Auswahl, das scheint ein leitendes Motto bei der Entwicklung der neuen Pearl Primal Snare Collective Metallkessel-Snaredrums gewesen zu sein. Ganze 16 unterschiedliche Modelle umfasst die Reihe. Vier Materialien – Stahl, Aluminium, Messing und Kupfer – sind in den vier beliebtesten Größen erhältlich, auf unnötigen Schnickschnack wurde verzichtet. Damit richten sich die Instrumente ausdrücklich an Spieler, denen es um klangliche Optionen im Rahmen von Metallkesseln geht und weniger um innovative Ausstattungsmerkmale oder das Signature-Badge eines bekannten Pearl-Endorsers.

Dazu passt die Preispolitik, welche deutlich unterhalb der anderen bekannten Pearl Metallsnare-Serie, den Sensitone Modellen, zielt. Möglich wurde dies, so der Hersteller, durch konsequentes Weglassen aller Elemente, die nicht zwingend notwendig sind. Auf Oberklassefelle wurde ebenso verzichtet wie auf die Pearl High-End-Abhebungen oder Edelstahlstimmschrauben. Ob diese Zutaten am Ende vermisst wurden oder es sich trotzdem um Instrumente mit Profipotenzial handelt, erfahrt ihr auf den folgenden Zeilen.
- hervorragende Kesselverarbeitung
- sehr gute Sounds bei allen Modellen
- große Auswahl bei Größen und Materialien
- Werks-Setup hat zwei Resonanzfelle beschädigt
- bei tiefen Stimmungen klappernde Abhebung in Off-Position
Alle Modelle besitzen einen Kessel mit umlaufender Sicke
Das ist mal ein Haufen Snaredrums! Ich kann mich nicht erinnern, jemals 16 Instrumente gleichzeitig geliefert bekommen zu haben. Bei genauer Betrachtung verliert der „Snare-Berg“ jedoch seinen Schrecken, denn natürlich sind viele Elemente identisch. Beginnen wir zunächst mit den grundlegenden Fakten. 4 x 4 nennt Pearl das Primal Snare Collective Konzept: Vier Kesselmaterialien – Alu, Stahl, Messing und Kupfer – sind in jeweils vier Größen erhältlich. 14“ x 5,5“ und 14“ x 6,5“ für die Allround-Einsätze sowie 14“ x 8“ für extra fette Sounds und 13“ x 7“ für einen kompakten, aber dennoch druckvollen Charakter.
Alle Snares besitzen einen verschweißten Blechkessel mit einem Millimeter Stärke sowie einer mittig umlaufenden Sicke zur Stabilisierung. Mit Ausnahme der verchromten Stahlversionen kommt bei allen Modellen eine matte Versiegelung zum Einsatz, das jeweilige Kesselmaterial ist auf den verschraubten Badges vermerkt, inklusive chemischer Abkürzung. So lernt man zum Beispiel, dass Messing eine Legierung aus Kupfer und Zink ist (Cu-Zn). Die Gratungen besitzen eine normale Form, die recht tiefen Snarebeds passen auch für breitere Teppiche, sofern später gewünscht.

Die Hardware ist funktional, nicht mehr und nicht weniger
Bei der Hardware-Bestückung und den Verschleißteilen zeigt sich am ehesten, dass das Konzept der Primal Snare Collective auf erschwingliche Preise ausgerichtet ist. So besitzen die Trommeln eine sehr einfache Abhebung samt Butt End, der verchromte Snareteppich wird von Plastikstreifen gehalten und der Stimmvorgang erfolgt mithilfe normaler Stahlschrauben statt Edelstahlversionen. Statt Remo Ambassador USA Fellen kommen die günstigen China-Versionen der UT-Serie zum Einsatz.
Interessant sind die neuen, kunststoffunterlegten Duo Lug Böckchen, welche an den Primal Snare Collectives ihre Premiere feiern. Das Gefühl, Billigtrommeln in den Händen zu halten, stellt sich nicht ein, denn alle Teile wirken sauber verarbeitet, bei den Brass- und Copper-Modellen kommt noch ein gesundes Gewicht hinzu. Hervorzuheben sind außerdem die kaum sichtbaren Nähte aller Kessel, da können sich einige teurere Snares eine Scheibe von abschneiden.



























