Produktseite auf thomann.de)

Denon MC4000 (Produktseite auf thomann.de)

Native Instruments Traktor Kontrol S2 MKII

...ist in dieser Preisklasse wohl der DJ-Controller schlechthin, wenn man mit Traktor und den Remix-Decks sowie Traktor DJ für iPad/iPhone auflegen will, denn das Gerät ist zu all diesen Versionen kompatibel. Es besitzt ein integriertes Audiointerface und erlaubt den Zugriff auf Traktors Kreativarsenal, also zum Beispiel auf Effekte, Hotcues, Loops und Slicing.

Das kompakte, mit zwei Channels plus Sample-Deck-Kanal ausgestattete, mobile Performance-System richtet sich an Einsteiger und fortgeschrittene Anwender und bietet ein funktionales, intuitives Layout. Es verfügt über Kopfhörer-, Mikrofon-, Master- und Booth-Anschlüsse. Eine Traktor Pro 3 Vollversion gehört dem Lieferumfang an.

Denon MC4000

Denon DJs Dual-Deck DJ-Controller MC4000 tritt mit zahlreichen Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger ins Rampenlicht, darunter eine Split/Cue-Schaltung, zwei hochauflösende 100 Millimeter Pitchfader und ein überarbeitetes Bedienlayout, nicht zuletzt geschuldet der mitgelieferten Software Serato DJ.

Neben den obligatorischen Jogwheels wartet er mit dedizierten Loop- und Effektsektionen, Sample-Pads und Hotcue-Buttons auf. Der 4000er ist aufgeräumter als seine Vorfahren und punktet außerdem mit und einem separat regelbaren, symmetrischen Klinken-Booth-Out. Ferner verfügt über XLR-, Klinke- und Cinch-Ausgänge sowie einen Aux-Input und zwei Mikrofonanschlüsse mit separaten Zweiband-EQs, Ducking und Halleffekt. Das integrierte Audiointerface arbeitet mit 24 Bit und 48 kHz.

Im Test bemängelte Daniel Wagner lediglich, dass die Funktionalität des Pad-Mode-Buttons erst nach kostenpflichtigem Upgrade auf die Vollversion zum Leben erwacht und bescheinigt dem Controller ein robustes, aber relativ leichtes Chassis, hochwertige Bedienelemente, ein gut klingendes Interface und einen effizienten Workflow mit Serato DJ Intro. Ein Gerät mit hohem Spaßfaktor.

Reloop Beatmix 2 MK2 und Beatmix 4 MK2

Reloops Einsteigercontroller Beatmix 2 MK2 kommt mit Serato DJ im Schlepptau und ist primär, aber nicht ausschließlich Bedroomern und Hobby-DJs ans Herz zu legen. Zu den Ausstattungsmerkmalen zählen ein integriertes Audiointerface mit Cinch-Ausgängen für die Anlage sowie je einem Kopfhörer- und Mikrofonanschluss. Zum Auflegen gibt´s einen Zweikanal-Mixer, zwei Decksektionen mit Jogwheels und Transportsteuerung, dazu zwei Performance-Pad-Sektionen für Loops, Hotcues und Samples, letztgenannte kombinierbar im Split-Modus. Marius Pritzl resümiert in seinem Test: "Man bekommt hier erstaunlich viel Controller für sein Geld. Besonders das aufgeräumte Layout und die tollen Jogwheels punkten."

Reloop Beatmix 4 MK2 erweitert das Konzept seines kleinen Bruders auf 4 Kanäle. Bereits der Vorgänger (Hauptunterscheidungsmerkmal: andere Farbgebung) präsentiert sich im Test in Verbindung mit Serato DJ als ein „gut ausgestattetes und dennoch preisgünstiges Hard- und Software-Package, das sich an Einsteiger richtet, die von Anfang an viel Platz zum Arbeiten, Bedienelemente zur Steuerung von vier Decks mit ebenso vielen Kanalzügen und eine Menge kreativer Bordmittel unter den Fingern haben wollen. Wer die auf der Suche nach einem preiswerten Komplettpaket ist, könnte hier fündig werden.

