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Nirvana: „Wir wollten das alles gar nicht“ – Dave Grohl

Nirvana erzeugt sofort ein Bild von Dunkelheit und Weltschmerz. Wer an die Grungeband denkt, sieht ein Bild, dass für die Fans geschaffen wurde. Ein Missverständliches – wie David Grohl findet.

Craig Carper, CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0, via Wikimedia Commons

Nirvana war nicht nur dunkel. „Es war oft einfach nur witzig“, sagt Grohl in einer persönlichen Reflexion mit Tribuune. Teilweise sogar ziemlich absurd, wie eine „verzerrte Version von Monty Python“. Die Jungs fühlten sich also eher wie in einer Chaos-WG als in Dauer-Depression.

Grohl selbst kommt relativ spät dazu. Mehrere Schlagzeuger wurden vor ihm getestet. Als die Anfrage kam, war es seine Mutter, die ihm zu der Entscheidung verhalf, ob er seine damalige Band für Nirvana verlassen solle: Mach das, was das Beste für dich ist. Sie schickte ihm Geld für das Ticket nach Seattle, was der Startschuss von etwas ganz Großem war.
Wenn auch Nirvana nicht mehr ganz unbekannt waren, blieb der Mainstram-Hype bislang aus. Dieser wurde von der Grungeband auch gar nicht angestrebt. Es war vielmehr die Energie zwischen den jungen Männern, die sich wie Außenseiter fühlten, die endlich angekommen waren.
„Es war anders als alles, was ich je erlebt habe“, erinnert sich Grohl.

Wie verlief die Zusammenarbeit mit Kurt Cobain?

Die unausgesprochene Hierarchie der Band war klar, dennoch verlief die Arbeit anders, als manch ein Fan vielleicht erwarten würde. Cobain setzte auf das Miteinander. Keine großen Diskussionen, kein „der Refrain muss länger“. Die Songs entstehen in der Probe. Einer spielt etwas, die anderen steigen mit ein. Fertig.

Cobains Anspruch: so simpel, eingängig und direkt wie möglich. Und vermutlich ist es genau das, was der Band so einen großen Erfolg brachte. Nirvana kommen dabei aus der DIY-Punk-Szene. Da ging’s nicht um Charts, Preise oder Karriereplanung. Da ging’s darum, Musik zu machen, sie selbst zu pressen und im Plattenladen um die Ecke zu verkaufen. Aus dieser Ecke schießen sie plötzlich nach ganz oben.

Das Problem: Sie wollten da eigentlich gar nicht hin.

„Wir waren zufrieden in unserer kleinen Underground-Welt“, sagt Grohl. Aber Cobains Songs waren zu stark. Millionen Menschen konnten sich damit identifizieren. Dieser schnelle Erfolg? War eher Überforderung als Traum.Während Grohl als Drummer noch halbwegs anonym durchkommt, trifft es Cobain voll. Frontmann, Druck, Erwartungen. Alles kommt auf einmal.

Und es trifft sie wie Kinder, die plötzlich auf der größten Bühne der Welt stehen und selbst nicht so ganz verstehen, wie sie da hingekommen sind.

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