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Numark Party Mix MK2 Test

Praxis

Erster Check: Serato DJ Lite. Der Download der Software erfolgt von der Hersteller-Website und ist kostenlos. Über die USB-Verbindung des MacBooks wird der Numark-Controller mit Strom versorgt und benötigt kein Netzteil.  Die Steuerkonsole wird plug ’n’ play erkannt, das 4-Kanal Audiointerface weist sich am Rechner mit 48 kHz und 24 Bit aus und wird entsprechend eingerichtet. Nachdem noch ein Paar DJ-Monitore und der Kopfhörer (zum Testmarathon) angeschlossen wurden, kann es losgehen. Streaming-Support ist wie bereits gesagt seitens TIDAL, Beatport und Beatsource LINK oder SoundCloud GO via Software gegeben. Eine gute Internetverbindung ist dafür Pflicht und das jeweilige Abo schlägt mit knapp 10 Euro in die Portokasse.
Auf der Bedienoberfläche des Party Mix MK2 finden sich alle notwendigen Basics, um digitale Tracks vom Notebook oder Tablet aufzulegen: Das beginnt mit dem Navigationsencoder mit Push-Funktion und zugehörigen Ladetasten zur Beförderung der selektierten Tracks in die beiden jeweilige Decks. Die Sync-Taste bringt Musikstücke auf Wunsch in den Gleichschritt. Via 2-Kanal-Mischpult kann DJ mit Line- und Crossfadern, sowie Treble- und Bass-EQ nebst einem Kobi-Filter zur Klanganpassung drauflos mischen. Auf einen Mittenband-EQ müsst ihr beim Party Mix verzichten – kein Novum bei Einsteiger-Controllern dieses Formfaktors, aber dennoch etwas schade.
Die Preview-Tasten schicken das Vorhörsignal auf den Kopfhörer: rechts, links oder beides, jedoch gibt es keinen dedizierten Cuemix-Regler. Das Verhältnis zwischen Ausgabe- und Vorhörsignal könnt ihr allerdings in der Software einstellen, wo auch eine Split-Cue-Option für die Verteilung auf je eine der Hörmuscheln möglich ist.

Fotostrecke: 3 Bilder Serato DJ Lite wird als Software unterstützt
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Wer manuell beatmatchen möchte, kann dies via Jogwheel und Pitchfader bewerkstelligen. Das Jogwheel ist hier fast 30 mm größer als beim Vorgänger und lässt ein ziemlich akkurates Handling zu. Die Scratch-Funktion ist jedoch nicht hardwareseitig deaktivierbar. Ebenfalls eine, in Anbetracht der Preisklasse des Controllers willkommene Sache, sind die vier Hartplastiktasten für die unterschiedlichen Performance-Modi pro Deck, die da wären:

  • vier Cuepoints
  • Loops in vier Größen
  • drei Effekte plus Beat-Switch
  • Sample-Player Platz 1-4

Das sollte für den Einstieg reichen und alles in allem sind Workflow, Lernkurve, Verarbeitung der Konsole und Bedienelemente sowie Soundqualität des MK2 als ordentlich einzustufen.

Fotostrecke: 2 Bilder Das Jogwheel fällt in der MK2-Version größer aus
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Lightshow

Hier sind gleich vier Lighting­-Modi in verschiedenen Geschwindigkeiten sowie „aus“ vertreten. Serato offeriert dazu softwareseitig noch drei zusätzliche Programmeinstellungen, damit soll der Beat-synchronen Lightshow nichts im Wege stehen. Wer darauf verzichten kann, bzw. wenn das gerade nicht erforderlich ist, kein Problem. Die LEDs lassen sich auf Knopfdruck deaktivieren und das Bling-Bling hat ein Ende. Mein Eindruck: Für die kleine Feier mit einer Handvoll Freunden im Wohnzimmer oder Partykeller reicht der Party-Mix aus. Nicht minder viel Spaß bereitet das Zusammenspiel mit  …

Algoriddim Djay Pro Mac

Zwei Decks, vier Instant FX, dazu Samples und Cues. Wer mag, kann statt herkömmlichem EQ-Mixing die Neural Mix EQs nutzen, allerdings fällt hier EQ-Seitig wie bereits erwähnt das Mittenband raus oder in NeuralMixing der Bassbereich – schade, zumal der Controller auch nicht über eine Shift-Taste verfügt. Aber okay, irgendwo muss es ja auch eine Produktabgrenzung zu den teureren Modellen geben und bei dem Raumangebot muss man sich wohl entscheiden: Filter oder Mid-Q. Ansonsten ist aber „alles in Butter“ und das Zusammenspiel ist gelungen. Mein Eindruck: Wer für Djay und seinen Mac einen kompakten Controller für das gelegentliche Auflegen sucht, macht hier wahrlich nichts falsch.

