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01.03.2021

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Stevie Wonder: „Master Blaster (Jammin)“

Stevie Wonder: „Master Blaster (Jammin)“ - Bass-Noten und Bass-TABs

Die berühmtesten Bass Riffs in Noten und Tabs

1981 veröffentlichte Stevie Wonder sein Album "Hotter Than July", auf dem sich neben dem bekannten "Happy Birthday" auch der Song "Master Blaster (Jammin)" befindet. Dieser wird von einer enorm prägnanten Bassline dominiert, die zusammen mit den Drums das Ganze beinahe alleine trägt und für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt. Stevies Hausbassist Nathan Watts schuf mit seinem Beitrag zu "Master Blaster (Jammin)" einen echte Bassklassiker, bei dessen Entstehung garantiert auch Stevie Wonder himself ein Wörtchen mitzureden hatte.

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"Master Blaster (Jammin)" - Original-Video

Zur Einstimmung gibt es wie immer erst einmal das Original zu hören:

"Master Blaster (Jammin)" - Rhythmik

Schon bei den ersten Schlägen der Drums erkennt man unschwer, dass Stevie Wonder bei "Master Blaster (Jammin)" mit dem Reggae liebaügelt. Der Drumgroove ist ein sogenannter Stepper, bei dem die Bassdrum alle vier Viertel spielt und auf diese Weise für eine felsenfeste Basis sorgt. Nathan spielt fast ausschließlich Achtel, welche aber ternär bzw. mit einem Shufflefeeling interpretiert werden.

Die Töne auf den Pulsschlägen werden staccato interpretiert, was für einen schönen treibenden Effekt sorgt und typisch für diese Art von Reggae-Feeling ist. Interessant und technisch herausfordernd wird es dann im Interlude, denn hier liegt der Startpunkt der einzelnen Phrasen zumeist auf der zweiten Triolenachtel. Wenn man dies langsam übt und das Tempo nach und nach steigert, sollte man es aber bald im Gefühl haben.

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"Master Blaster (Jammin)" - Tonmaterial

Der Song steht in der Tonart C-Moll - die dazugehörige Tonleiter besteht aus den Tönen C, D, Eb, F, G, Ab und Bb. Im Intro setzt Nathan Watts auf simple Oktaven, um eine prägnante Bassline zu erzeugen. Das zeigt deutlich, dass zu diesem Zweck mitunter nur sehr wenige Mittel notwendig sind, wenn die Idee gut genug ist.

Im Vers, der auf der gleichen Akkordfolge wie das Intro beruht, schafft Nathan einen schönen Kontrast mit melodischen Arpeggios. Um für noch mehr Abwechslung zu sorgen, entschied sich Nathan im Chorus dann vorrangig für Quinten - es hat tatsächlich den EIndruck, als wurde hier nichts dem Zufall überlassen!

Nach Chorus 1 und 2 folgt jeweils ein instrumentales Interlude, welches beim ersten Mal kürzer und beim zweiten Mal etwas ausgedehnter ist. Beide beruhen komplett auf Sequenzen der C-Moll-Pentatonik. Gerade im zweiten Durchgang geht es etwas weiter über das Griffbrett, hier gibt es wie immer mehrere Möglichkeiten, die Lagen zu wechseln. Probiert am besten so viel wie möglich aus und findet heraus, was sich für euch am angenehmsten anfühlt. Mein Weg in der Tabulatur muss nicht zwangsläufig auch für euch der beste sein!

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"Master Blaster (Jammin)" - Basssound

Hier gibt es wenig Spektakuläres zu vermelden, denn es sind keinerlei Effekte oder sonstige besondere Merkmale zu hören. Nathan Watts liefert einfach einen absolut soliden Basssound, der sich wunderbar im Mix einbettet.

Mein erster Verdacht wäre ein Precision Bass, aber jeder passive Bass, welcher nicht zu viele Höhen und Attack liefert, funktioniert hier sicher problemlos. Flatwound-Saiten und/oder ein Tool zum Dämpfen der Saiten nahe der Brücke (z. B. ein Stück Küchenschwamm etc.) können sicher auch nicht schaden, sind aber auch kein Muss.

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"Master Blaster (Jammin)" - Noten, TABs, Soundfiles

Nachfolgend findet ihr wie immer die Noten, TABs sowie die Soundfiles zum Mitspielen!

Viel Spaß mit "Master Blaster" und bis zum nächsten Mal,

euer Thomas Meinlschmidt

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