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05.07.2018

Yamaha Arius YDP-S34 Test

Digitalpiano

Wenn Platz eine Rolle spielt

Digitalpianos waren und bleiben ein Verkaufsschlager im weiten Feld der Musikelektronik und das mit gutem Grund: Es ist einfach eine Bereicherung, ein jederzeit gut gestimmtes Instrument im Haus zu haben, das sich bei Bedarf auf Zimmerlautstärke herunter regeln lässt, idealerweise auch noch als Midi-Masterkeyboard eingesetzt werden kann und sich im Zweifel auch ohne die Hilfe von Möbelpackern umziehen lässt.

Yamahas neues Modell in der Arius-Serie mit dem nüchternen Namen YDP-S34 will das alles - und noch ein bisschen mehr - zu einem attraktiven Preis und in drei Farbvariationen (weiß, schwarz, Weißesche) bieten. Wir haben uns das schmucke Möbel für einen Test ins Haus geholt und berichten.

Details

Der gesamten Arius-Serie von Yamaha gemeinsam ist der Umstand, dass es sich hier um sogenannte „Kompakt-Digitalpianos“ handelt. Instrumente also, die in ihrer Konstruktion bewusst nicht versuchen, ein klassisches Klavier nachzuahmen, sondern vielmehr darauf ausgelegt sind, die elementaren Funktionen eines Digitalpianos in kompakter, transportabler Form zu präsentieren. Es macht hier also viel mehr Sinn sie als eine Art Masterkeyboard mit integrierter Klangerzeugung, Lautsprechern und Ständer zu betrachten, als sie formal rein optisch mit einem Klavier zu vergleichen. Das hier getestete YDP-S34 zeigt deutlich, dass es ein echtes Slimline-Digitalpiano ist: Zentrales Element ist die 88-Tasten Graded Hammer Standard (GHS) Klaviatur um die herum sich ein designtechnisch relativ minimalistischer Rahmen nebst Unterbau arrangieren. Dennoch bringen es die integrierten Lautsprecher auf respektable 2 x 8 Watt, um so die 192 möglichen Stimmen der Pure CF Sound Engine in den Raum zu tragen.

Auspacken

Das YDP-S34 erreicht uns bereits fertig montiert und von zwei kompetenten Speditionsdienstleistern getragen. Die geben sich – offenbar in Erwartung eines Trinkgeldes – weitaus schwerer geknechtet als es das Instrument faktisch erfordert. Denn die knapp vierzig Kilo lassen sich von kräftigen Menschen durchaus alleine bewegen und zu zweit ist der Transport entsprechend gut zu bewerkstelligen. Allerdings nur, wenn man das Instrument sicher zu fassen bekommt, denn aufgrund des minimalistischen Designs kommt das YDP-S34 weitgehend ohne überflüssige Ecken und Kanten aus, an denen man es greifen könnte. Als sicherste Variante erwies sich das Anfassen unterhalb der Klaviatur (von vorne und von hinten).

Erster Eindruck

Wie schon erwähnt: Das YDP-S34 schafft es erfolgreich, das Konzept des Digitalpiano auf das Notwendigste zu reduzieren. Entsprechend unspektakulär und unauffällig ist auch sein Äußeres: Alle sichtbaren Fronten sind mit einem schwarzen Furnier mit Holztextur überzogen, lediglich ein kleines Yamaha-Logo am Deckel der Tastatur und ein großes Logo an der linken Seite verraten den Hersteller. Das sieht in der Summe ebenso schlicht wie elegant aus und sollte dieses Digitalpiano zu einem angenehm unauffälligen Möbel werden lassen.

Aufgrund der geringen Bautiefe des Instruments (ohne Winkel: knapp 30 cm) sind allerdings zwei Stützwinkel auf der Rückseite erforderlich – offensichtlich, damit man es einem bei kraftvoll gespielten Fortissimo-Parts nicht einfach nach vorne weg kippt. Das ist zwar keine besonders hübsche, dafür aber eine pragmatische Lösung und wer das Piano bündig an eine Wand stellen will (was akustisch nicht unbedingt zu empfehlen ist), kann die Winkel auch einfach abschrauben. In den Unterbau integriert ist eine Pedaleinheit mit drei Pedalen (links: soft, mitte: sostenuto, rechts: legato) nebst einer Stützschraube zur Stabilisierung, damit man bei beherzter Pedalnutzung nicht die komplette Rückwand auf den Boden tritt.

Anschlüsse

Die Stromversorgung des Digitalpianos erfolgt über ein externes 12-Volt-Netzteil. Direkt neben der Strombuchse sitzt eine serielle Buchse zum Anschluss des Pedalmoduls. Das zugehörige Kabel wird an der Rückseite des Intruments nach unten geführt und hängt recht leger an der Rückwand. Ebenfalls mit in dieser „Wanne“ (dazu gleich mehr) sitzt eine USB-Buchse, die wahlweise zum Anschluss eines Laptops oder iPads dient. Alle Kernkomponenten wie Lautsprecher und Strom/Konnektivitätssektion sind in drei Plastik-Wannen unterhalt der Tastatur angebracht und machen den Eindruck, dass es sich hier um modulare Komponenten handelt.

Das sieht – von unten betrachtet - zwar nicht besonders hübsch aus, hilft aber die Fertigungskosten zu senken und sollte auch im Fall einer Reparatur von Vorteil sein, da sich hier die Komponenten einfach tauschen lassen, ohne dass man das komplette Instrument demontieren muss. Die Kopfhörer-Ausgänge sind als Standard-Klinke ausgeführt und befinden sich – etwas schwer erreichbar - an der linken Unterseite. Schön dagegen, dass es sich hier um Zwillingsbuchsen handelt: Es kann also auch zu zweit mit Kopfhörern am Instrument gearbeitet werden. Hierbei sollte man auf möglichst gleiche Impedanz der Hörer achten, denn sonst kann es für den Einen vielleicht schon empfindlich laut sein, während der Andere sich noch im Wohlfühlbereich befindet.

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