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Greg Recco Audible Planets Test

Fast 2000 Jahre ist es her, dass Claudius Ptolemäus sein geozentrisches Weltbild entwickelt hat. Was er damals nicht ahnte: Das Modell sollte tausende Jahre später die Basis für einen Freeware-Synthesizers bilden. Greg Recco Audible Planets stellt eine interessante Symbiose aus Mathematik und Klang dar.

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DETAILS + PRAXIS

Auf zu neuen Welten über Github

So ein ambitioniertes Synthesizer-Konzept wie Audible Planets gibt’s natürlich nur bei Github. Begebt euch zur Releases-Seite des Plugins, denn dort findet ihr den Synthesizer für Windows, macOS und Linux, in den Formaten VST3 und LV2.

Nicht von dieser Welt

Greg Recco Audible Planets wird vom Entwickler als quasi-ptolemäischer semi-modularer Synthesizer bezeichnet. Dabei geht es um das Weltbild des ägyptischen Universalgelehrten, den Äquanten und die Bewegungsgeschwindigkeit von Planeten.    

Das GUI von Audible Planets verfügt über zwei Tabs: Main und Effects.
Audible Planets ist ein bisher einzigartiges Software-Instrument.

Vier um sich kreisende Himmelskörper und ihre unterschiedlichen Geschwindigkeiten dienten bei diesem Synthesizer als Vorbild für die Klangerzeugung, die laut Recco stark der FM-Synthese ähnelt. Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Himmelskörper ersetzen bei Audible Planets im Wesentlichen die Carrier, Operatoren und Modulatoren der Frequenzmodulation.  

Der Freeware-Synth nutzt vier Oszillatoren zur Klangerzeugung, wobei hier nicht die üblichen Wellenformen zum Einsatz kommen. Vielmehr beeinflussen die Oszillator-Parameter Coarse und Fine die Geschwindigkeit der Planeten, wodurch sich der Sound ändert, den der Oszillator ausspuckt. Außerdem gibt’s vier Envelopes, haufenweise Modulationsquellen, ein Filtermodul und acht Effekte, die über das gleichnamige Tab nutzbar sind. MPE wird übrigens auch unterstützt.   

Selten so lebendige Sounds gehört

So einzigartig das Konzept von Audible Planets ist, so überzeugend fällt auch der Sound aus. Das erste Beispiel ist eine stark klingende Kombination aus Pad, Brass und einer Orgel. All das habe ich leicht angezerrt und mit einem sehr gut klingenden Hall veredelt. Das Preset Caustic Lead im zweiten Beispiel könnte aus einem Horrorfilm mit Aliens stammen und enthüllt dabei das gesamte Modulationspotential des Synths. Dasselbe macht Beispiel 3, ein lebendiges Evolving-Pad mit ganz viel Bewegung. Zum Schluss hört ihr noch eine charaktervolle Mischung aus einem Pluck- und einem Synth-Sound namens Venus Dawn. Auch hier gefallen mir die Effekte sehr gut.

Audio Samples
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01 Buzz Pad 02 Caustic Lead 03 Drone Scene 04 Venus Dawn

FAZIT

So schwer es auch sein mag, das Konzept hinter Greg Recco Audible Planets zu verstehen, so überzeugend ist der Sound dieses Freeware-Juwels. Die Bedienung unterscheidet sich gar nicht groß von anderen Synthesizern, man muss einfach nur ausblenden, dass man statt einer Wellenform gerade die Geschwindigkeit eines Planeten verändert. Und die implementierten Effekte sind auch der Hammer. Das Sounddesign-Potential von Audible Planets ist auf jeden Fall enorm, was die Presets eindrucksvoll erahnen lassen. Endlich mal frischer Wind im Synth-Business! Volle Punktzahl.

Features

  • Völlig neue Klangerzeugung
  • Vier Oszillatoren
  • Vier Envelopes 
  • Ein Filtermodul
  • Acht Effekte
  • MPE-Support
  • Skalierbares GUI
  • Für Windows, macOS und Linux
  • Erhältliche Formate: VST3 und LV2
  • PREIS: Greg Recco Audible Planets ist kostenlos
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • Fantastischer Sound
  • Völlig neues Klangerzeugungskonzept
  • Implementierte Effekte klingen top
Contra
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Greg Recco Audible Planets Test
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