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Neunaber Wet Reverb v5 Test

Testaufbau

Getestet wird der Neunaber Wet Reverb v5 an einem clean eingestellten Fender Bassman 50 aus dem Jahre 1974. Das Amp-Signal läuft anschließend über eine Universal Audio OX Box, die die Simulation einer 4×12 Box mit Greenback-Speakern bereitstellt. 

Soundcheck und erster Eindruck vom Neunaber Wet Reverb v5

Die Gitarre meiner Wahl ist zunächst eine Stratocaster und wir starten mit einer Bestandsaufnahme zu den beiden Reverb-Modi. Alle Potis zeigen dabei auf 12 Uhr.

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Soundcheck Blue Mode (Original Wet-Reverb) Soundcheck Green Mode (New W3T-Reverb)

Beide Reverb-Modi präsentieren sich mit einer geschmackvoll abgestimmten Modulation, die beim W3T-Reverb etwas prominenter ausgeprägt ist. Der neue W3T-Reverb offenbart außerdem in der 12-Uhr-Einstellung schon eine hörbar längere Hallfahne. Dem ersten Eindruck nach würde ich den klassischen Wet-Reverb daher wohl vorrangig für Brot-und-Butter-Anwendungen nutzen und den W3T-Reverb eher bei atmosphärischen Sounds einsetzen. Wie wir aber gleich hören werden, ist auch der Wet-Reverb in der Lage, lange und flächige Hallfahnen zu erzeugen und der W3T-Reverb vermittelt wiederum durch sein längeres Pre-Delay mit geschlossenem Depth-Poti den räumlicheren Eindruck. Aber hört selbst.

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Depth-Check: Blue Mode (Original Wet-Reverb) Depth-Check: Green Mode (New W3T-Reverb)

Mithilfe des Mix-Potis kann das Mischverhältnis zwischen dem unbearbeiteten Signal und dem Effektsignal sehr gut abgestimmt werden. Dreht man dabei das Mix-Poti voll auf, lässt sich das Originalsignal auch komplett ausblenden. Auch das Tone-Poti macht, was es soll, und hilft bei der finalen Abstimmung des Reverb-Signals.

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Mix-Check: Blue Mode (Original Wet-Reverb) Tone-Check: Green Mode (New W3T-Reverb)
Trotz deutlich hörbarer Unterschiede können beide Reverb-Modi dabei sowohl kurze Hallfahnen als auch lange und flächige Ambient-Sounds erzeugen.

Das Neunaber Wet Reverb v5 in der Praxis

Wie wir in den vorangegangen Beispielen schon hören konnten, ist das Neunaber Wet Reverb v5 trotz seines simplen Aufbaus durchaus wandlungsfähig und kann sowohl zur räumlichen Unterfütterung des Gitarrensignals als auch für atmosphärische Klangflächen eingesetzt werden. Nutzt man es für atmosphärische Schattierungen, bleibt es auch beim Layern von Tönen und Akkorden angenehm transparent. Im Trails-Mode sorgt das Pedal sowohl im Bypass als auch im aktiven Zustand für eine leichte Anhebung des Rauschpegels. Das sollte zwar in den meisten Fällen kein Problem darstellen, ist mir aber bei dezent gespielten Tönen, die im Raum klangmalerisch aufgehen, dann doch etwas störend aufgefallen. Deaktiviert man wiederum den Trails-Mode, ist das zusätzliche Rauschaufkommen im Bypass nicht weiter hörbar, was für eine True-Bypass-Schaltung sprechen würde. Auf Nachfrage beim Hersteller liegt dies aber daran, dass das Signal in diesem Modus an einem anderen Punkt im Schaltkreis abgegriffen wird. Dennoch arbeitet das Gerät in beiden Fällen mit einer gepufferten Schaltung. Hier kommen abschließend für einen tieferen Eindruck noch drei weitere Praxisbeispiele mit einer Telecaster und einer SG. Beim letzten Beispiel hängt ein Overdrive-Pedal vor dem Reverb.

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Beispiel 1: Wet-Reverb (Telecaster) Beispiel 2: Wet-Reverb (Telecaster) Beispiel 3: Overdrive -> W3T-Reverb (SG)
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