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01.03.2019

Numark Party Mix Pro Test

Akkubetriebene Aktivbox mit eingebautem DJ-Controller

Mobile DJ-Partybox mit Bling-Bling

Unter dem Namen Party Mix kennen wir einen kleinen, einsteigerfreundlichen DJ-Controller, der in unserem Testbericht immerhin vier Sterne einheimsen konnte. Jetzt liegt hier der Party Mix Pro vor. Dieser ist eine portable Aktivbox mit Akku, Light-Show und dem gerade genannten Controller drin. Preislich ist diese All-in-one-Box bereits für unter 250 Euro zu haben – ein Angebot, das in Anbetracht der Funktionen erst mal gar nicht so schlecht klingt. Taugt das Ding denn was? Genau mit dieser Frage beschäftigen wir uns jetzt!

Details

Verpackung und Lieferumfang

Im bunten Karton wartet der Party Mix Pro in seinem Schaumstoffschutz und Folie auf den Einsatz. Begleitet wird die Box von dem zugehörigen Stromkabel, einem USB-Kabel, zwei Aufklebern und ein paar Drucksachen. Diese sind das mehrsprachige Benutzerhandbuch, Sicherheitshinweise und Garantieinformationen sowie die Software-Download-Karte. Zum Bundle gehören die Apps Serato DJ Lite und Virtual DJ LE.

Der erste Eindruck

Party Mix Pro ist 381 mm breit, 329 mm tief und 460 mm hoch. 12 kg bringt der schwarz lackierte Speaker auf die Waage und ist im Wesentlichen aus Kunststoff gefertigt. Auf der Oberseite thront die fest integrierte DJ-Controller-Einheit. Außerdem entdecke ich hier eine Vertiefung, die als „Dockingstation“ für Smartphone oder Tablet fungiert.

Die Vorderseite nimmt die eingebaute Lightshow ein. Auf beides gehe ich gleich noch genauer ein. An den Seiten befinden sich Tragegriffe, links von vorne betrachtet diverse Anschlüsse und der Power-Schalter. Drei Buchsen mit 3,5 mm Größe dienen der Verbindung mit Kopfhörer, einer weiteren Box (Link) und dem Anschluss eines Aux-Signals. Eine 6,35 mm Klinkenbuchse ist dem Anschluss eines Mikrofons vorbehalten. Weiterhin sehe ich daneben den USB Typ B Port, über den der Party Mix Pro mit dem Rechner oder einem iPad verbunden wird. Für letzteres ist zusätzlich ein Kamera-Connection-Kit erforderlich. Unterhalb des Betriebsschalters ist die Buchse für ein Kaltgerätekabel untergebracht.

Auf der Rückseite ist ein ausziehbarer Tragegriff montiert. Wenn dieser komplett ausgefahren ist, kommt er auf eine Länge von knapp 51 cm. Mittig, quasi zwischen den Elementen des Tragegriffs, sitzt der Bassreflexkanal. Die Unterseite ist am vorderen Teil mit zwei Füßen und hinten mit zwei Rollen bestückt, jeweils aus Kunststoff gefertigt.

Die Verarbeitung macht insgesamt einen ordentlichen Eindruck. Der ausgezogene Griff fühlt sich ein bisschen wackelig an, die Bedienelemente des Controllers wirken nicht besonders hochwertig, sitzen aber letztlich ordentlich fest. Fader und Potis bewegen sich mit einem angenehmen Widerstand.

DJ-Controller am „Oberdeck“

DJs freuen sich über den eingebauten Controller. Dieser ist bis auf ein paar Kleinigkeiten identisch mit dem „Party Mix“ aus dem gleichen Hause. Links und rechts sitzt jeweils ein Deck, das mit einem ungefähr 7 cm im Durchmesser dimensionierten Jogwheel, einem 45 mm Pitch-Regler, Buttons für Sync, Cue, Play/Pause und vier Performance-Pads ausstaffiert ist. Der „Pad Mode“-Button wechselt deren Betrieb zwischen Cues, Loops, Sampler und Effekten.

Drei rot leuchtende LEDs zeigen den ausgewählten Modus an. Sind Effekte aktiviert, leuchten alle drei gleichzeitig. Die Joghweels werden jeweils von einem kleinen kreisförmigen Knopf zum Vorhören und einem weiteren Button gleicher Größe für das Aktivieren des Scratch-Modus begleitet. Sämtliche Knöpfe und Pads sind mit einer einfachen Hintergrundbeleuchtung versehen und bestehen aus eher hartem Plastik.

Zwischen den beiden Decks ist am unteren Rand der 45 mm lange Crossfader positioniert. Darüber die zwei gleich langen Kanalfader. Für jeden Channel gibt es einen Zweiband-EQ und einen Gain-Regler. In der Mitte entdecke ich einen Push-Encoder für die Navigation und Auswahl der Tracks. Die zwei kleinen Load-Tasten weisen die Tracks den Decks 1 und 2 zu. Weiterhin sehe ich darunter drei Drehpotis für die Master-Lautstärke, den „Cue Mix“ und den „Cue Gain“.

Soweit kennen das alles vielleicht einige von dem besagten „Party Mix“. Ein paar Sachen sind aber dazu gekommen. Weil hier ein Mikrofon angeschlossen werden kann, existiert dafür am oberen Ende der linken EQ-Abteilung ein Lautstärkeregler. Dieser setzt sich durch die graue Farbgebung etwas gegenüber dem sonst dominierenden Schwarz ab. Auf der rechten Seite finde ich den ebenfalls in Grau gehaltenen Master-Regler. Er justiert die Gesamtlautstärke der Box inklusive dem über Bluetooth eingehenden Signal. Das wiederum aktiviert ein ebenfalls neuer Button am linken Deck. Eine LED signalisiert Aktivität. Außerdem gibt es hier noch einen Druckschalter für das Wechseln des Party-Lichtermodus.

Am zweiten Deck lauert ein USB-Port Typ A, der lediglich zum Aufladen von Smartphones und Konsorten gedacht ist. Eine vierstufige LED-Leiste daneben zeigt den Ladestatus des in der Box befindlichen Akkus an. Eine zusätzliche Leuchtdiode erstrahlt, wenn ein Smartphone oder Tablet über USB aufgeladen wird.

Bling-Bling mit LED-Technik

Damit das Partyfeeling mit dieser Box so richtig rund ist, hat sich Numark nicht lumpen lassen und der kleinen Kiste tatsächlich eine ganze „Lichtanlage“ verpasst. Am offensichtlichsten sind im noch ausgeschalteten Zustand drei LED-Arrays. Die sehen so ein bisschen wie gläserne, halbierte Kristall/Discokugeln aus, nur dass diese aus Kunststoff sind und nicht von außen angestrahlt werden, sondern buntes Licht abgeben.

Das ist aber noch nicht alles, denn darunter sitzt hinter dem Frontgitter versteckt eine LED-Matrix mit 31 cm Breite und 29 cm Höhe. Dessen Lichtspiel offenbart sich erst im Betrieb. Dann will ich den Party Mix Pro mal für den Praxisteil anschmeißen.

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