Mit dem H12MIDI Pro hat CME einen weiteren MIDI-Spezialisten im Programm. Das kompakte USB-MIDI-Interface bietet gleich sechs USB-Host-Anschlüsse sowie jeweils sechs MIDI-Ein- und -Ausgänge im platzsparenden TRS-Format. Hinzu kommen umfangreiche Routing-, Filter- und Mapping-Funktionen untereinander. Schauen wir das Ganze im Test genauer an.

- viele MIDI- und USB-Anschlüsse
- Stromversorgung mehrerer USB-Geräte möglich
- Umfangreiche Routing-, Filter- und Mapping-Funktionen
- Standalone-fähig, sechs Presets direkt am Gerät aufrufbar
- kein Re-Mapping am Ausgang
USB-Host/Client-Interface
Das CME H12MIDI Pro gehört zu den neuesten Produkten von CME und fällt angesichts seiner umfangreichen Anschlussausstattung erstaunlich kompakt und leicht aus. Das solide Aluminiumgehäuse misst lediglich 148 × 60 × 33 mm und bringt schlanke 208 g auf die Waage.

Neben einem USB-C-Client-Port für die Verbindung mit dem Computer verfügt das Interface über sechs separate USB-C-Host-Anschlüsse. Vereinfacht gesagt lassen sich hier class-compliant USB-MIDI-Geräte direkt anschließen, die normalerweise mit einem Computer verbunden werden. Die internen MIDI-Datenströme können anschließend ähnlich wie bei einer Patchbay flexibel geroutet und verwaltet werden.

Mit einem geeigneten 9V/3A-Netzteil kann jedes an einen Host-Port angeschlossene Gerät mit bis zu 500 mA versorgt werden. In kompakten Live-Setups dient das H12MIDI Pro damit zugleich als Stromversorgung für mehrere USB-betriebene Geräte. Das benötigte Netzteil gehört allerdings nicht zum Lieferumfang.
6x MIDI-In, 6x MIDI-OUT
Zusätzlich arbeitet das H12MIDI Pro als klassisches MIDI-Interface mit sechs Ein- und sechs Ausgängen, hier nun zeitgemäß im platzsparenden 3,5-mm-TRS-Format. Für kompakte Setups ist diese Lösung praktisch, bei Geräten mit fünfpoligen DIN-Buchsen werden Adapter benötigt. Passende Kabel-Adapter bietet CME aber auch zu vergleichsweise günstigen Preisen separat an.

Ein 32-Bit-Prozessor und optisch isolierte MIDI-Eingänge sollen eine präzise Übertragung mit sehr geringer Latenz gewährleisten. Unterstützt werden sämtliche gängigen MIDI-Daten, darunter MIDI Clock, SysEx, MIDI Time Code und MPE. Verfügbar ist sowohl ein Low-Latency als auch ein Low-Jitter Mode.
Patchbay inklusive
Die Konfiguration der kleinen Black-Box erfolgt über die kostenlose Software HxMIDI Tools. Damit lassen sich MIDI-Ports kopieren und zusammenführen, Anschlüsse flexibel verschalten sowie Daten filtern und wandeln.
Auf diese Weise können komplexere Setups mit mehreren Hardware-Instrumenten, Sequencern und Computern zentral verwaltet werden. Eine echte Matrix fehlt allerdings.

Der USB-C-Client-Port stellt einem Computer – oder einem anderen kompatiblen USB-Host – acht virtuelle MIDI-Ein- und -Ausgänge mit jeweils 16 Kanälen bereit. Auf diese Ports lassen sich die sechs TRS-MIDI-Paare und die angeschlossenen USB-MIDI-Geräte flexibel verteilen.


























