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Analog Obsession Loaded Test

Analog Obsession sowie seinen inzwischen beachtlichen Effektfuhrpark haben wir euch bereits mit Rare, Konsol und Yala vorgestellt. Immer wieder gesellen sich aber neue Plugins hinzu, die einer separaten Vorstellung bedürfen so wie das neueste Exemplar namens Loaded. 

Analog_Obsession_Loaded_B01_Test


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Details & Praxis

Allgemeines

Analog Obsession bietet seine Plugin-Kreationen über Patreon an, das bedeutet, ihr könnt den Programmierer dort freiwillig finanziell unterstützen, obwohl seine Audio-Tools generell als Freeware erhältlich sind. Ihr müsst einfach nur auf die Patreon-Seite von Analog Obsession gehen – dort findet ihr direkte Downloadlinks für alle Versionen des Plugins.
Den Channel-Strip gibt es in den Formaten VST2, VST3 und AU für Windows (ab Version 7) und macOS (ab 10.7), allerdings nur in 64-Bit. Im Falle von Windows entfällt die Installation, nach dem Entpacken müssen die dadurch freigelegten Dateien lediglich in den VST-Ordner kopiert werden.

Konzept und GUI

Loaded emuliert die 500er Serie, bei API auch Lunchbox genannt, und besteht aus der Main-Control-Unit, also einer Art Master-Channel, und fünf verschiedenen Effektmodulen: Pre-Amp, De-Esser, Gate, EQ und Compressor. 

Loaded besteht aus fünf Effektmodulen und der Main-Control-Unit.
Loaded besteht aus fünf Effektmodulen und der Main-Control-Unit.

Sound

Ich habe zwei Gitarren-, einen Piano und einen Drum-Loop durch Loaded gejagt. Mit einem Channel-Strip sind natürlich keine krassen Effekte möglich, aber insgesamt gefällt mir der Sound von Loaded gut. Der-Pre-Amp bringt dezente Saturation ins Spiel und das EQ-Modul klingt warm. 
Die beiden Gitarren-Loops treten durch den Pre-Amp und die EQ-Settings schön in der Vordergrund und haben mehr analogen Biss, so auch beim Piano-Loop, bei dem ich zusätzlich mit dem Kompressor noch für ordentlich Gain-Reduction gesorgt habe. Beim letzten Beispiel, dem Drum-Loop, wollte ich Loaded inklusive Gate dann an dessen klangliche Grenzen bringen. 

Audio Samples
0:00
01 Guitar 1 Clean 02 Guitar 1 Loaded 03 Guitar 2 Clean 04 Guitar 2 Loaded 05 Piano Clean 06 Piano Loaded 07 Drums Clean 08 Drums Loaded

Fazit

Loaded von Analog Obsession klingt wirklich gut, bietet reichlich analoge Wärme und Saturation, und über die fünf verschiedenen Module viele klangliche Möglichkeiten. Große Veränderungen des Signals sind mit dem Channel-Strip natürlich nicht wirklich möglich, genau das macht das Plugin aber zum perfekten Mastering-Tool. Durch die geringe CPU-Auslastung kann Loaded je nach Computer auch locker auf vielen Spuren eingesetzt werden, um das Feeling eines analogen Mischpults nachzuempfinden. Man merkt deutlich, dass Loaded nicht die erste Emulation analoger Schaltkreise des Herstellers ist. So dürfen wir gespannt sein, welches Freeware-Plugin als nächstes aus dem Hause Analog Obsession kommt. 

Pro
  • guter Analogsound
  • Module einzeln deaktivierbar
  • Sidechain-Funktionalität
  • geringe CPU-Auslastung
  • VU-Meter
Contra
  • kein Contra
Features
  • Emulation der 500er Serie
  • Fünf Module: Pre-Amp, De-Esser, Gate, EQ und Compressor
  • Module einzeln deaktivierbar
  • Sidechain-Funktionalität (bei Kompressor)
  • VU-Meter
  • Formate: VST2, VST3 und AU
  • Für Windows und macOS
Preis
  • Analog Obsession Loaded: kostenlos

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,5 / 5

Pro

  • guter Analogsound
  • Module einzeln deaktivierbar
  • Sidechain-Funktionalität
  • geringe CPU-Auslastung
  • VU-Meter

Contra

  • kein Contra
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Analog Obsession Loaded Test
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von Tobias Homburger

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