Test
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01.07.2021

Praxis

Montage

Trotz seiner üppigen Breite und dem gewaltigen Gewicht versuche ich zunächst den Tisch allein aufzubauen, obwohl Thon ein Zusammenbau zu zweit empfiehlt. Die Montageanleitung in die Hand genommen, kurz studiert, schon geht´s an den logisch durchdachten Zusammenbau. Zunächst werden alle Platten für die Montage vorbereitet, indem ich die Verbindungsbolzen, deren Gehäuse und die Holzdübel mit bloßer Hand in die entsprechenden Einsparungen drücke. Die Bolzen haben allerdings recht viel Spiel, worunter aber die Stabilität des Tisches nicht leidet.

Die Montage beginnt mit der Tischplatte und den beiden Blenden. Spätestens wenn ich dieses vormontierte und damit recht schwere, sperrige Teil mit der Seitenwand verbinden muss, ist definitiv eine zweite Person von Nöten. Die weitere abschließende Montage geht dann recht schnell von der Hand, sodass die komplette Aufbauzeit nach circa 30 Minuten abschließt.

Der optische Eindruck

Obwohl Geschmack immer im Auge des Betrachters liegt, mag dem DJ Table 1500 BK bei seinem optischen Auftreten etwas modisches Selbstbewusstsein fehlen. Er erinnert etwas an einen Schreibtisch, integriert sich dadurch aber unauffälligin das Mobiliar zu Hause oder in das Studio. Sollte euch der Tisch dennoch zu dröge erscheinen und er omnipräsent im Raum stehen, bietet die Front genügend Fläche, um ihn beispielsweise mit eurem DJ-Logo zu pimpen.

Löblich finde ich die recht niedrige Höhe der Blende als Sichtschutz, sodass man dem DJ bei seinem Handwerk auf die Finger schauen kann und sie nicht wie eine Sichtbarriere wirkt. Damit der Tisch nicht den Boden zerkratzt, sind an den beiden Seitenwänden jeweils links und rechts unten zwei kleine Plastikfüße angebracht.

Funktionalität

Der Thon DJ Table 1500 BK erfüllt alle Kriterien, auf die es bei einem DJ-Tisch ankommt: eine sehr große Fläche, auf der ein DJ-Set bestehend aus zwei Playern und Mixer nebst Laptop ausreichend Platz findet, zudem legt der Tisch eine sehr ergonomische Arbeitshöhe an den Tag. Bei meiner Körpergröße von 1,73 m befinden sich die Plattenteller ungefähr auf Bauchnabel- und damit auf meiner bevorzugten Tischplattenhöhe. Selbst bei einer Größe von 1,85 m dürfte man nicht in den Rundrücken verfallen. Größeren DJs empfehle ich allerdings eine Unterlage, beispielweise die Deckel der Flight-Cases, um etwas an Arbeitshöhe zu gewinnen.

Für die Kabel ist mittig in der Arbeitsfläche ein Loch mit Kunststoff-Kabeldurchlass inklusive Abdeckkappe vorhanden, sodass die Strippen nicht über die Blende des Tisches ragen oder daneben entlanggeführt müssen. Zwar kaschiert der Kabeldurchlass das gefräste Loch, allerdings passen etwas größere Stecker nicht durch, von Kaltgeräte- und Schuko-Steckern ganz zu schweigen. Ohne die Plastikblende gehen sämtliche Kabel und Stecker indes problemlos durch die Öffnung. Da die durch das Loch der Tischplatte gelassenen Kabel zwischen den beiden frontalen Blenden zu sehen sind, empfehle ich unter der Tischplatte eine Verteilerdose anzubringen und die Kabel förmlich unsichtbar in der Innenkante zu fixieren.

Noch ein kleiner Wunsch für eine MK2-Version: Vor der zweiten Blende in Kniehöhe wäre sicherlich Platz für eine Platte als Ablage für kleinere Accessoires gewesen.

Die üppigen Maße und das Gewicht des Thon DJ Table 1500 BK sind Fluch und Segen zugleich. Der DJ-Tisch steht sattelfest. Hantiere ich mit den Playern und dem Mixer sehr energisch, federt der DJ-Table es einfach ab. Da der Tisch allerdings sehr sperrig und schwer ist, eignet er sich nicht für mobile Zwecke, wofür er aber auch sicherlich nicht konzipiert wurde.

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