Fotostrecke: 2 Bilder Algoriddim Djay Pro Mac erkennt den Party Mix MK2 automatisch
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Mobile Endgeräte

Nicht weniger interessant dürfte für viele angehende DJs die Möglichkeit sein, erstmal mit einem vorhandenen Smartphone/Tablet das Auflegen auszuprobieren. Und gleich vorweg: Der Numark Party Mix MK2 ist ein kostengünstiger, gelungener Hardware-Controller für Algoriddim Djay, aber auch das Zusammenspiel mit DJ Player Pro erfolgt „plug´n´play. Android-Support ist leider nicht gegeben.
Für die mobilen Apple-Endgeräte ist ein Camera-Connection-Kit-Adapter erforderlich – anders als am Reloop Ready zum Beispiel, der eine USB-Buchse, Typ-A bietet nebst Umschalter. Der kostet aber auch das Dreifache.
Mit dem Controller, iPad oder iPhone, dem CCK und Lighting zu USB-Kabel nebst USB-Netzteil konnte ich ein das App-DJing-Setup problemlos zum Laufen bringen. Algoriddim Djay hatten wir bereits, die App ist quasi identisch zu bedienen.

Fotostrecke: 2 Bilder Plug´n´play für iOS: Algoriddim Djay Pro und der Party Mix MK2
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DJ Player Pro

Das kostenpflichtige DJ Player Pro läuft ebenfalls plug´n´play mit dem Party Mix MK2. Die App bietet zahlreiche Features, FX, Stem-Mixing, Streaming-Support (sogar DVS/ Steuerung über Timecode Vinyl, das nur zur Info) und ist eines der umfangreichsten DJ-Programme für iOS am Markt.
Die Pad-Modi hier sind

  • Hotcue
  • Auto-Loop
  • Stems 1-4 on/off
  • Effekte

DJ Player Pro nutzt außerdem die Pad-Mode-Taste zusätzlich als Shift, wodurch sich in der Navigation ein “Back-Befehl” für den Browser-Encoder mappen ließ, dazu ein paar Extra-Features wie Needle Drop / Spulen via Jogwheel bei vorerst weiter laufendem Titel, Reverse oder auch Hotcue-Löschung. Die im GUI angezeigten FX-Regler können im Shift-Mode jedoch (noch?) nicht bedient werden, aber das lässt sich beim Tablet/Smartphone natürlich über den Touchscreen kompensieren. Auch die vier voreingestellten Effekte mit Roll, einem wohl parametrisiertem Bandpass Echo und White Noise Build Up sowie Echo Out dürften Anklang finden.

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Übrigens ist eine Power-Bank als „mobile Alternative“ zum Netzteil eine lohnenswerte Investition. Bei der Verwendung (m)eines Akkus musste ich dann den 5V/2,1A Ausgang nutzen, da der 5V/1A Output nicht zur Versorgung des Numark Controllers ausreichte. Dann noch die passende Akkubox dazu und die vom Stromnetz unabhängige Party im Park oder am Baggersee kann starten.

Weitere DJ-Software

Natürlich lässt sich der Numark-Controller auch mit weiterer DJ-Software verwenden, beispielsweise mit dem kostenlosen MIXXX oder Traktor Pro, wenn ihr selbst Hand ans Mapping legen wollt. Oder auch mit VirtualDJ, für das nativer Plug ’n’ play Support geboten wird. Auch hier kann der Numark Party Mix 2 mit passender Belegung und Beat-synchroner Lightshow punkten und ihr könnt statt herkömmlicher EQs mit Stem-EQs arbeiten.

Fotostrecke: 2 Bilder Der Numark-Controller mit weiterer DJ-Software? Klaro, hier mit VirtualDJ
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Vor dem Fazit sollte vielleicht noch Erwähnung finden, dass sich am empfohlenen Verkaufspreis gegenüber dem Vorgängermodell nichts getan hat. Aktuell ist der Testkandidat wie seinerzeit der MK1 zur Auslieferung mit 119 Euro (UVP) etikettiert

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