Die deutsche Popband Alphaville wehrt sich gegen die Verwendung ihres Hits “Forever Young” durch US Präsident Donald Trump. Ein KI Video auf Truth Social löst Kritik, klare Worte der Band und eine neue Debatte über Musikrechte in der Politik aus.

Alphaville kritisiert Trump und fordert Konsequenzen
Die deutsche Synthie Pop Band Alphaville geht öffentlich gegen US Präsident Donald Trump vor. Hintergrund ist ein KI generiertes Video, das Trump auf seiner Plattform Truth Social veröffentlicht hatte. Darin wird er in verschiedenen Lebensphasen dargestellt, unterlegt mit dem Song “Forever Young”. Der Titel gehört zu den bekanntesten Songs der Band aus den 1980er Jahren. Nach Angaben von Alphaville wurde die Musik jedoch ohne Zustimmung verwendet. Damit steht eine mögliche Urheberrechtsverletzung im Raum.
In einem Statement auf Instagram findet die Band ungewöhnlich deutliche Worte. Alphaville betont, dass sie Trumps politische Ansichten nicht teile und diese teilweise sogar ablehne. Zugleich kündigen die Musiker an, darauf hinzuwirken, dass das Video aus dem Netz verschwindet. Außerdem untersagt die Band jede weitere Nutzung ihrer Musik durch Trump sowie die Republikanische Partei. Unterzeichnet ist das Statement von Sänger Marian Gold, versehen mit den Worten freundliche Grüße aus dem alten Europa. Damit macht die Band klar, dass es ihr nicht nur um rechtliche Fragen geht, sondern auch um die Frage, in welchem politischen Zusammenhang ihre Musik auftaucht.
Video verschwunden und größere Debatte um Musikrechte
Inzwischen ist das Video auf Trumps Profil nicht mehr zu finden. Ob dies direkt mit der Kritik der Band zusammenhängt, ist bislang offen. Eine Stellungnahme von Trump oder seinem Team steht noch aus.
Der Fall passt jedoch in ein bekanntes Muster. Donald Trump hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach Ärger mit Künstlern, die sich gegen die Nutzung ihrer Songs in politischen Kontexten gewehrt haben. Ein prominentes Beispiel sind die Foo Fighters: Die Band um Frontmann Dave Grohl ging öffentlich gegen Trump vor, nachdem deren Song „My Hero“ bei Wahlkampfveranstaltungen verwendet worden war. Die Musiker drohten mit rechtlichen Schritten und machten deutlich, dass sie eine solche Nutzung nicht genehmigt hatten.
Der aktuelle Fall unterstreicht erneut, wie umkämpft die Verwendung von Musik im politischen Kontext ist. Für viele Künstler geht es längst nicht nur um Lizenzen, sondern auch darum, die eigene Arbeit nicht mit bestimmten politischen Botschaften verknüpft zu sehen.
























