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Catalinbread Soft Focus Test

Das Catalinbread Reverb-Pedal hat das gleichnamige Programm des Yamaha FX500 Multieffektgeräts aus den 90er-Jahren zum Vorbild. Maßgeblichen Anteil hatte dieser Ambient-Reverb am Sound der britischen Band Slowdive auf ihrem Album Souvlaki, das heute unter Fans des sogenannten Shoegaze-Stils als absoluter Klassiker gilt. Und das, obwohl die Signalqualität des FX500 laut diverser Aussagen im Netz mit heutigen Maßstäben nicht mithalten kann.

Catalinbread Soft Focus Test

Catalinbread Soft Focus – das Wichtigste in Kürze

  • Shoegaze-Style Reverb
  • inspiriert vom Soft-Focus-Programm des Yamaha FX500
  • Mono-Signalführung
  • Made in USA

Musikalische Merkmale des Shoegaze-Stils

Der Begriff Shoegaze (alternativ auch Shoegazing oder Shoegazer) bezeichnet eine Musikrichtung, die Mitte der 80er-Jahre in Großbritannien ihren Anfang nahm und zu Beginn des darauffolgenden Jahrzehnts auch international Beachtung fand. Diese Spielart des Rock zeichnet sich häufig durch flächige und atmosphärische Gitarren aus. Weiterhin ist der Sound vom Psychedelic Rock geprägt, dessen Wurzeln bis in die 60er-Jahre zurückreichen. Neben der schon erwähnten Band Slowdive sind wichtige Protagonisten dieses Stils beispielsweise My Bloody Valentine oder Lush.

Yamaha FX500 – Back to the 90’s

Der Yamaha FX500 Effektprozessor enterte 1989 in Form einer halben 19-Zoll-Einheit den Markt. Das Gerät hatte fünf Effekte an Bord (Kompression, Distortion, EQ, Modulation und Reverb), die simultan genutzt werden konnten. Zu seiner Zeit war das Yamaha FX500 eher ein Gerät der Einsteigerklasse mit einigen Nachteilen, z. B. in Form eines Bypass-Signals mit hörbarem Klangverlust, eines minderwertigen Vorverstärkers oder auch einer fehlenden zusätzlichen Mischkontrolle. Im Zusammenhang mit dem Sound der Shoegaze-Bands wird vor allen Dingen das Soft-Focus-Programm immer wieder erwähnt, das für unser heutiges Testpedal Pate stand. Mit den Problemen des FX500 muss sich das Catalinbread Soft Focus heute glücklicherweise nicht mehr herumschlagen und präsentiert demzufolge eine optimierte Version 2.0 des atmosphärischen Hallprogramms.

Catalinbread Soft Focus Effektpedal
Fotostrecke: 7 Bilder Der Catalinbread Soft Focus ist inspiriert vom Soft-Focus-Programm des Yamaha FX500.
Fotostrecke

Das Catalinbread Soft Focus Pedal im Detail

Catalinbreads Version des Ambient-Reverbs kommt in etwa im Standard-Pedalformat, misst dabei 63 x 111 x 51 mm (B x T x H) und bringt 246 g auf die Waage. Betreiben lässt sich das Pedal ausschließlich mit einem optionalen 9-18-V-Netzteil, das unter der Ausgangsbuchse an der linken Pedalseite seinen Anschluss findet. Laut Hersteller sollten für den Betrieb mindestens 100 mA bereitstehen.

Die Bedienung des Soft Focus gestaltet sich ansonsten mit fünf Potis recht übersichtlich. Grundsätzlich konfigurieren lässt sich der Charakter des Reverbs dabei über die Parameter Symph, Mod und Verb. Im Detail kontrolliert Verb dabei die Länge der Hallfahne, Mod steuert die Modulationsgeschwindigkeit eines mehrstimmigen Chorus-Effekts und hat zudem Einfluss auf den Frequenzverlauf des Reverbs. Weiterhin stellt der Symphonic-Parameter quasi das i-Tüpfelchen dar und addiert eher subtil eine obere Oktave zum Effektsignal. Über die zusätzlichen Parameter Mix und Volume werden außerdem das Mischverhältnis zwischen Effekt- und Bypass-Signal und die Ausgangslautstärke bzw. die Intensität des Preamps im Pedal justiert. Dreht man das Mix-Poti voll auf, erklingt nur das Effektsignal. Ferner kann das Catalinbread Soft Focus wahlweise mit einem True Bypass oder Buffered Bypass betrieben werden. Bei letzterer Option lässt sich das erwähnte Volume-Poti im Bypass auch wie ein Clean-Boost einsetzen. Das ursprüngliche Soft-Focus-Programm aus dem Yamaha FX500 beinhaltete ansonsten ein fest eingestelltes Digital Delay, auf das Catalinbread laut eigener Aussage zugunsten der Speicherkapazität des Pedals verzichtet hat.

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