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Test
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25.10.2019

Spitfire Audio Scary Strings Test

String-Library

Kostenlose Horrorstrings: Streicher aus der Unterwelt!

Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Streicherensemble erzeugt bei den meisten Zuhörern eine Gänsehaut. Die Scary-Strings-Library von Spitfire Audio tut sogar mehr als das: Sie lässt einem gleich die Haare zu Berge stehen. Denn basierend auf den Sounds der Spitfire-Angucar-Evolutions-Libraries wurde sie nur zu dem einen Zweck zusammengestellt – Angst erzeugen… 

Details & Praxis

Bedienoberfläche

Die Nutzeroberfläche ist sehr ansprechend in Weiß gehalten und verfügt über drei Regler. Mit Regler eins kann man die Masterlautstärke beeinflussen, Regler zwei ist für die Velocity zuständig und Regler drei kann sowohl den Reverbanteil, als auch die Attack- und die Releasezeiten steuern. Mehr Einstellmöglichkeiten gibt es nicht. Für ein kostenloses Plugin ist dieser Aspekt also wirklich in Ordnung. Spitfire-Audio-typisch klingt die Library auch ohne weitere Bearbeitungen schon sehr gut. Qualitativ ist dieses Instrument im professionellen Sektor anzusiedeln.

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Klang

Scary Strings besteht aus drei Instrumenten, die sich, bis auf die Vorlage „Cool“, vor allem in Lautstärke und Velocity voneinander unterschieden. Im Cool-Preset kann man über den zweiten Schieberegler einen weiteren Klang hinzumischen und den Sound somit noch gruseliger gestalten. Bei der Aufnahme wurde der Fokus offensichtlich auf die Nebengeräusche der Streichinstrumente gelegt. So hört man beim Anspielen der programmierten Sequenzen beispielsweise ein schrilles Saitenzupfen, knarzende Bögen und atmende Spieler.

Für unseren Praxistest haben wir eine Tonfolge in der Pianoroll programmiert, die wir absichtlich einfach gehalten haben, um das Instrument für sich selbst sprechen zu lassen. Besonders über gespielte Einzeltöne, die sich über mehrere Takte erstrecken und im Laufe der Zeit durch die Velocity und die Lautstärke klanglich öffnen, kann man einen sehr schönen Effekt erzielen. Der Reverb fällt eher subtil auf, gibt dem Klang der Presets jedoch nochmal etwas mehr Raum. Alles in allem ist diese Library wohl besonders für Filmmusikkomponisten und klassische Musiker interessant. 

Installationsprozess

Spitfire Audio gehört zu den professionellsten und besten Sound-Library-Produzenten, die es gibt. Das merkt man auch bei den Scary Strings, die übrigens über den hauseigenen Labs-Player gespielt werden können. Um das Instrument verwenden zu können, ist ein Nutzerprofil notwendig. Dieses ist aber mit wenigen Klicks ganz schnell erstellt. Nach der Registrierung muss nur noch der Labs-Player heruntergeladen werden, über den dann auch der Download des Instruments erfolgt.

Fazit

Scary Strings ist eine Library, die professionellen Ansprüchen sowohl in Bezug auf die Nutzeroberfläche als auch durch die hervorragende Qualität der aufgenommenen Samples gerecht wird. Filmmusikkomponisten werden hier ihre Freude haben. Die Nutzeroberfläche des Labsplayers wurde hervorragend programmiert und kann qualitativ locker mit der Aufmachung aktueller Softwareinstrumente mithalten. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Die wenigen Einstellmöglichkeiten sind ein kleiner Wermutstropfen, fallen jedoch weniger ins Gewicht, da weitere Bearbeitungen problemlos mit Plugins von Drittherstellern vorgenommen werden können.

  • Pro
  • hervorragende Qualität der Samples
  • einfache, intuitive Bedienung
  • sehr gut programmierte und durchdachte Nutzeroberfläche
  • Contra
  • wenige Einstellmöglichkeiten
  • Features
  • drei Spielbare Presets
  • integrierter Reverb
  • Systemvoraussetzungen: VST-, VST 3 oder AU-Kompatible DAW, macOS oder Windows
  • Preis
  • kostenlos

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