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Play-Alike Dominic Miller – Gitarren-Workshop

Wir kennen die großen Balladen von Sting wie Fields of Gold, Fragile und Shape of my Heart, aber kennen wir auch den Gitarristen, den der Weltstar als seine rechte und linke Hand bezeichnet? Es ist Dominic Miller, dessen Handschrift sich nicht nur auf Sting-Alben wiederfindet, sondern der auch zahlreiche eigene Aufnahmen veröffentlicht und mit Künstlern wie Tina Turner, Ronan Keating, Phil Collins und vielen anderen zusammengearbeitet hat.

(Bild: © Lizenzfreie Stockfoto - Nummer: 38041576 Von Ferenc Szelepcsenyi)
(Bild: © Lizenzfreie Stockfoto – Nummer: 38041576 Von Ferenc Szelepcsenyi)


Der 1960 in Argentinien geborene Dominic Miller kam mit 15 Jahren zur Gitarre, nachdem er mit seinen Eltern über die USA nach London gezogen war. Er genoss später eine klassische Ausbildung an der Guildhall School of Music in der englischen Hauptstadt, was sein technisch versierter Fingerstyle auch spüren lässt. Vor allem bei seinen eigenen Veröffentlichungen, bei denen er die klassische Gitarre mit populären Melodien, Jazz und Weltmusik verbindet, bekommt man einen guten Eindruck dieses inspirierenden Musikers.
Das klassische Studium an der Guildhall School ließ Miller zwar technisch zu dem Musiker werden, der er heute ist, eine Karriere als klassischer Gitarrist strebte er trotz vielversprechender Aussichten nicht an. Das Leben eines Studiomusikers und Live-Gitarristen für Bands sollte sein Weg werden. In UK kam es zur Zusammenarbeit mit Phil Collins für dessen “But seriously …”-Album, auf dem Miller die Gitarren spielte – die erste große Marke, die er als Studiogitarrist hinterließ. Auch für Bands wie Level 42, King Swamp und The Pretenders war er live, im Studio oder beides tätig.
Fields of Gold, 1993 erschienen auf der “Ten Summoner’s Tales”, ist einer der vielen weltberühmten Lieder von Sting. Anders als bei “Shape of my Heart” hat Dominic Miller hier allerdings keine Credits als Songwriter, begleitete aber den Song bei der Albumaufnahme. Außerdem nahm er Fields of Gold für sein 2017 erschienenes “Silent Lights”-Album in einer Sologitarren-Version auf. Diese Fassung beleuchten wir in diesem Workshop und zeigen euch, wie ihr sie nachspielen könnt.

Workshop:

Die Version von Fields of Gold auf dem Dominic Miller-Soloalbum wird alleine von der klassischen Gitarre vorgetragen. Grob besteht der Song aus drei Teilen, die Miller mal ganz, mal halb mit kleineren Abweichungen identisch gespielt, hintereinander reiht. Wir wollen euch die unterschiedlichen Teile erst einzeln vorstellen, zum Abschluss gibt es die komplette Version zum Anhören und Mitspielen. Ein Kapodaster wird im 3. Bund benutzt, wobei die dadurch in die Tonart passenden Leersaiten reichlich Verwendung finden.
Das Lied beginnt mit dem Intro, ein immer wiederkehrendes Element, das alle anderen Teile miteinander verbindet.

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Intro

Achtet darauf, dass alle Töne ineinander klingen und die Melodietöne gut hörbar herausgespielt werden. Miller hat eine klassische Ausbildung genossen und spielt mit den Fingern. Die drei Basssaiten mit dem Daumen und die g, h und e Saite mit dem Zeige- und Mittelfinger im Wechselschlag. Ihr braucht aber nicht zwingend lange Fingernägel an der Anschlagshand, um dieses Stück spielen zu können. Die Töne klingen bis zum nächsten Akkordwechsel ineinander, hört euch dazu das Hörbeispiel an. Im Übrigen findet fast der ganze Song in der ersten Lage statt (mit dem Kapodaster natürlich etwas höher), was für euch bedeutet, dass ihr die ganzen offenen “Wanderakkorde” wie C-Dur, G-Dur, F-Dur und A-Moll spielen könnt. Nach dem Intro kommt der Melodieteil, den ihr gleich erkennen werdet.

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Melodieteil

Im zweiten Takt slidet er mit dem Finger vom F zum G, hier bleibt der Ton G erst alleine stehen, das heißt für euch, dass wir hier kurz die erste Lage verlassen. Danach geht es aber sofort zurück in die Ausgangslage. Bei der Wiederholung ist die Melodie ein wenig anders, im vorletzten Takt müsst ihr auch noch einmal aus der Lage rutschen. Nach der Hauptmelodie spielt Dominic eine Art Zwischenspiel, kurz, aber schön.

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Zwischenteil Variante 1

Auch hier wieder ein kurzer Slide nach oben, dann geht es zurück und Miller verziert die zweite Melodiefolge mit einem geschmackvollen Hammer-On. Von diesem Zwischenteil gibt es zwei Varianten, bevor es in den bekannten C-Part geht, wird Variante 2 gespielt:

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Zwischenteil Variante 2

Den C-Part werdet ihr aus der originalen Sting-Version wiedererkennen.

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C Part

Die Verzierungen jeweils in Takt 2, 4 und 6 realisiert er mit Hammer-Ons, den letzten Ton Bb dieser Melodiefolge könnt ihr wahlweise auf der Leersaite G spielen oder auf der D-Saite mit dem kleinen Finger – wie es euch persönlich besser liegt. Um das Lied vollständig spielen zu können, fehlt uns nur noch das Outro. Dies ist eine kleine Abwandlung des Intros. Miller streut hier noch einen verminderten Akkord ein, bevor er den schönen offenen Endakkord spielt und dann noch eine verspielte Sekunde kurz erklingen lässt. Die letzten Akkorde sind etwas für Langfinger, denn um die Sekunde gleichzeitig spielen zu können, muss man hier die Finger schon ein bisschen strecken.

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Outro

Jetzt setzen wir die einzelnen Teile zum großen Ganzen zusammen, ich wünsche euch viel Spaß beim Mitspielen und Üben.

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Fields of gold komplett

Eine schöne Live-Version von Dominic Miller und seiner Variante von Fields of Gold findet ihr übrigens auch hier:

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von Florian Fleischer

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