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13.01.2021

Die besten Gitarren-Soli - Kiss mit Ace Frehley - Shock me - Workshop

Die berühmtesten Gitarren-Solos zum Nachspielen - mit Noten und Tabs

Wird bei Interviews Gitarristen wie Dimebag Darrell, Paul Gilbert, Mike McReady, Ty Tabor u.v.m. die Frage gestellt, warum sie zur Gitarre gegriffen haben, fällt immer wieder ein Name: Ace Frehley, der erste Gitarrist von Kiss. Auch wenn Ace nie im gleichen Gitarrenolymp wie beispielsweise Jimi Hendrix oder Eddie Van Halen gelandet ist, haben sein Spiel, aber auch seine optische Erscheinung und seine Coolness einen handfesten Beitrag in der Geschichte der Rockgitarre hinterlassen.
Für seine massive Gefolgschaft, speziell in der Gitarrengeneration der 70er Jahre, gilt vielfach das Gitarrensolo von "Shock me" vom 1977 releasten Album "Love Gun" als sein Paradestückchen. Der Titel geht tatsächlich auf einen elektrischen Schlag zurück, den Ace Frehley sich vor einem Konzert einfing und der ihn so ausknockte, dass er während der kompletten Show Taubheitsgefühle in seiner Hand hatte.

Ace ist sicherlich primär als Gibson Les Paul-Spieler bekannt und Bilder aus den Siebzigern zeigen ihn auch meist mit seiner 1973 Tobacco Burst Les Paul Deluxe, seiner Cherry-burst Custom mit drei Humbuckern, oder seiner schwarzen Custom. Gelegentlich griff Ace allerdings auch zur Explorer oder zur Ibanez Destroyer. An Amps benutzte Ace damals Marshall Super Leads mit 6550 Röhren, aber auch 2204 Super Lead MkII Marshalls und Amps von Laney.

"Shock me" ist ein erdiger, bluesiger Rocksong, dessen Hauptharmonien sich in A-Mixolydisch mit den Akkorden A, G und D bewegen. Ace denkt in seinem Solo vornehmlich in der A Blues-Scale, streut jedoch auch vereinzelt Akkordtöne der darunterliegenden Harmonien ein. Später gehen die Solochanges auf B, was Ace ebenfalls mit der B-Bluescale bedient.

Hier sind die Akkorde des Playbacks:

Für die Originalaufnahme stimmt Kiss die Instrumente einen Halbton tiefer, also auf Eb-Tuning. Der Einfachheit halber und um Stimm- und Setup-Probleme zu ersparen, habe ich den Track im Standardtuning eingespielt.

Um Ace Frehleys Sound zu imitieren, würde ich zu einer Humbuckergitarre greifen, vorzugsweise im Paula-Stil, und einen Amp mit moderater britischer Zerre wählen. Im Solo hört man eine leichte Modulation und einen dezentes Slapback, beides Effekte, die höchstwahrscheinlich nicht von Pedalen stammen, sondern nachträglich am Studiopult draufgepackt wurden. Das sollte euch aber nicht davon abhalten, ein paar dieser Effekte einzusetzen. Hier ein Vorschlag meinerseits:

Und nun viel Spaß mit Kiss und Ace Frehley!

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