Pioneer DDJ-WeGo4

Pioneers DDJ-WeGo steht nun bereits in der vierten Auflage in nur mit PC- und Mac-Programmen, sondern versteht sich auch mit Apps auf den mobilen Betriebssystemen iOS und Android.WeGo4 läuft beispielsweise mit rekordbox, Virtual DJ, Traktor, Algoriddim Djay oder Pioneers WeDJ App. Der Preis beträgt 299 €.

Was den DDJ-Wego4 vom Wego3 unterscheidet, ist zum einen der Austausch der proprietären Pioneer iOS-Buchse gegen eine Standard USB-Buchse Typ A. Sollte euch also der gemeine iPad-Kabelbruch heimsuchen, müsst ihr kein teures Ersatzteil bestellen sondern könnt eine handelsübliche Strippe ordern. Zum anderen ist es die Software-Dreingabe und Kompatibilität.

Eine Lizenz für rekordbox dj schlägt in Pioneers Webshop normalerweise mit 139,- Euro zu Buche, die liegt hier neben Virtual DJ LE bei. Die Kehrseite der Medaille: Der DJ-Controller läuft anders als das Vorgängermodell nicht mehr mit Serato DJ. Letztlich hat Pioneer nun den Dreiband-EQ zum Zweibänder (Hi/Low) nebst Filter umfunktioniert. In rekordbox dj lässt sich dies on-the-fly ändern. Sowohl WeGo4 als auch WeGo3 funktionieren mit Pioneers App WeDJ, hier getestet.

Reloop Beatpad 2

...ist ein DJ-Controller für iOS, Android, Mac und PC mit integrierter Soundkarte und Tablet-Halterung. Das Gerät bringt eine stattliche Anzahl an MIDI-Controllern, große Jogwheels und mehrfarbige, anschlagdynamische Performance-Pads mit, verzichtet allerdings auf Effekt- und Loop-Drehregler. Sein USB-Audiointerface stellt XLR- und Cinch-Ausgänge, einen Aux-Input für Plattenspieler oder Line-Geräte und zwei Kopfhöreranschlüsse bereit.

Als Betriebssoftware sind Traktor und Virtual DJ sowie Algoriddim Djay/Vjay für iOS, Android und Mac vorgesehen. Wer Wert auf Flexibilität legt, eine solide verarbeitete, auch für die Tablet-Performance taugliche Full-Feature-Konsole mit ausreichend Tasten und Potis zum Schrauben sucht, könnte beim Beatpad also richtig liegen. Unseren Test findet ihr hier.

AKAI AMX

Einer der kompaktesten Mixer/Controller für analoge und digitale Decks ist der AKAI AMX. Das Gerät ist nicht nur ein zweikanaliger MIDI-Controller für Serato DJ, vielmehr kann es über seine rückseitigen Phono-Inputs auch Timecode-Signale an die Software weiterleiten und Echtvinyl abspielen. 

Sein Battlemixer-Layout mit Dreiband-EQs, Fadersektion, Mini-Crossfader, Kurvenanpassung und Reverse-Switch wendet sich an Scratcher und klassische Mix-DJs gleichermaßen, denn es ermöglicht Anwendern, die keine Vinyl- oder DVS-Absichten haben, auch Tasten-Transportkommandos inklusive Autosync sowie die Navigation durch die Library. AKAI AMX ist intuitiv zu bedienen und sowohl für Einsteiger, als auch für fortgeschrittene DJs geeignet. In unserem Test beeindruckte der Mini-Mixer mit einer soliden Performance.

Reloop Beatmix 4 MK2 (Produktseite auf thomann.de)

Reloop Beatpad 2 (Produktseite auf thomann.de)

AKAI AMX (Produktseite auf thomann.de)

Native Instruments Traktor Kontrol S2 MK3 (Produktseite auf thomann.de)

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