TC Electronic SCF Test

DETAILS

Gehäuse/Optik
Die aktuelle Variante des SCF kommt im nahezu identischen Design wie das Teil aus den Achtzigern und verbirgt seine Elektronik in einem schwarzen Metallgehäuse mit einer komplett gummierten Unterseite für sicheren Halt. Der leichtgängige Fußschalter befindet sich in der südlichen Hemisphäre der Oberseite, im Norden warten die Regler und der Mode-Schalter. Mit dem kleinen Poti unterhalb des Mode-Switch lässt sich der Eingangspegel ausbalancieren, die rote LED neben dem Regler zeigt an, ob das Eingangssignal das Effektgerät übersteuert. Der integrierte kleine Vorverstärker ist auch im Bypass Mode aktiv.
Das Pedal ist mit einem integrierten Netzteil ausgestattet, dessen Kabel (2m lang) das Gehäuse auf der linken Seite verlässt. Batteriebetrieb ist für den SCF nicht vorgesehen. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Man spart sich das externe Netzteil. Netzkabel in die Steckdose, fertig, kein Stress mit Batteriewechsel oder verlorenem Netzteil – hier ist alles fest montiert. Wer den SCF aber auf sein Pedalboard montieren möchte, der benötigt eine Steckdose in Reichweite von zwei Metern oder besser noch direkt auf dem Pedalboard.

Rückseite/Anschlüsse
Auf der Rückseite finden sich neben der Eingangsbuchse (Input) im 6,3mm-Klinkenformat, zwei Ausgangsbuchsen (Output), von denen sich die die äußere für den Mono-Betrieb empfiehlt. Eine zusätzliche Mini-Klinkenbuchse dient dem Anschluss eines externen Fußschalters. Das ist sinnvoll, wenn man das Pedal in ein Rack schraubt und zum Beispiel per Switcher steuern möchte.  

Bedienung
Die Bedienung des SCF ist so einfach wie effektiv. Zunächst wählt man mit dem Mode-Schalter den gewünschten Basis-Effekt Chorus, Pitch-Modulator (Kombination aus Chorus und Vibrato-Effekt) oder Flanger aus. Die anschließende Justierung der Effekte erfolgt mithilfe von drei Reglern, die folgende Funktionen haben:

Speed
Einstellen der Effektgeschwindigkeit.

Width  
Stärke der Modulation.

Intensity
Die Funktion dieses Reglers ist abhängig vom jeweils gewählten Effekt-Typ. Beim Chorus wird der Anteil zwischen Effekt- und Direktsignal eingestellt. Beim Pitch-Modulator kann man das Verhältnis zwischen Chorus- und Vibrato-Sound justieren, und beim Flanger wird die Stärke des Kammfilter-Effekts geregelt (bei anderen Pedalen wird das häufig als Feedback bezeichnet).

Kommentieren
Profilbild von hefus

hefus sagt:

#1 - 01.09.2013 um 17:19 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Toller Sound, vor allem im Chorus-Betrieb. Die ebenfalls schaltbaren Effekte Pitch-Modulator und Flanger können da nicht mithalten. Hatte das Teil seit zig Jahren im Gebrauch, leider hat es nun aus unerfindlichen Gründen das Zeitliche gesegnet. Reparaturversuche einer Elektronikwerkstatt blieben erfolglos, weil Teile nicht lieferbar und zudem (vermutlich zum Schutz vor Nachahmern) nicht identifizierbar waren.

Profilbild von Paul

Paul sagt:

#2 - 17.04.2017 um 09:10 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Hi,
das ist ja mal ein feiner Testbericht. Ausführlich, Soundexamples, vorbildlich!
So soll Test sein.
Gruß Paule

Kommentare vorhanden
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.