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u-he Zebralette Test

Neben Synthesizern wie Hive, Repro oder Diva ist die Softwareschmiede u-he besonders für ihr Synth-Flaggschiff Zebra bekannt, und zwar über Musikgenregrenzen hinaus. Wer sich erst einmal kostenlos mit dem Sound und dem Workflow der Berliner anfreunden möchte, sollte sich unbedingt Zebralette anschauen.

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Noch mehr kostenlose Plugins findet ihr in unserem großen Freeware Software Synths und Plug-ins Special.

Details + Praxis

Allgemeines

Zebralette ist mittlerweile in Version 2.9.2 erhältlich und kann direkt auf der Seite des Herstellers heruntergeladen werden, mit nur einem einzigen Klick und ganz ohne die eignen Daten hergeben zu müssen. Das Plugin gibt es für Windows ab Version 7, für macOS ab Version 10.9 und für Linux in den Formaten AU, VST2, VST3 und AAX, jeweils in 32- und 64-Bit. Außerdem beinhaltet der Download ein sehr ausführliches Handbuch in englischer Sprache.  

Auch in der aktuellen Version von Zebra wird automatisch noch weitere Software installiert, dies kann also nicht manuell beeinflusst oder gar verhindert werden. Es handelt sich dabei um Demo-Versionen von Zebra, dem Hall ZRev, und Zebrify, einem modularen FX-Plugin.

Konzept und GUI

Wie der Name bereits andeutet, ist Zebralette die abgespeckte Version des Synth-Klassikers Zebra aus dem Hause u-he. Während die Vollversion, die von Musikern in allen erdenklichen Genres verwendet wird, mit vier Oszillatoren aufwartet, verfügt Zebralette zwar gerade einmal über einen – das tut dem Kreativpotential des Freeware-Synths aber keinen Abbruch, schließlich soll die Freeware-Version als Einstiegsdroge gelten und begeisterte User dazu verführen, sich die kostenpflichtige Vollversion zu besorgen.

Das GUI von Zebralette.
Das GUI von Zebralette.

Das GUI von Zebralette ist in drei Module unterteilt. Modul 1 beherbergt den Oszillator mit 27 Wellenformen, was an sich schon eine ganze Menge ist. Darüber hinaus kann man mit dem Waveform-Editor aber auch eigene Wellenformen erstellen und zwischen diesen dann sogar morphen. Dafür stehen vier Modi zur Verfügung: GeoMorph, SpectroMorph, GeoBlend und SpectroBlend. Es folgen die Oszillatoreffekte mit zwei Slots für jeweils einen der 24 Effekte, wie zum Beispiel Bandworks, Exophase, Formanzilla oder Ripples, mit denen man den Klangerzeuger noch weiter verändern kann.  

Im zweiten Modul befinden sich die globalen Einstellungen, die Hüllkurve und die beiden LFOs, mit denen der Sound noch weiter verändert werden kann. Das dritte Modul beinhaltet den Multi-Stage-Envelope-Generator, mit dem die komplexesten Modulationsquellen erzeugt werden können, sowie das FX-Modul mit einem Mod-FX und einem Delay. Zu guter Letzt wartet Zebralette mit über 300 Presets auf, das ist für einen Freeware-Synthesizer weit über dem Durchschnitt.

Bei den 300 implementierten Presets dürfte einem nicht so schnell langweilig werden.
Bei den 300 implementierten Presets dürfte einem nicht so schnell langweilig werden.

Sound

Der Umgang mit Zebralette ist schnell erlernt und geht gut von der Hand. Und wer doch ein paar Probleme damit hat, kann sich ja einfach unter den 300 Presets umsehen. Darunter sind natürlich auch schwächere Sounds, aber es gibt auch richtige Perlen, wie zum Beispiel die drei, die ihr euch jetzt anhören könnt. Ich habe einen Lead-, einen Pad- und einen Arp-Sounds rausgesucht, die wirklich hörenswert sind.   

Audio Samples
0:00
01 SM Trance-Chord 03 02 SM Modal 03 SM Fastorg

Fazit

Zebralette von u-he ist ein Freeware-Synthesizer, von dem wirklich jeder profitieren kann, Synthesizer-Anfänger wie auch Sounddesign-Profis werden damit definitiv ihren Spaß haben. Das GUI ist sehr übersichtlich und der Sound des Plugins ist top. Besonders der Waveform-Editor und der Multi-Stage-Envelope-Generator machen das Kreieren eigener und individueller Sounds zum Kinderspiel. So bekommt man auch einen Eindruck vom Klangpotential der Vollversion und das macht durchaus Lust auf mehr. Wie praktisch, dass die Demo-Version von Zebra gleich mitinstalliert wurde. 

Pro

  • übersichtliches GUI
  • unendliche Modulationsmöglichkeiten durch eigene Wellenformen und den Multi-Stage-Envelope-Generator
  • skalierbares GUI
  • 300 Presets
  • NKS-Kompatibilität

Contra

  • Demo-Versionen drei weiterer Plugins müssen mitinstalliert werden

Features

  • ein Oszillator
  • Waveform-Editor für das Erstellen eigener Wellenformen
  • 24 Oszillator-Effekte
  • Hüllkurve
  • Zwei LFOs
  • Ein Multi-Stage-Envelope-Generator
  • Drei Effekte: Chorus/Phaser, EQ und Delay
  • skalierbares GUI
  • 300 Factory-Presets
  • NKS-Kompatibilität

Preis

  • u-he Zebralette: kostenlos
Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • vielseitiger OSC
  • intuitive Bedienung
  • perfekt für Einsteiger
  • 300 Presets
  • NKS-Kompatibilität
Contra
  • „Zebra“-Demo muss mitinstalliert werden
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u-he Zebralette Test
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von Tobias Homburger

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