Gitarre Hersteller_ZVEX
Test
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09.06.2019

Praxis

Ich verbinde das Pedal mit dem Eingang meines Marshall JVM 410 und nehme die angeschlossene 2x12 Box mit Vintage 30 Speakern mit einem SM57 ab. Als Gitarre kommt eine Music Man Reflex zum Einsatz. Sämtliche Audiofiles habe ich im Klang natürlich nicht weiter bearbeitet.

Los geht es mit dem puren Ampsound, im Beispiel danach aktiviere ich die Fuzz Factory, wobei ich alle Regler bis auf Drive in der Mittelstellung positioniert habe. Drive zeigt hier auf 9 Uhr. Den Volume-Regler belasse ich bei allen Beispielen in der 10-Uhr-Position.

Heraus kommt ein gnadenlos verzerrter Sound, der trotz der dichten Zerre die gespielten Töne klar definiert darstellt. Dank des Gates herrscht dabei in den Spielpausen Ruhe.

In den nächsten Beispielen drehe ich den Comp-Regler von der Minimal- über die Mittel- hin zur Maximalstellung.

Wie schon erwähnt, kann dieser Regler für extreme Sounds sorgen, was man im letzten Durchgang gut hören kann. Ganz nach links gedreht zeigt sich der Klang etwas schwammig, in der Mitte bekommen die Töne mehr Kontur und nach rechts überschlägt sich der Sound.

Es folgt ein Beispiel mit dem Drive-Regler in der Mittel- und dem Stab-Regler in der 15-Uhr-Position.

Auch hier kommt ein wirklich fetter und abgedrehter Klang zustande, der sich sehr musikalisch einsetzen lässt, obwohl die gespielten Akkorde fast nicht zu unterscheiden sind - aber eben nur fast.

Ich drehe nun den Drive-Regler ebenfalls auf 15 Uhr und das Gate auf 9 Uhr. Dazu habe ich zwei Beispiele aufgenommen, im zweiten lasse ich den Ton länger ausklingen.

Beim Einstieg in das Audiofile hört man das Feedback, das die Schaltung der Fuzz Factory generiert, in den Spielpausen herrscht trotzdem Stille. So kann der Ton recht präzise kontrolliert werden, sehr gut!

Ich drehe nun den Gate-Regler ganz nach links und den Comp-Regler auf 15 Uhr.

Mit diesen Einstellungen fokussiert sich der Sound, wird etwas enger und lässt so ein artikuliertes Single-Note-Spiel zu. Obwohl der Gate-Regler ganz nach links gedreht wurde, ist in den Spielpausen Stille, was die Definition der Töne natürlich verstärkt. Wie eingangs erwähnt, beeinflussen sich die Regler gegenseitig, was unterschiedliche Resultate zur Folge haben kann.

Nun positioniere ich den Stab-Regler auf 13 Uhr und den Comp-Regler in die Maximalstellung.

So wird der Effekt aus dem vorherigen Beispiel verstärkt und der Sound für meinen Geschmack “körniger“, was ihn sehr eigenständig macht.

Jetzt drehe ich den Stab-Regler ganz auf und den Comp-Regler auf 10 Uhr.

Hier ist das Gegenteil der beiden vorherigen Beispiel zu hören. Der Sound wird sehr breit und flächig, dabei treten auch die Attacks zurück.

Für das letzte Beispiel stelle ich Comp auf 9 Uhr und Gate auf 15 Uhr.

Heraus kommt eine gesunde Mischung aus flächig und artikuliert, was den Sound in einem größeren musikalischen Kontext brauchbar macht.

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