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Apple Logic Pro X 10.6 Test

Praxis

Neues zum Step Sequencer

Logic Pro X 10.6 ermöglicht das Programming des Step Sequencers per Logic Remote, die kostenlos auf iPads und iPhones (ab iOS 13.1) installiert werden kann. Die neuen Möglichkeiten umfassen die Step-/Noteneingabe sowie die Bearbeitung der damit verbundenen Parameter, wie beispielsweise Velocity oder Notenwiederholung. Das ist natürlich eine feine Sache und es wäre irgendwie schade und „unlogisch“, wenn es nicht per Logic Remote möglich wäre – einen richtigen Game Changer sehe ich subjektiv aber eher nicht darin. In der Mausbedienung des Step Sequencers sehe ich kein wirkliches Manko, teilweise ist eher das Gegenteil der Fall, da die Eingabe der notenzugehörigen Parameter per Maus präziser vonstattengeht, als es mit dem Finger auf meinem iPad möglich ist. Dennoch handelt es sich selbstverständlich um einen positiv zu bewertenden Punkt dieses Updates!  

Fotostrecke: 3 Bilder Step Sequencen können per Logic Remote (iOS) programmiert werden.
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MIDI Input?

Seitdem ich stolzer Besitzer eines Behringer Poly D bin, habe ich ein Faible für polyphones Step Sequencing (cooles Poly-D-Feature) entwickelt und mich bereits im 10.5er-Update von Logic über die nichtvorhandene Möglichkeit zur Noteneingabe per MIDI im Step Sequencer gewundert. Logics Step Sequencer (mit all seinen fantastischen Möglichkeiten) arbeitet zwar ebenfalls polyphon, allerdings empfinde ich persönlich die Noteneingabe per Maus (oder meinetwegen Logic Remote) bei Mehrstimmigkeit als unmusikalisch und absolut uninspirierend. Tatsächlich lassen sich mit Logics Step-Input-Keyboard polyphone Step Sequencen aufnehmen. So entstehen jedoch herkömmliche MIDI-Regionen, die sich leider nicht konvertieren oder auf sonstige Weise im Step Sequencer weiterverarbeiten lassen. Ich bin zwar nur naiver Anwender und kein Programmierer, aber vermutlich sollte die Umsetzung kein Hexenwerk sein – Hallo Apple, bitte nachbessern! 

Fotostrecke: 2 Bilder Der grüne Button aktiviert die MIDI-Ausgabe während des Programmings. Dem Step Sequencer mangelt es nach Auffassung unseres Autors immer noch an einem MIDI-Input.
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Launchpad

Mit dem aktuellen Update ist Logic zu allen Novation Launchpads kompatibel! Einige Modelle waren bereits in 10.5 nutzbar, was aber teilweise ungewöhnliche Maßnahmen, wie eine 90-Grad-Drehung zur korrekten Live-Loop-Bedienung erforderte. Dieser 90-Grad-Kniff ist in v10.6 nicht mehr notwendig, aber dennoch weiterhin möglich, sofern man sich an diese Art der Positionierung inzwischen gewöhnt oder das Launchpad ggf. mit entsprechenden Beschriftungen versehen hat.
Das aktuelle Launchpad Pro ist überhaupt erst mit dem aktuellen Logic Update verwendbar. Zeitgleich zu diesem Review standen mir zusätzlich zum „Pro“ die Modelle Launchpad Mini und Launchpad X zur Verfügung, die nach dem Anschließen per USB unmittelbar als Bedienoberfläche erkannt wurden und nach einem ersten Basis-Check problemlos funktionierten. 

Fotostrecke: 2 Bilder Unter Logic Pro X 10.6 ist das Launchpad Pro sofort einsetzbar.
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Soundinhalte?

Häufig werden Logic Updates von einer Vielzahl neuer Sounds und Apple Loops begleitet. In diesem Fall trifft dies nicht zu, allerdings wurden nach dem 10.5er-Update weitere Soundinhalte verfügbar gemacht, die ich nun erst beim aktuellen Update entdeckt habe. Hierbei handelt es sich um inspirierende Sample-Instrumente, Patches und Apple Loops unter der Kategorie „Keyboard Collection“. Vielleicht geht es ja einigen Lesern wie mir. Im folgenden Audiobeispiel hört ihr eine kleine Collage dieser (fast) neuen Soundinhalte, die ebenfalls für ältere Logic-Versionen verfügbar sind:

Stabilität

Der Test erfolgte an einem iMac Pro (3 GHz – 10 Core Intel) mit macOS 10.15.7. Ältere und auch sehr umfangreiche Logic Projekte ließen sich problemlos öffnen und bearbeiten. Während der Testphase sind mir keine Instabilitäten oder sonstige Probleme aufgefallen.  

Audio Samples
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01 – Keyboard Collection
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