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Alesis QX49 Test

Praxis

Tastatur
Das Wichtigste an einem Controllerkeyboard ist sicherlich die Tastatur, deshalb wollen wir die mal etwas genauer untersuchen. Beim Betrachten der schwarzen Tasten bekommt man den Eindruck, sie würden etwas weniger hoch über die weißen herausragen, als man es von anderen Keyboards oder vom Klavier her gewohnt ist. Der Zollstock bestätigt diesen Eindruck (Steinway-Klavier: 14mm, „normale“ Synthesizertastatur: 9,5mm, QX49 8,5mm). Dieser Millimeter scheint zunächst mal nicht so von Bedeutung zu sein, aber irgendwie fühlt es sich ungewohnt an, wenn man darauf spielt. Und es scheint, als ob man die schwarzen Tasten nur weniger weit herunterdrücken muss, bevor sie ansprechen, als das bei den weißen der Fall ist. Auf jeden Fall gibt es folgendes Problem: die schwarzen Tasten senden bei (gefühlt) gleich starkem Anschlag immer etwas höhere Velocity-Werte als die weißen Tasten (ich würde mal sagen in der Größenordnung 5-10 Punkte auf der Velocityskala von 0 bis 127). Das ist sicher im normalen Studioalltag, wo es darum geht Akkorde einzudrücken oder Beats zu programmieren kein Problem, aber bei spieltechnisch anspruchsvolleren Läufen fällt auf, dass die schwarzen Noten immer etwas herausknallen. Also, ein schwieriges Pianosolo würde ich auf dieser Tastatur nicht einspielen wollen.
 
Ich  muss aber sagen, dass ich die Tastatur des QX49 deutlich besser finde als die des Q49, die mir aufgrund recht schlaffer Federn viel zu leichtgängig ist. Der Widerstand, den das QX49 den Fingern entgegensetzt ist eigentlich ganz ordentlich, wenn auch Velocity 127 für meinen Geschmack etwas zu früh erreicht wird. Das lässt sich aber per Änderung der Velocitykurve verbessern.

Bedienung
Wenn ich das QX49 über USB an den Computer anschließe, während mein Logic schon geöffnet ist, wird es zwar als MIDI Controller erkannt, aber es kommt zu diversen Notenhängern. Da hilft dann auch nicht die Panik-Funktion des Keyboards. In diesem Fall muss ich Logic erst schließen und wieder öffnen, bevor es sauber funktioniert. Das ist zwar an sich nicht schlimm, aber ich habe auch schon Keyboards erlebt, die man einfach mitten in der Session anschließen konnte und die dann sofort funktioniert haben.

Die Bedienung ist eigentlich nicht kompliziert, aber ein Blick in den (immerhin auf Papier!) beiliegenden Quick Start Guide lässt sich dann doch nicht vermeiden, denn einige Funktionen erklären sich nicht wirklich von selbst. Natürlich wird auch bei diesem Keyboard (wie mittlerweile bei den meisten Kollegen in diesem Segment), die Tastatur selbst zur Dateneingabe mitbenutzt. Das große Display ist hierbei auf jeden Fall recht hilfreich.

Display und Fader
Display und Fader

Etwas störend finde ich ein Detail bei der Programmanwahl. Möchte man ein Preset aufrufen, drückt man den „Recall“ Button und sucht dann mit den +/- Knöpfen das gewünschte Programm. Hat man es gefunden, kann man es aber nicht sofort nutzen, sondern muss 2-3 Sekunden warten, bis das „Recall“ Zeichen im Display erloschen ist. Erst dann ist das Programm angewählt.
Diese 2-3 Sekunden könnte ich mir bei flüssiger Arbeit im Studio und dem Einsatz von vielen verschiedenen Plug-Ins, deren Bedienung jeweils den Aufruf eines anderen Presets erfordert, auf Dauer ziemlich lästig vorstellen. Wenigstens ein „Enter“ Knopf, um das angewählte Programm zu bestätigen und den Prozess damit etwas zu beschleunigen, wäre ganz praktisch gewesen.

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