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Test
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12.12.2017

Thomann DP-51 BP Test

Digitalpiano

70 kg für Elise

Das Thomann DP-51 ist das Topmodell der im günstigsten Preissegment angesiedelten Digitalpianos der Thomann GmbH in Burgebrach. Lieferbar in schwarz matt, schwarz poliert und weiß poliert bringt es in der Verpackung satte 70 Kilogramm auf die Waage. Ohne Verpackung stehen immer noch 59 kg in der Wohnung und sehen dementsprechend wirklich nach einem Klavier und weniger filigran als viele der asiatischen Mitbewerber aus. Ob das Digitalpiano auch bei anderen Maßstäben mehr Klavier zu bieten hat als Andere, schauen wir uns im folgenden Test an.

Wer sich ein Digitalpiano zulegen will, hat die Qual der Wahl: Grob geschätzte 300 Modelle mit einer Vielzahl unterschiedlicher Eigenschaften buhlen um die Gunst der Kaufenden, wobei es preislich bei 200 € beginnt und – man höre und staune – im Extremfall bei 46.000 € endet. Das oberste Preissegment haben sich Yamaha und Roland aufgeteilt, Thomann hat sich auf eine niedrige Preisklasse spezialisiert und bietet dort auch schon einige Modelle an, deren Spitzenreiter das von uns getestete Modell DP-51 ist, das in drei verschiedenen farblichen Ausführungen erhältlich ist.

Details

Erscheinung

Aufgebaut und angeschaut, wirkt das Digitalpiano optisch wie ein echtes Klavier: Mit 50 cm Tiefe und 90 cm Höhe ist es somit um einiges größer als andere Digitalpiano-Modelle und das hat auch praktische Auswirkungen. Zum einen ist auf der Oberfläche neben dem Notenständer genügend Platz um Noten abzulegen, zum anderen ist die Oberkante des Klaviers aber so hoch, dass die Noten auch in angenehmer Höhe, so wie bei einem akustischen Klavier oder bei einem Flügel stehen können, nämlich vor den Augen und nicht unten in Fingernähe. Betont wird die klavierartige Anmutung auch durch das Gehäuse, das nicht nur sanft geschwungene Konturen, sondern auch Ecken vorweisen kann. 

Die Fotostrecke zeigt das Thomann DP-51 BP in der Rundumsicht. (Fotos: Thomann)

Ausstattung und Anschlüsse

Das Thomann DP-51 bietet trotz des niedrigen Preises alles, was heutzutage Standard bei Digitalpianos ist: Unterschiedliche Sounds, Modalitäten, wie Dual und Split, ein Metronom, Transponierung, Effekte, wie Chorus und Reverb. An Zusatzfunktionen, über die nicht alle Modelle verfügen, sind zunächst einmal die Anzahl von 40 Sounds, die Begleitautomatik und die 60 intern gespeicherten Songs zu nennen. Weiterhin gibt es einen Equalizer, drei Pedale, MIDI In und Out, einen USB-Anschluss, zwei Kopfhörerausgänge und Aux In und Out. Das Thomann DP-51 verfügt über eine vollständige Klaviertastatur mit 88 gewichteten Tasten nebst Hammermechanik und 128 stimmiger Polyphonie. Ein Klaviaturdeckel schützt die Tastatur bei Nichtgebrauch des Digitalpianos. Und damit man das Ganze auch noch hören kann, gibt es ein internes Verstärker-/Lautsprechersystem mit 2 x 15 Watt Leistung, das sich bei Kopfhörerbenutzung wahlweise auch ausschalten lassen. Drei Pedale dienen dazu, um dem Klavierspiel Ausdruck zu verleihen.

Aufbau und Ausführung

Das Oberteil mit der Klaviatur und den Lautsprechern steht auf einem sehr stabilen Holzsockel, der sich dank der bebilderten Anleitung und wenigen Schrauben in kurzer Zeit aufbauen ließ. Wo andere Modellen eher nach schwedischem Möbelhaus aussehen, bietet das Thomann DP-51 massive hölzerne Seitenteile. Man muss sich dabei aber im Klaren sein, dass es zwei Personen für den Aufbau benötigt. Das Oberteil ist in der Tat so schwer, dass es unmöglich von einer Person alleine aus dem Karton gehoben werden kann. Auch muss man daran denken, dass das Piano aufgrund seiner Größe und des Gewichts per Spedition geliefert wird, die das Instrument nur bis zur Bordsteinkante liefern. Dasselbe Problem hat man natürlich auch mit 40 kg schweren Digitalpianos, aber 70 kg sind eben noch einmal eine andere Hausnummer.

Steht es aber dann einmal aufgebaut in der Wohnung, bietet es einen wirklich schönen Anblick und dazu erhält man übrigens eine ausführliche gedruckte Anleitung in deutscher Sprache. Die Oberfläche des von mir getesteten Modells ist aus Kunststoff gefertigt und offeriert ein hochglanzschwarzes Erscheinungsbild, ähnlich dem Schellackkleid eines Flügels. Unser Test beschreibt die "BP"- Ausführung (Black Polished / schwarz poliert) des Thomann DP-51 Digitalpianos. Weitere Ausführungen dieses Modells sind in "WHP" (White Polished / weiß poliert) und in "B" (Black / matt schwarz) erhältlich.

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