Test
3
17.09.2013

Fazit
(4 / 5)

Beim Analogue Solutions Leipzig-S kann man durchaus geteilter Meinung sein. Einerseits bietet er (in einem begrenzten Spektrum) einen bissigen, ausdrucksstarken Analogsound, eine Vielzahl von Modulationsmöglichkeiten und Features wie die durchaus ungewöhnliche Beigabe eines analogen Sequencers, der sogar als Audio-Klangquelle genutzt werden kann. Obwohl er für mich keine Liebe auf den ersten Blick war, offenbart der Synthesizer nach einigen gemeinsamen Stunden ungewöhnliche und verlockende Seiten. Das Experimentieren mit ihm macht Spaß und hat Suchtpotential. Andererseits ist er alles andere als perfekt konstruiert, das Filter könnte gerne besser sein, naheliegende Optionen wie CV/Gate Ein- und Ausgänge wurden nicht realisiert, und nicht zuletzt verlangt Analogue Solutions für das Gebotene einen stolzen, für meinen Geschmack etwas überzogenen Preis. Wer einfach nur einen leicht bedienbaren, klanglich versierten monophonen Synthesizer sucht, ist beim Leipzig-S wohl nicht an der richtigen Adresse. Für Soundtüftler, die Klangquellen mit eigenem Charakter lieben, hat Analogue Solutions allerdings ein interessantes Instrument gebaut.

  • PRO
  • charakterstarker Analogsound
  • analoger Sequencer
  • sehr flexibel, viele Modulationsmöglichkeiten
  • Sequencer kann als Klangquelle genutzt werden
  • CONTRA
  • kein CV/Gate Ein- und Ausgang
  • Tuning problematisch
  • Emphasis-Poti (Resonanz) nur im oberen Drittel wirksam
  • recht hoher Preis
  • FEATURES
  • vollständig analoge Klangerzeugung und Modulationswege
  • 2 Oszillatoren und 2 Suboszillatoren
  • Oszillator Sync & Cross-Modulation
  • 24 dB Moog-Style-Tiefpassfilter
  • 2 Hüllkurven
  • weitreichende Modulationsmöglichkeiten, z. T. per MIDI
  • 8-Step-Sequencer für Oszillatoren und Filter
  • Audioeingang zur Signalbearbeitung
  • Audioausgang, MIDI In/Thru
  • PREIS
  • Straßenpreis: ca. 1050 Euro
3 / 3

Verwandte Artikel

User Kommentare