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Test
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16.04.2013

Korg SP-280 Test

Digitalpiano

Allrounder im Retro-Look

Mit dem SP-280 hat Korg ein neues Digitalpiano auf den Markt gebracht, das den erst zwei Jahre alten Vorgänger SP-250 ablöst. Korgs SP-Serie erfreut sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit, steht die Baureihe doch für vollwertig ausgestattete Pianos zu bezahlbaren Preisen. Das kommt nicht nur bei Einsteigern gut an.

Offensichtlich ist das SP-280 ein komplett neu entwickeltes Instrument, das zumindest optisch keine Gemeinsamkeiten mit seinem Vorgänger hat. Geblieben ist das Konzept: Viel Klavier für wenig Geld, gepaart mit einem Lieferumfang, der keine Wünsche offen lassen soll. Schauen wir uns also einmal an, was die neue Kiste zu bieten hat.

Details

Lieferumfang, Optik und Anschlüsse

Beim Öffnen des Kartons fällt mein Blick zuerst auf ein paar Stangen und Schrauben. Nanu, ist das jetzt die Lieferung eines schwedischen Möbelhauses oder doch das Korg Piano? Natürlich letzteres, denn unter dem Gestänge kommt ein mattschwarzes Gehäuse zum Vorschein, das trotz seiner Größe und einem Gewicht von 19 kg recht leicht aus der Verpackung zu heben ist. Dass die ebenfalls schwarzen Stangen zum Lieferumfang gehören, freut mich umso mehr. Denn Korg legt dem SP-280 den passenden Ständer gleich bei. Beim Anschrauben der Beine werden Erinnerungen wach: Wie war das noch früher, als man auf dunklen Bühnen die Chromstützen in das Rhodes gedreht hat? Und ist es nicht eine erfreuliche Entwicklung, dass diese Bauform bei Instrumenten wie dem Korg SV-1 oder eben dem SP-280 eine Renaissance erlebt? Schließlich gibt es kaum eine stabilere und stilvollere Lösung, ein Stagepiano sicher aufzustellen, als passende Beine, die fest mit dem Gerät verbunden sind.

Eine gewisse Ähnlichkeit zum SV-1 gibt es aber nicht nur aufgrund des Unterbaus, sondern auch durch die Gehäuseform. Abgerundete Ecken, die bullige Rückseite mit dem unübersehbaren Korg Logo und ein leicht ansteigendes Panel zeigen die Verwandtschaft zum großen Bruder auf. Habe ich es hier womöglich mit einer Low-Budget-Variante des SV-1 zu tun? Ein Blick auf die Bedienelemente und die Anschlüsse offenbart schnell, dass das SP-280 nicht nur preislich in einer ganz anderen Liga spielt. Und die inneren Werte habe ich dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Die Oberfläche des SP-280 wirkt sehr sachlich und aufgeräumt. In das etwas dünnwandige, aber solide verarbeitete Plastikgehäuse fügen sich links und rechts breite Lochgitter ein, hinter denen sich zwei ovale Speaker mit jeweils 22 W Ausgangsleistung verstecken. In der Mitte des Panels befindet sich eine glänzend schwarze, konvex geformte Leiste, in die 22 silberne Taster, ein imposanter, ebenfalls silberner Volumen-Regler, 19 rote LEDs und ein dreistelliges 7-Segment-Display eingelassen sind. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, und so wird der eine das Design edel und schick nennen, während der andere ästhetische Reminiszenzen an preisgünstige Radiowecker entdeckt.

Die Rückseite präsentiert sich unspektakulär und schlicht. In zwei unauffällige Löcher lässt sich das mitgelieferte Notenständer-Drahtgestell einhängen, das nötigenfalls auch ein dickes Songbook oder die ledergebundenen Mozart Sonaten aushält. Mittig eingelassen sind die Anschlüsse für das beiliegende externe Netzgerät und das ebenfalls mitgelieferte Sustain-Pedal, außerdem ein Stereoausgang (2 x 6,3 mm Klinke unsymmetrisch), MIDI In/Out sowie als Miniklinke ausgeführte Buchsen für Kopfhörer und Line-In. Ein weiterer Miniklinke-Kopfhörerausgang befindet sich vorne am linken Ende der Tastatur.

Bedienung

Die Buttons des Bedienfeldes sind unmissverständlich beschriftet und schnell erklärt: Links vom Volume-Regler schaltet man das Gerät ein und aus. Auf der anderen Seite befinden sich Taster zum Abspielen der 20 internen Klavierstücke und der 10 Demo-Songs, ein Transpose-Schalter, Knöpfe für die Anschlagsempfindlichkeit der Tastatur, die Brillanz des Ausgangssignals, die Effekte Reverb und Chorus sowie ein Knopf mit der Aufschrift „Function“, sozusagen die „Shift“-Taste, die auf Umwegen eine Vielzahl von versteckten Optionen ermöglicht. Für diese muss man entweder die Bedienungsanleitung zu Rate ziehen oder braucht ein gutes Gedächtnis.

Weiter rechts kann man die einzelnen Klänge auswählen. Die gängigen Sounds sind in zehn Kategorien zu finden. Mit dem Taster „Bank“ wählt man eine von jeweils drei Variationen aus. Am rechten Ende des Panels sind noch das dreistellige Display mit den Knöpfen „Up“ und „Down“ sowie das Metronom angeordnet.

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