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Toneboosters Legacy Plugins Test

So mancher Programmierer lässt sich dazu hinreißen, auslaufende Plugins ohne zukünftigen Support kostenlos unter das Volk zu bringen. Sei es, weil es bereits neuere Versionen auf dem Markt gibt, oder weil manche Plugins einfach aus den Portfolios der Firmen verschwinden sollen. Auch Toneboosters haben sich jetzt zu diesem Schritt entschieden.

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Details & Praxis

Allgemeines

Die Installer der Legacy-Plugins können für Windows ab Version 7 und macOS ab Version 10.10 auf der Website des Herstellers heruntergeladen werden (ganz unten auf der angegebenen Seite). In beiden Fällen werden nur 64-Bit-Systeme unterstützt. Die Anmeldung und Registrierung der Plugins entfallen – alle Tools stehen direkt nach der Installation zur Verfügung. 

Konzept und GUI

Toneboosters verschenkt gleich drei Plugin-Pakete: Track Essentials v3 mit acht Effekten, Bus Tools v3 mit zwölf Effekten und ein drittes Paket mit dem einfachen Namen Free – es enthält drei weitere Effekte.  

Toneboosters Legacy Plugins Test Bedienoberfläche

Toneboosters verschenkt insgesamt 23 Effekt-Plugins

Track Essentials umfasst mitunter einen 6-Band-EQ, einen DeEsser, einen transparenten Allround-Kompressor und ein Hall-Plugin. Hinzu kommen ein Vintage-Effekt à la Origin (TimeMachine) und eine Bandmaschinenemulation mit Kompression und Saturation (Ferox).   

In Bus Tools gibt es einen Peak-Limiter mit Dithering (Barricade), eine Art Dynamic-Channel-Strip mit den Modulen Gate, Kompressor, Sibilance und Xciter (Evoke), eine weitere Bandmaschinenemulation (ReelBus), ein Pitch-Plugin für Vocals, einen dynamischen EQ (Fix), einen Bus-Kompressor und ein Tool namens Isone, das verschiedene Lautsprecher-Setups für das realistische Kopfhörer-Mixing simuliert. 

Außerdem gibt es einen EZQ, dessen Parameter über ein X/Y-Pad gesteuert werden, und einen Multiband-Kompressor mit Stereo-Widening (Broadcast Processor). Mit anderen Worten: Wer die Legacy-Plugins von Toneboosters hat, braucht eine ganze Weile erst mal keine anderen Effekte mehr. 

Sound

Mithilfe des Drum-Loops testen wir Isone, das Plugin, das Speaker-Setups und Räume simuliert. Das Ergebnis liefert beim Mixing mit Kopfhörer durchaus wertvolle Informationen. Das folgende Piano bringt bereits im Original jede Menge Delay mit. Der Multieffekt Module verändert die kompletten Sonics des Loops aber noch einmal erheblich: Lofi-Ästhetik trifft auf Bouncing Delay. Die Akustikgitarre wird durch Ferox zuerst richtig griffig und präsent, während das gut klingende Hall-Plugin sie leicht in den Hintergrund verschiebt.   

Audio Samples
0:00
01 Drums Clean 02 Drums mit Isone 03 Piano Clean 04 Piano mit Module 05 Gitarre Clean 06 Gitarre mit Ferox 07 Gitarre mit Reverb

Fazit

Die Legacy-Plugins von Toneboosters sind der Hammer: Die Auswahl ist groß, die Qualität hoch. Auch wenn manche Tools bereits einige Jahre auf dem Buckel haben, ist die kostenpflichtige Vergangenheit und Vollversionen-DNA deutlich hörbar. Mit Effekten wie Module, Isone, Ferox, Sibalance, Dither und Fix geht das Geschenk von Toneboosters zudem weit über die üblichen Standardeffekte hinaus. Diese Plugins muss eigentlich jeder haben.

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • Große Auswahl
  • Top Sound
  • Enthält viele ungewöhnliche Plugins
  • Viele Presets
Contra
  • Kein Contra
Artikelbild
Toneboosters Legacy Plugins Test

Features

  • 23 Legacy-Plugins
  • Drei Pakete: Track Essentials, Bus Tools und Free
  • Keine Anmeldung, keine Registrierung nötig
  • Ab Windows 7 und macOS 10.10
  • Preis: kostenlos
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Toneboosters Legacy Plugins Test

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von Tobias Homburger

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