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Beatkangz Electronics Beat Thang Test

FAZIT

Mit dem Beat Thang ist Beatkangz Electronics meiner Ansicht nach ein großer Wurf gelungen. Sie stoßen mit der mobilen Workstation in eine bislang von der Industrie vernachlässigte Marktlücke, die sie hiermit beeindruckend besetzen. Was die Hardware angeht, hinterlassen die Amerikaner einen durchweg positiven Eindruck. Das Full-Metall-Jacket-Chassis und die hervorragende Verarbeitung sorgen besonders hinsichtlich der Disziplin „Nachhaltigkeit“ für absolute Bestnoten. Aufgrund des Formfaktors und des integrierten Akkus, der für drei bis vier Stunden Spielspaß sorgt, ist das Teil für den mobilen Betrieb bestens geeignet. Die präzisen und hochwertigen Bedienelemente unterstreichen das eindrucksvoll. Die analoge Ein- und Ausgangs-Sektion lässt meiner Ansicht nach keine Wünsche offen. Den Vorwurf, keine Einzelausgänge bereitzustellen, kann ich nur für das VST-Plug-in gelten lassen. Mit einem überdurchschnittlich guten Mikrofon-Preamp samt schaltbarer Phantomspeisung ausgestattet ist eine hochwertige Aufnahme von Vocal-Samples absolut möglich. Dennoch eignet sich das Tool nicht zur Aufzeichnung von kompletten Gesangsspuren, da kein simultanes Monitoring von bereits erstellten Patterns möglich ist. Die USB-Schnittstellen und die SD-Karten-Slots erlauben dem User nahezu unbegrenzte Erweiterungsmöglichkeiten. Der interne Workflow ist intuitiv und zudem besonders effektiv.
Bei der Integration der im Freien produzierten Beatz in den heimischen Host-Sequenzer besteht allerdings noch Luft nach oben. Der etwas umständliche Workaround beim Export und erneuten Import der Tracks und der bislang instabile “Slave To MIDI Clock”-Betrieb machen zukünftige Updates zwingend erforderlich (Stand: 20.07.2012/ BT-Version 1.2.5). Darüber hinaus haben Hersteller und Vertrieb für die Zukunft einige Features in Aussicht gestellt, die durchaus erstrebenswert sind. Hierzu zählt unter anderem ein Step-Programm-Modus, den ich doch an einigen Stellen vermisst habe. Dennoch lässt sich mit dem Pattern-Modus sehr gut arbeiten, wenn man sich ein bisschen eingegrooved hat. Anlass zur Kritik gibt es, weil die Systemeinstelllungen nicht dauerhaft abgespeichert werden. Bei jedem Boot-Vorgang werden Default-Werte geladen, was ich für wenig praktikabel halte. Darüber hinaus würde ich mir für zukünftige Updates wünschen, dass hierbei eine Zoom-Darstellung in den Edit-Sample-Modus Einzug hält. Auch LFOs und Filter-Envelopes halte ich für sehr erstrebenswert und im Grunde auch absolut zeitgemäß. Last, but not least würde ich auch eine deutlich ausführlichere und deutsche Bedienungsanleitung insbesondere für Einsteiger sehr begrüßen.
Ich kann das Beat Thang ohne „Wenn und Aber“ sowohl Profis als auch Newbies empfehlen, die eine hochwertige und nachhaltige Groovebox suchen, mit der man an jedwedem Ort musikalische Ideen entwickeln und ausarbeiten kann. Insbesondere die größtenteils intuitive Bedienung und der wirklich sehr effektive interne Workflow sorgen für einen nicht zu unterschätzenden Spaßfaktor bei der Beatz-Bastelei! Beatkangz, go further!

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • Extrem roadtaugliches Tool
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gut lesbares, angewinkeltes Display
  • Sehr präzise Bedienelemente
  • Beleuchtete Buttons
  • Etwa 3-4 Stunden Akku-Betrieb
  • Ordentlicher Mic-Preamp mit Phantom-Power
  • 2 (!) satte und separat regelbare Kopfhörerverstärker
  • Satter und transparenter Master-Out (Schaltklinken)
  • MIDI I/O
  • USB Typ A und B sowie 2 SD-Karten-Slots
  • Sehr intuitiver und effektiver Workflow
  • Anordnung der Pads wie bei einem Keyboard
  • Gute Libraries f. Hip-Hop & Soul (> 3000 Sounds)
  • Inklusive Standalone-Software
  • Controller-Modus für Software
  • Inklusive VST-Plug-in
  • Sounderweiterungen über erhältliche Soundpacks oder über eigene Sample-Libraries möglich
  • Viele Video-Tutorials online
Contra
  • Kein Step-Programm-Modus
  • Keine Zoom-Darstellung der Samples
  • Keine LFOs und keine Filter-Envelopes
  • System-Voreinstelllungen werden nicht dauerhaft abgespeichert
  • Instabiler “Slave To MIDI Clock”-Betrieb
  • Keine Einzelausgänge im VST-Plug-in (BTV)
  • Teilweise etwas dürftige Dokumentation in der englischen Kurzanleitung
Artikelbild
Beatkangz Electronics Beat Thang Test
Für 499,00€ bei
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Weblink: beatthang

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von Daniel Wagner

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NAMME sagt:

#1 - 12.05.2013 um 15:34 Uhr

Empfehlungen Icon 0

KEIN PATTERN WECHSEL BEIM ANHÖREN
KEIN STEP SEQUENZER
KEINE EINZELAUSGÄNGEUNÜBERSICHTLICHER SONGMODE
KOMPL;IZIERZTE BEDIENUNG TROTZ EINFACH AUSSEHENDER OBERFLÄCHE
ANGEBLICHE 7 JAHRE DAS BESTE AUS ALLEM GESAMMELT
BEIM PREIS LACH ICH MICH SCHLAPP
KINDER MPC FÜR REICHE

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