Mit OXI One MKII liefert OXI Instruments einen schlanken Step-Sequencer, der acht üppige Spuren, viele Performance- und Kompositionsmöglichkeiten sowie einen eingebauten Akku elegant vereint. Die hochwertige Verarbeitung inklusive acht CV/Gate-Anschlüssen machen ihn zum absoluten Machtzentrum, das kürzlich Software Update 2.0 erhielt.

- Sehr flexibler Hardware-Sequencer
- Kompakter, hochwertig verarbeiteter Formfaktor
- Viele Performance- und Kompositionsmöglichkeiten
- Symbolik und Beschriftung könnten eindeutiger sein
- Keine USB-Host-Funktion
DETAILS
8 Tracks, 128-Steps und 8×17 Pads
Der OXI One MKII ist ein schlanker Hardware-Sequenzer ohne Klangerzeugung. Er bietet acht Spuren mit bis zu 128 Steps pro Pattern sowie acht Noten pro Step und Spur. Über MIDI, USB, Bluetooth sowie CV/Gate lassen sich externe Klangerzeuger gezielt, umfangreich und gleichzeitig ansteuern.

Den integrierten Akku lädt man über USB-C; er hält angenehm lange durch. Projekte legt der OXI One MKII auf MicroSD ab.
Herzstück des Bedienkonzept ist eine 8×17-Pad-Matrix mit 136 Gummi-Tastern, die weder Anschlags- noch Druckempfindlich ist, aber durchaus fein reagiert und übersichtlich beleuchtet ist. Links sitzt das kleine Display, vier Push-Encoder sowie jede Menge Umschalter und Funktionstasten.
Standalone CV/MIDI-Stepper
Auf acht Spuren stehen nun verschiedene Sequencer-Modi bereit: Die ersten lassen monophone oder polyphone Instrumente (max. 7 Voices) abbilden. Chords sind separat möglich, genauso wie Multi- und Drumkits mit max. 8 Voices. Alles programmiert man intuitiv im Lauflicht-Stil; Keyboard-Mode und Arpeggiator ergänzen den Workflow.

Hinzukommen experimentelle Kompositionsansätze: Darunter ein Stochastic- und „Matricial“-Modi zur generativen Notenerzeugung. Mit FW-Update 2.0 sind außerdem DOMINO, SAGA und MIDI-Player hinzugekommen. So arbeitet der SAGA beispielsweise mit musikalischen Abschnitten bzw. Stages, die sich für längere, entwickelnde Sequenzen eignen, anstatt in klassischen Pattern- oder Taktgrenzen zu denken.
DOMINO wiederum trennt ganz old-school-mäßig die Trigger- und Notenebene voneinander, wodurch sich besonders gut rhythmische Variationen erzeugen lassen, ohne die eigentliche Notenfolge neu programmieren zu müssen. Der MIDI Player erweitert den OXI One MKII um die Möglichkeit, Standard-MIDI-Files direkt wiederzugeben. So lassen sich vorbereitete MIDI-Sequenzen, Skizzen oder komplette Parts in den Hardware-Workflow integrieren.
Noch mehr Features
Swing, Repeat & Retrigger, Probability, Gate, Tie, Velocity – all das gibt es individuell per Track oder global und mischt sich besonders gut mit den vielen kreativeren Sequenzer-Modes. Hinzukommen individuelle Startpunkte und Längen pro Spur, logisch.
Der Arranger erlaubt zudem Song-Strukturen, sodass sich Patterns zu Intros, Verses, Refrains oder Outros organisieren und abspielen lassen. Gleichzeitig passt der Arranger auch gut zu Live-Setups: Bestimmte Patterns können endlos loopen, während man das Arrangement manuell steuert.
Geniales Stück Technik mit Breakout
Dazu überzeugt die Hardware in allen Belangen: die Gummitaster drücken sich präzise und mit wenig Widerstand, sind elegant beleuchtet und gut RGB-kodiert. Zudem stehen zwei Gummi-Varianten zur Farbauswahl: Black und Nostalgia. Der Unterschied: wieviel Gummi tatsächlich leuchten kann.

Das Metallgehäuse wirkt auch sehr stabil, der Formfaktor ist absolut handlich, schlank und gut ausbalanciert. Größere Pads wären cool, würden aber zwangsläufig zu einem deutlich größeren Gehäuse führen. Insofern ist das hier ein optimaler Kompromiss. Hervorzuheben ist nochmals die Anschlussvielfalt: MIDI In/Out, Sync In/Out, CV In sowie acht separate CV- und acht separate Gate-Ausgänge.
Ebenfalls cool ist der Splitt MKII, der aus dem Miniklinke-MIDI-Out proprietär sechs MIDI-Ausgänge zaubert! Tatsächlich adressieren lassen sich so fette 16x (A bis F) = 96 Kanäle, über USB gibt es dreimal 16 Kanäle. Genug, würde ich sagen.





