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WA Productions ComBear Test

Parallelkompression bedeutet, dass man ein Signal dupliziert und es auf verschiedene Art bearbeitet. Ein Signal wird nur wenig komprimiert, damit der ursprüngliche Klang im Wesentlichen erhalten bleibt. Das andere Signal wird hingegen extrem komprimiert, sodass sich zwar der Klang verändert, aber das Signal an sich dennoch druckvoll klingt. Anschließend werden beide Versionen wieder zusammengeführt und man erhält ein Signal mit sehr viel Druck, das aber noch genauso klingt wie vor der Bearbeitung.  

WA_Productions_Combear_B01_Aufmacher


Inzwischen gibt es Kompressor-Plugins, die über eine Mixfunktion verfügen. Dadurch entfällt die Duplizierung des Signals und die Parallelkompression kann direkt im Plugin erzeugt werden. ComBear von WA Productions ist genau so ein Kompressor-Plugin – und außerdem ist es auch noch for free!  
Noch mehr kostenlose PlugIns findet ihr in unserem großen Freeware Software Synths und PlugIns Special.

Details & Praxis

Allgemeines
ComBear gibt es für Windows und MacOS im VST2-, VST3- und AU-Format. Das Plugin kann von der Seite des Herstellers heruntergeladen werden. Dazu gibt man lediglich Name und E-Mail-Adresse an. Der Installer für Windows ist 19,9 MB groß und enthält das Plugin in 32- und 64-Bit.

Das GUI von ComBear.
Das GUI von ComBear.

Leichte Bedienung

Ein gutes Plugin muss nicht kompliziert sein, das beweist auch ComBear. Die zwei großen Drehregler auf der linken Seite steuern das Maß an Kompression und wie viel von dem komprimierten Signal dem unbearbeiteten beigemischt wird. Dazu kommen noch Input-Gain und Makeup-Gain, mit denen die Lautstärke des Signals vor und nach der Kompression angepasst wird. Der Bypass-Button ist eigentlich redundant, da diese Funktion auch in jeder DAW vorhanden ist.
Ein kleines, nettes Gimmick ist das Bärengesicht, das sich je nach Kompressionsgrad verändert. Das kennt man zum Beispiel auch vom Sausage Fattener von Dada Life. 

Don’t poke the bear!
Don’t poke the bear!

Sound

Alle drei Soundbeispiele sind Drum-Kits. Aus Demonstrationszwecken habe ich immer eine hohe Intensität gewählt. In einer Produktion sind die erzielten Effekte dadurch eventuell zu intensiv. In diesem Rahmen ging es allerdings darum, die Veränderungen deutlich hörbar zu machen. Zuerst hören wir immer den unbearbeiteten Loop, im Anschluss dann den bearbeiteten. 
Das erste Beispiel zeigt ein akustisches Drum-Kit. Durch die Parallelkompression rücken die Drums deutlich in den Vordergrund und wirken lauter. Die Attacks von Kick und Rim Shot werden deutlich knackiger, fast wie bei einem Transientendesigner. Aber auch die Hall-Fahne des Rim Shots wird durch den Kompressor besser hörbar.

Audio Samples
0:00
01 Drum Loop 1 02 Drum Loop 2 03 Drum Loop 3

Beim zweiten Beispiel das gleiche Bild: Die einzelnen Hits wirken knackiger und stärker. Aber auch die leisere Percussion klingt deutlicher. Der ganze Groove wirkt einfach lebendiger.
Und auch Beispiel drei pumpt ein wenig besser. Die Hi-Hat tritt mehr in den Vordergrund und die Kick- und Snare-Hits sind wesentlich knackiger.

Fazit

ComBear von WA Productions ist ein sehr einfaches Tool, mit dem sich jedes Signal in Windeseile parallel komprimieren lässt. Besonders Drums profitieren von der Bearbeitung. ComBear kann aber natürlich auch auf jedem anderen Signal, auf Bussen oder sogar auf dem Master-Channel eingesetzt werden.

Pro
  • leichte Bedienung durch wenige Controls
  • besonders Drums profitieren von ComBear
  • Bärenanimation visualisiert den Kompressionsgrad
Contra
  • Kein Contra
Unser Fazit:
Sternbewertung 4,0 / 5
Pro
  • leichte Bedienung durch wenige Controls
  • besonders Drums profitieren von ComBear
  • Bärenanimation visualisiert den Kompressionsgrad
Contra
  • Kein Contra
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WA Productions ComBear Test
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von Tobias Homburger

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