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M-Audio Venom Test

Der Venom ist ein gut klingender Synthesizer, der für relativ kleines Geld vieles bietet. Er ist gut verarbeitet und hat eine überdurchschnittlich gute Tastatur. Richtig sinnvoll lässt es sich mit ihm aber nur in Verbindung mit einem Rechner mit Editor und/oder DAW arbeiten. Viele wichtige Funktionen lassen sich am Gerät selbst nicht einstellen und die Performance Controls werden ihrem Namen nicht wirklich gerecht. Echte Alleinstellungsmerkmale habe ich beim Venom ebenfalls nicht gefunden – abgesehen von den Drum-Patterns, die ich aber eher als Spielerei denn als professionelle Notwendigkeit einstufen würde. So stellt sich die Frage, wofür man ihn letztlich braucht. Mit einem Laptop, einem guten Controllerkeyboard mit vielen Knöpfen und ein paar interessanten Softwaresynths kann man wahrscheinlich dasselbe oder sogar mehr anfangen als mit dem Venom. Oder einfach mit einem Hardwaresynth, der auch Standalone ordentlich bedient werden kann. Und davon gibt es auf dem Markt ja bekanntlich genügend.

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Unser Fazit:

Sternbewertung 3,5 / 5

Pro

  • Sound
  • Tastatur
  • Tap Tempo
  • Preis

Contra

  • nur teilweise ohne Editor bedienbar
  • unpraktische Performance Controls
  • Hallqualität
  • umständliche Programmanwahl
Artikelbild
M-Audio Venom Test
Für 198,00€ bei
Technische Details
  • Normalgroßes Keyboard mit 49 Tasten und Synthesizerfunktion 12-stimmig polyphon,
  • pro Voice:
  • 3 Oszillatoren mit 41 Wellenformen und 53 Drumsounds (gesampelt von analogen Vintage-Synths, digitalen FM-Synths und Drum-Machines)
  • Pulsweitenmodulation, Sync, FM und Ringmodulation
  • Multimodus-Resonanzfilter mit Röhrensättigungs-Limiter
  • 12 dB/Oktave (2-polig) Tiefpass
  • 12 dB/Oktave (2-polig) Bandpass
  • 12 dB/Oktave (2-polig) Hochpass
  • 24 dB/Oktave (4-polig) Tiefpass
  • 24 dB/Oktave (4-polig) Bandpass
  • 24 dB/Oktave (4-polig) Hochpass
  • 3 LFO mit wählbarem Sample-and-Hold
  • 3 AHDSR-Hüllkurven
  • 16 Modulationswege
  • 4-fach multitimbral (4 Parts) mit eigenen Phrase-Sequenzern (über MIDI synchronisierbar) 512 Single-Patches onboard 256 Multi-Patches (gelayert) onboard 2 Summenbus-Effekte
  • Reverb, Delay, Chorus, Flanger, Phaser
  • 1 Insert-Effekt pro multitimbralem Part (4 insgesamt)
  • Kompression, EQ, Distortion, Bitreduktion, Dezimation
  • Klassischer Arpeggiator mit Tonfolgen aufwärts, abwärts und abwechselnd Tempo-Tap und manuelle Temposteuerung (BPM) über Geräteoberseite Integriertes USB 2.0-Audio/MIDI-Interface (abwärts kompatibel bis USB 1.1)
  • Betrieb mit bis zu 24 Bit/44,1 kHz (2 Ein- und 2 Ausgänge)
  • Routen der Mic-, Instrumenten- und Stereo-Line-Eingänge auf die DAW
  • Routen der Synth-Sounds auf die DAW
  • Routen der DAW-Audioausgangs-Mischungen auf Main Outputs
  • Main-Stereo-Audioausgänge (6,3-mm-Klinke, TS)
  • Stereo-Kopfhörerausgang (6,3-mm-Klinke, TRS)
  • Master-Volume-Regler, Regler für Instrumenten- und Mikrofon-Gain
  • Anschlüsse für MIDI-In und MIDI-Out (5-Pin-DIN)
  • Großes, anpassbares LC-Display 4 Drehgeber und 1 Taster für Performance-Steuerung und Editing Regler mit Doppelfunktion: Transponierung und Oktave auf/ab Zuweisbare Räder für Pitchbending und Modulation Eingänge für Sustain-Pedal (6,3-mm-Klinke, TS) und Expression-Pedal (6,3-mm-Klinke, TRS) Inklusive Vyzex Venom-Software-Editor
  • Modulationsmatrix (16 Felder) für umfassende Routing-Konfigurationen
  • Straßenpreis: ca. 540 Euro
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von xaver.fischer

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Profilbild von DirtyTube

DirtyTube sagt:

#1 - 21.05.2011 um 04:08 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Leider ist Ihnen nicht aufgefallen, daß es sich bei Venom um einen reinen Sample-Player handelt.
Sie können sich gerne bei M-Audio informieren.Alle Wellenformen sind Samples und nicht virtuell analog wie im test behauptet wurde.

Profilbild von thexcee

thexcee sagt:

#2 - 04.09.2011 um 21:39 Uhr

Empfehlungen Icon 0

VA oder Sampleplayer, was soll´s, hört euch mein "VENOM goes ANALOG" unter thexcee (YT) an und erkennt das es mittlerweile egal ist wie und welche Soundengine hinter allem steckt, das Ergebnis zählt. Alles andere ist Geschmackssache.

Profilbild von Bob Humid

Bob Humid sagt:

#3 - 19.09.2012 um 20:36 Uhr

Empfehlungen Icon 0

ich schliesse mich thexcee an. das ergebniss "hat immer recht" ... in diversen interviews im web finden sich fundierte tricks wie man aus dem venomsound durch drift und komplexe lfo-spielereien ein durchaus analog-lebendiges klangverhalten zu entlocken ist. ich persönlich nutze ihn gerne und ausgiebig im studio und wenn mir da etwas mittenpräsenz und lebendigigkeit felt, wird das mit modulationen ausgebügelt und dazu noch ein NEVE1081 oben drauf gepackt... und gut ist :)http://m.matrixsynth.com/20...

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