Wave Alchemy Revolution Test

Praxis

Bedienung und Klanggestaltung

In jedem Drum Slot lassen sich die Drum Machines mit Pfeiltasten durchskippen. Ist ein Drum Slot etwa die Bassdrum und die gewünschte Drum Machine ausgewählt, lassen sich hier die besagten Character auswählen und mit weiteren Parametern (ähnlich der Originale) tweaken – man vermisst dann zunächst nicht wirklich einen Parameter der Hardware.

DAW Presets und NKS-Support

Für Apple Logic X, Ableton Live und Native Instruments Maschine werden sogenannte DAW Presets mitgeliefert. Entsprechende Instrument-Mappings inklusive vorgefertigter Multi-Output-Routings sind somit bereits vorkonfiguriert. In Live liegt ein Drum Rack bereit, in Logic X sind zudem die Smart Controls gemappt. Für Native Instruments Hardware nutzt Revolution den NKS (Native Kontrol Standard). Dabei sind alle wichtigen Parameter übersichtlich auf den Maschine Controller übertragen worden. Die Character und Parameter der entsprechenden Drum Machine sind sofort griffbereit, alle weiteren sind mit den Pfeiltasten der Maschine erreichbar. Das Soundschrauben selbst macht auf der Maschine-Hardware Spaß. Die Pattern-Programmierung ist mit Revolutions Sequenzer allerdings unkomplizierter als mit dem Step-Mode der Maschine.

Voice Controls

Für eine authentische Drumprogrammierung sorgen Choke Groups, wie man sie aus Hardwaregeräten kennt. Werden beispielsweise zwei Hats auf eine Choke Group gesetzt, wird das eine Sample abrupt gestoppt, sobald das zweite gespielt wird. Percussions und Hats verfügen zudem über alternative Samples, die mit Voice Select gewechselt werden, was gut gelöst wurde. 

Klang

Revolution ist mit vielen vorgefertigten Kit-Presets ausgestattet, unter denen sich die reinen Drum Machines in allen Character-Varianten wie auch zusammengestellte Ensembles unterschiedlicher Maschinen befinden – die Klangvielfalt scheint nahezu endlos und lädt zum Experimentieren ein. Neben der eigentlich Drum Library verfügt Revolution zudem noch über eine reine Percussion-Instanz mit 12 zusätzlichen Percussion-Kits.
Die Verwendung der Round Robins sorgt für den authentischsten Klang, leider sind sie jedoch nur im Character „Analog“ vorhanden – alternativ erreicht man mit dezenten Settings der Random-Funktion im Handumdrehen lebendige Klänge. In Kombination mit den Modulen kommt man den analogen Vorbildern in puncto Klanggestaltung schon recht nah, wenngleich die Haptik fehlt. Tape 1, 2 und 3 wurden mittels Bandsättigung unterschiedlich heiß gefahren und bieten dementsprechend einen warmen Klangcharakter. Für einen digitalen Retro-Touch im 12-Bit-Style sorgen die Character S-1200 sowie SP-1200. Die Mastering-Varianten bieten einen amtlich-druckvollen Sound, lassen aber kaum noch Spielraum zur eigenen Effektbearbeitung, da sie bereits mit EQ, Kompressor und Co. ordentlich in die Mangel genommen wurden. Gut geeignet, falls man mit wenig eigenem Klangdesign zu schnellen Ergebnissen kommen möchte.

Audio Samples
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01. 808 Analog (Round Robin Samples) 02. 808 Tape 1 + Random-Feature 03. 909 Analog (Round Robin) 04. 909 Mastering 05. 909 SP-1200

Gerne werden Sounds mehrerer Drum Machines kombiniert. Revolution ist hierfür ganz sicher der ideale Klangerzeuger. Insgesamt ist die Library also wirklich facettenreich, weshalb für so ziemlich jeden Produktionsbedarf passende Sounds der Drum-Machine-Legenden dabei sind!

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Yentz Jensus sagt:

#1 - 30.12.2017 um 21:36 Uhr

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Kann man die sounds chromatisch tunen oder muss ich nen fft nehmen um due tonhöhe zu ermitteln?

Kommentare vorhanden
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